Sherwin-Williams Aktie: Umsatz wächst, doch EPS verfehlt die Erwartungen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Sherwin-Williams steigerte den Umsatz im dritten Quartal um 7,9 Prozent auf 6,86 Milliarden US-Dollar.
- Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 3,63 US-Dollar blieb unter der Markterwartung von 3,69 US-Dollar.
- Für 2026 erwartet der Konzern nun 11,85 bis 12,15 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie.
- Die Aktie notierte am 27. Oktober um 14:52 Uhr bei Lang & Schwarz 1,99 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Umsatzplus, aber höhere Kosten belasten
Der US-Farben- und Lackhersteller setzte im dritten Quartal 6,86 Milliarden US-Dollar um – 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und über der Analystenschätzung von 6,78 Milliarden US-Dollar. Preiserhöhungen und die Übernahme des brasilianischen Bautenanstrichgeschäfts Suvinil trugen zum Wachstum bei. Nach Unternehmensangaben legten die Verkäufe in allen drei berichtspflichtigen Segmenten zu, obwohl die Marktvolumina verhalten blieben.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie verfehlte Sherwin-Williams mit 3,63 US-Dollar den Konsens von 3,69 US-Dollar. Auch das bereinigte EBITDA lag mit 1,4 Milliarden US-Dollar leicht unter den Erwartungen. Höhere Rohstoff- und Lieferkettenkosten, der Produktmix sowie zusätzliche Ausgaben im Zusammenhang mit Suvinil belasteten. Der Nettogewinn sank um 1,5 Prozent auf 821 Millionen US-Dollar, unter anderem wegen höherer Einkommensteuern.
Engere Jahresprognose und Preiserhöhung
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Sherwin-Williams nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 11,85 bis 12,15 US-Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 11,80 bis 12,20 US-Dollar gelegen. Der Mittelwert von 12,00 US-Dollar entspricht dem RBC-Konsens, liegt aber leicht unter der Markterwartung von 12,09 US-Dollar. Das Unternehmen hält an seiner Umsatzwachstumsprognose im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich fest.
Für das vierte Quartal stellt der Konzern ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Zudem kündigte Sherwin-Williams für das Performance Coatings Group-Geschäft (PSG) eine Preiserhöhung von 8 Prozent mit Wirkung zum 1. September an. Im Quartal flossen nach Unternehmensangaben 749 Millionen US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück.
Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen, dass Preissetzung und Übernahmen das Umsatzwachstum auch bei schwacher Nachfrage stützen, die höheren Kosten aber bislang auf das Ergebnis drücken. Die leicht verfehlten Gewinnwerte und der gegenüber dem Marktkonsens etwas niedrigere Prognosemittelpunkt erklären den kurzfristigen Verkaufsdruck trotz Umsatzplus. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend wird, ob die Preiserhöhungen Kostensteigerungen auffangen und sich die Margen stabilisieren können. RBC bestätigte die Einstufung „Sector Perform“.
Fazit & Ausblick
Sherwin-Williams hält an Wachstum fest, liefert aber beim Gewinn keine positive Überraschung. Im Fokus stehen nun die Umsetzung der angekündigten Preiserhöhung, die Entwicklung der Rohstoff- und Lieferkettenkosten sowie das Ergebnis im vierten Quartal. Einen Termin für die nächste Zahlenvorlage enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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