Southern Cross Gold meldet 972 g/t Gold über 0,6 m und erweitert Sunday Creek nach Osten
Kurzüberblick
- Southern Cross Gold meldet am 2. September 2026 Ergebnisse aus fünf Bohrlöchern am Projekt Sunday Creek in Victoria.
- Das Bohrloch SDDSC222W1 durchteufte 0,6 m mit 972,0 g/t Gold und 8,9 % Antimon beziehungsweise 993,2 g/t Goldäquivalent in rund 620 m Tiefe.
- Bei Apollo East erreichte SDDSC227 5,1 m mit 27,2 g/t Goldäquivalent, einschließlich 2,6 m mit 51,1 g/t Goldäquivalent.
- Das Unternehmen definiert Apollo East inzwischen über mehr als 140 m Streichlänge und setzt sein 200.000-Meter-Bohrprogramm bis zum ersten Quartal 2027 fort.
Marktanalyse & Details
Hochgradige Treffer in großer Tiefe
Southern Cross Gold Consolidated hat am Gold-Antimon-Projekt Sunday Creek fünf neue Bohrlöcher aus den Bereichen Apollo und Apollo East ausgewertet. Der stärkste Abschnitt stammt aus dem Keilbohrloch SDDSC222W1: Auf 0,6 m wurden 972,0 g/t Gold und 8,9 % Antimon analysiert. Daraus ergibt sich ein Gehalt von 993,2 g/t Goldäquivalent. Der Abschnitt liegt rund 620 m unter der Oberfläche und zählt laut Unternehmen zu den neun besten zusammengesetzten Bohrabschnitten des Projekts.
Das Mutterbohrloch SDDSC222 durchteufte zwischen 533,4 und 651,4 m eine 118 m mächtige, gestapelte mineralisierte Zone. Darin lag unter anderem ein Abschnitt von 5,7 m mit 7,5 g/t Goldäquivalent, einschließlich 3,4 m mit 10,8 g/t Goldäquivalent. Zusätzlich wurden Einzelanalysen von bis zu 108,0 g/t Gold sowie Antimonwerte von bis zu 26,2 % gemeldet.
Apollo East wächst in Richtung Oberfläche und Osten
Die Ergebnisse aus SDDSC223 und SDDSC227 ergänzen die Tiefenbohrung um oberflächennahe und östliche Erweiterungen. SDDSC227 lieferte über 5,1 m durchschnittlich 27,2 g/t Goldäquivalent, darunter 2,6 m mit 51,1 g/t Goldäquivalent. Innerhalb dieses Intervalls wurden Einzelwerte von 116,0 g/t Gold bei 32,5 % Antimon und 186,0 g/t Gold bei 5,2 % Antimon festgestellt.
- SDDSC223 enthielt 2,3 m mit 13,9 g/t Goldäquivalent sowie eine Einzelanalyse von 97,6 g/t Gold über 0,10 m.
- SDDSC227 traf mit 0,8 m bei 10,8 g/t Goldäquivalent den bislang östlichsten bedeutenden Bohrabschnitt im Hauptgebiet von Sunday Creek.
- Apollo East ist nach den neuen Ergebnissen über mehr als 140 m horizontaler Streichlänge definiert.
- Die Mineralisierung bleibt in Richtung Osten offen und tritt sowohl in der Tiefe als auch in oberflächennäheren Bereichen auf.
Antimon erhöht strategische Bedeutung
Neben dem Goldgehalt ist das Antimonprofil für die wirtschaftliche Einordnung relevant. Antimon gilt als kritischer Rohstoff und wird unter anderem in Flammschutzmitteln, Batterien, Halbleitern und Verteidigungsanwendungen eingesetzt. Bei Sunday Creek treten hohe Antimongehalte über die vertikale Ausdehnung des Systems auf. Das Unternehmen schätzt, dass Antimon auf Basis seiner Goldäquivalentrechnung rund 15 bis 17 % des potenziell gewinnbaren In-situ-Werts ausmachen könnte.
Die veröffentlichten Goldäquivalentwerte beruhen auf einer unternehmenseigenen Explorationsannahme, bei der Antimon mit einem Faktor von 2,39 in Goldäquivalent umgerechnet wird. Vorläufige metallurgische Arbeiten deuten laut Unternehmen auf eine mögliche Gewinnung von Gold und Antimon in getrennten Produkten hin. Diese Ergebnisse stellen jedoch noch keine wirtschaftliche Machbarkeitsentscheidung dar.
Analysten-Einordnung
Die Bohrergebnisse sind vor allem deshalb relevant, weil sie zwei bislang getrennte Risikofaktoren gleichzeitig adressieren: die Kontinuität der hochgradigen Mineralisierung in großer Tiefe und die Erweiterbarkeit von Apollo East in Richtung Oberfläche und Osten. Dies deutet darauf hin, dass Sunday Creek geologisch ein größeres und vertikal zusammenhängendes System sein könnte als eine Ansammlung einzelner hochgradiger Gänge.
Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine Verbesserung der Explorationsstory, nicht jedoch automatisch eine höhere Projektwirtschaftlichkeit. Der außergewöhnliche Abschnitt von 972,0 g/t Gold erstreckt sich nur über 0,6 m und muss im geologischen Zusammenhang mit breiteren, niedriggradigeren Zonen bewertet werden. Zudem handelt es sich um Bohrlochmächtigkeiten; die wahre Mächtigkeit wird bei den gemeldeten Intervallen überwiegend auf etwa 55 bis 80 % der beprobten Mächtigkeit geschätzt. Eine belastbare Mineralressource, Abbauplanung und Wirtschaftlichkeitsstudie sind damit nicht ersetzt.
Die Aktie notierte zuletzt bei 6,835 Euro und lag an diesem Handelstag 1,3 % im Minus, während die bisherige Jahresperformance bei 5,58 % lag. Die verhaltene Tagesbewegung zeigt, dass der Markt die Resultate offenbar zunächst nicht als kurzfristigen Neubewertungsimpuls einpreist. Bei einem Explorationsunternehmen bleiben jedoch weitere Bohrergebnisse, die Ressourcendefinition und der Nachweis einer skalierbaren Aufbereitung die entscheidenden Kurstreiber.
Bohrprogramm und Projektstand
Seit Ende 2020 wurden bei Sunday Creek 283 Bohrlöcher über insgesamt 136,9 km gemeldet. Darunter befinden sich 98 zusammengesetzte Abschnitte mit mehr als 100 g/t Gold sowie 111 zusammengesetzte Abschnitte mit mehr als 10 % Antimon, jeweils nach den vom Unternehmen verwendeten Cut-off-Kriterien.
Aktuell sind elf Bohrgeräte im Einsatz. Ergebnisse aus 72 Bohrlöchern stehen noch aus, darunter 50 Löcher im Hauptprojekt und 22 regionale Bohrungen. Das laufende Bohrprogramm umfasst insgesamt 200.000 m und soll bis zum ersten Quartal 2027 fortgesetzt werden.
Fazit & Ausblick
Southern Cross Gold stärkt mit den neuen Daten die These eines hochgradigen, gold- und antimonführenden Systems bei Sunday Creek. Kurzfristig richtet sich der Blick auf die ausstehenden Analysen und weitere Step-out-Bohrungen bei Apollo East. Für die längerfristige Bewertung müssen die Gehaltskontinuität, die tatsächlichen Mächtigkeiten, die Ressourcenschätzung und die metallurgische Ausbeute in weiterführenden Studien bestätigt werden.
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