Southern Cross Gold bohrt 7,9 m mit 19,9 g/t AuEq: Antimon-Perspektive im Sunday-Creek-System bestätigt
Kurzüberblick
Southern Cross Gold Consolidated hat am 6. Juli 2026 neue Bohrergebnisse aus seinem zu 100 % gehaltenen Gold-Antimon-Projekt Sunday Creek in Victoria vorgelegt. Im Fokus stehen sechs Bohrlöcher im oberen Abschnitt des Golden-Dyke-Prospekts – genau jene Zone, die in epizonalen Gold-Antimon-Systemen typischerweise besonders antimonreich ausgebildet ist.
Das stärkste Resultat kommt aus dem Bohrloch SDDSC233: 7,9 Meter mit 19,9 g/t AuEq, darin 2,8 g/t Gold und 7,1 % Antimon. Für Anleger ist dabei nicht nur die Gold-Komponente relevant: Das Management betont eine klare Antimon-Dominanz nahe der geplanten Explorationsstollen-Position. An der Börse notierte die Aktie zuletzt bei 5,97 Euro und damit leicht fester (+0,08 %); seit Jahresbeginn liegt sie jedoch im Minus (YTD: -7,78 %).
Marktanalyse & Details
Top-Ergebnisse: hochgradige Abschnitte im oberen Golden Dyke
Die neuen Ergebnisse stammen aus Bohrungen, die in einem engmaschig untersuchten Bereich unmittelbar oberhalb des geplanten Stollenfundaments angesetzt wurden. Die Gesellschaft verweist darauf, dass die tatsächliche Mächtigkeit der mineralisierten Abschnitte auf etwa 75 % bis 85 % der beprobten Mächtigkeit geschätzt wird.
- SDDSC233: 7,9 Meter mit 19,9 g/t AuEq ab 363,1 Meter; inklusive 3,7 Meter mit 37,5 g/t AuEq ab 367,3 Meter.
- SDDSC228: 0,4 Meter mit 86,2 g/t AuEq ab 246,8 Meter; darin 34,9 % Antimon.
- SDDSC224: 7,0 Meter mit 8,1 g/t AuEq ab 381,0 Meter; inklusive 1,7 Meter mit 25,2 g/t AuEq ab 385,3 Meter.
- SDDSC219: 4,8 Meter mit 1,9 g/t AuEq ab 316,2 Meter (unter anderem mit 1,6 g/t Au bei 2,3 % Sb in einem weiteren Abschnitt).
- Weitere Einzelwerte: Mehrere Proben überschreiten 20 % Antimon; einzelne Analysen erreichen bis zu 47,0 % Antimon.
Zusätzlich meldet das Unternehmen in drei Bohrlöchern neue bzw. erweiterte Aderstrukturen: In der Interpretation stützen diese Befunde das Bild eines weiterwachsenden Systems, bei dem die erwarteten Zielbereiche tatsächlich getroffen wurden.
Analysten-Einordnung: Warum die Antimon-Fokussierung Gewicht hat
Dies deutet darauf hin, dass Southern Cross Gold die geologische Zonierung im Sunday-Creek-System erfolgreich nutzt: Antimon konzentriert sich dem Modell zufolge in den oberen, flacheren Teilen, während in der Tiefe stärker golddominierte Mineralisierung zu erwarten ist. Für Anleger bedeutet das vor allem zwei Dinge: Erstens kann die Wahrscheinlichkeit steigen, dass weitere Bohrungen in der oberflächennahen Golden-Dyke-Zone durchgehend mineralisierte Abschnitte liefern. Zweitens rückt neben dem Gold auch die Vormaterial-Story (Antimon als kritisches Metall) stärker in den Mittelpunkt – insbesondere mit Blick auf Lieferkettenrelevanz und strategische Nachfrage.
Gleichzeitig bleibt die typische Explorationsphase ein Bewertungstreiber mit hoher Volatilität: Bohrergebnisse sind noch keine Ressource und hängen stark von Kontinuität, Geometrie und späterer wirtschaftlicher Aufbereitung ab. Da die tatsächliche Mächtigkeit nur geschätzt wird und die Gehalte zudem auf kurze Intervalle bzw. Ader-Segmenten beruhen können, entscheidet letztlich die nächste Entwicklungsstufe – unter anderem JORC-nahe Ressourcen-/Metriken sowie belastbare metallurgische und wirtschaftliche Parameter.
Programm-Update: viele Bohrungen offen – bis Q1 2027 läuft das Gesamtprogramm
Sunday Creek befindet sich in einem umfangreichen Bohrprogramm mit insgesamt 200.000 Metern bis ins 1. Quartal 2027. Aktuell sind elf Bohrgeräte im Einsatz, während Ergebnisse von 69 Bohrlöchern noch ausstehen. Für den Markt ist das relevant, weil die nun bestätigte Antimon-/Gold-Verteilung das weitere Bohr-Scoring und die Priorisierung der Zielbereiche beeinflussen dürfte.
Qualität der Daten: Labor- und QA/QC-Ansatz
Im veröffentlichten Rahmen werden für die Goldanalyse Feuerprobenverfahren und für Mehr-Element-Untersuchungen erweiterte Laborwege genannt; außerdem werden Kontrollproben, Duplikate und definierte Qualitätschecks im Prozess beschrieben. Das reduziert zwar nicht das grundsätzliche Explorationsrisiko, verbessert aber die Vertrauensbasis für die Interpretation einzelner hochgradiger Abschnitte.
Fazit & Ausblick
Die Bohrergebnisse aus dem oberen Golden Dyke stützen das geologische Zielbild: Antimonreiche Abschnitte treten im flacheren Systemteil auf und erweitern das Ader- und Kontinuitätsmodell. Für die nächsten Kursimpulse dürfte entscheidend sein, wie schnell und konsistent die ausstehenden 69 Bohrlöcher diese Muster bestätigen – besonders entlang der Golden-Dyke-Achse.
Der wichtigste Zeitrahmen bleibt das bis ins 1. Quartal 2027 laufende 200.000-Meter-Programm. Danach rückt die Phase der aggregierten Datenauswertung stärker in den Fokus, in der aus wiederholbaren Durchschneidungen belastbarere Ressourcenschätzungen abgeleitet werden können.
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