SpaceX erhält NASA-Auftrag über 946 Millionen Dollar – Starship-Flug 14 rückt näher
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Das Wichtigste in Kürze
- Die NASA vergibt SpaceX drei weitere Commercial-Crew-Missionen im Wert von 946 Millionen Dollar.
- Der SpaceX-Vertrag umfasst damit 17 Missionen und erreicht bis 2030 ein Gesamtvolumen von 5,92 Milliarden Dollar.
- SpaceX peilt den Start von Starship-Flug 14 frühestens für den 28. September an – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.
- Der SpaceX-Kurs lag am 21. September um 15:54 Uhr bei 135,22 Euro und damit 1,98 Prozent im Plus; seit Jahresbeginn steht er 3,43 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
NASA baut auf SpaceX als Transportpartner
Die NASA hat den bestehenden Commercial-Crew-Vertrag mit SpaceX um die Missionen Crew-15, Crew-16 und Crew-17 erweitert. Die Festpreis-Modifikation umfasst insgesamt 946 Millionen Dollar. Darin enthalten sind nicht nur Start und Bodenabfertigung, sondern auch Betrieb im Orbit, Rückkehr und Bergung, Frachttransporte sowie eine Rettungsboot-Funktion während des Aufenthalts an der Internationalen Raumstation.
Mit der Erweiterung steigt die Zahl der beauftragten SpaceX-Missionen auf 17. Der kumulierte Vertragswert beläuft sich bis 2030 auf 5,92 Milliarden Dollar. Für SpaceX bedeutet das eine langfristig besser planbare Auslastung im bemannten Raumtransport, auch wenn der Vertragswert nicht mit dem sofort verbuchten Umsatz oder Gewinn gleichzusetzen ist.
Starship bleibt der größere Wachstumstest
Parallel zum NASA-Auftrag treibt SpaceX das deutlich ambitioniertere Starship-Programm voran. Das Unternehmen zielt auf Starship-Flug 14 frühestens am 28. September, sofern die regulatorische Freigabe vorliegt. Nach den bisher genannten Missionszielen soll die Oberstufe erstmals einen stabilen Erdorbit erreichen, mehrere Umläufe absolvieren und Produktionsmodelle der leistungsfähigeren Starlink-V3-Satelliten aussetzen.
Die NASA-Missionen und der Starship-Test sind dabei getrennte Entwicklungen: Der neue Commercial-Crew-Auftrag schafft Vertragsumsatz im etablierten Raumtransport, während Starship erst noch beweisen muss, dass die vollständige Wiederverwendbarkeit technisch zuverlässig und wirtschaftlich skalierbar funktioniert. Der geplante Einsatz von Starlink-V3-Satelliten macht den nächsten Flug deshalb zu einem wichtigen Test für die künftige Kapazitätserweiterung des Satellitengeschäfts.
Analysten-Einordnung
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass SpaceX im Kerngeschäft der bemannten Raumfahrt eine ungewöhnlich hohe Visibilität bis zum Ende des Jahrzehnts besitzt. Der NASA-Auftrag reduziert das Auslastungsrisiko und stärkt die Position des Unternehmens als strategischer Partner der US-Raumfahrt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch vor allem Stabilität im bestehenden Geschäft – nicht automatisch eine Neubewertung der stark wachstumsabhängigen SpaceX-Bewertung.
Der entscheidende Hebel bleibt Starship. Die im Markt kursierende Rechnung von bis zu 10 Billionen Dollar Jahresumsatz bis 2030 ist keine offizielle Unternehmensprognose. Sie basiert auf extrem hohen Startfrequenzen und der Annahme, dass jeder Flug zusätzliche Starlink-Kapazität mit einem potenziellen jährlichen Kommunikationsumsatz von rund einer Milliarde Dollar bereitstellt. Diese Zahl beschreibt somit nicht den Verkaufspreis eines Raketenstarts, sondern eine theoretische zusätzliche Monetarisierung der ausgebrachten Satellitenkapazität. Sinkende Erlöse je Bandbreiteneinheit, Produktionsengpässe, Genehmigungen und die Zuverlässigkeit der Wiederverwendung bleiben wesentliche Unsicherheiten.
Kursentwicklung signalisiert weiterhin Vorsicht
Der aktuelle Kursanstieg von 1,98 Prozent auf 135,22 Euro ändert wenig am übergeordneten Bild: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie noch 3,43 Prozent im Minus. Die Kursentwicklung zeigt, dass Investoren zwischen der hohen Vertragsvisibilität durch die NASA, den langfristigen Starlink-Chancen und den erheblichen Ausführungsrisiken bei Starship abwägen. Ein einzelner Auftrag kann diese Bewertungsfragen nicht vollständig auflösen.
Fazit & Ausblick
Der NASA-Auftrag liefert SpaceX planbare Nachfrage und erhöht den Gesamtwert des bemannten Raumfahrtgeschäfts. Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf die behördliche Genehmigung und den frühestens für den 28. September geplanten Starship-Flug 14. Entscheidend werden der Orbitversuch, die Aussetzung der Starlink-V3-Satelliten und die Frage sein, ob SpaceX daraus einen verlässlich wiederholbaren Start- und Umsatzzyklus entwickeln kann.
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