Schneider Electric will Shelly Group übernehmen: Angebot bewertet sie mit knapp 1,3 Milliarden Euro
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Schneider Electric plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die bulgarische Shelly Group.
- Der angekündigte Angebotspreis beträgt 70 Euro je Aktie; das entspricht einer Bewertung von knapp 1,3 Milliarden Euro.
- Die Gründer unterstützen das Vorhaben, Schneider muss dafür aber mindestens 95 Prozent der Anteile direkt oder mittelbar erreichen.
- Shelly entwickelt vernetzte Smart-Home-Geräte wie Sensoren, Beleuchtungssysteme und smarte Steckdosen.
Marktanalyse & Details
Übernahmeangebot noch an Schwelle gebunden
Schneider Electric hat mit der Shelly Group eine Vereinbarung zur Unterstützung des geplanten Angebots geschlossen. Vorgesehen sind 70 Euro je Aktie. Das freiwillige öffentliche Angebot ist noch kein abgeschlossener Kauf: Schneider Electric muss am Ende mindestens 95 Prozent der Anteile direkt oder mittelbar halten. Die Gründer unterstützen das Vorhaben.
Shelly ist auf Geräte für das Internet der Dinge spezialisiert. Zum Sortiment gehören vernetzte Sensoren, Beleuchtungssysteme und Steckdosen, die sich in automatisierte Steuerungen für den Haushalt einbinden lassen. Die Aktien des Unternehmens werden in Sofia und Frankfurt gehandelt.
Strategischer Zugang zum Smart-Home-Markt
Der geplante Zukauf würde Schneider Electric stärker im Smart-Home-Bereich positionieren. Das Geschäft ergänzt das bestehende Profil des Konzerns rund um Energie- und Automatisierungstechnik um Geräte und Anwendungen für vernetzte Haushalte.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Schneider Electric den Ausbau seines Angebots nicht allein über eigene Produkte, sondern auch durch den Zugang zu Shellys Smart-Home-Portfolio vorantreiben will. Für Anleger ist entscheidend, ob das Angebot die erforderliche Annahmeschwelle erreicht und wie Schneider die Produkte und Vertriebskanäle künftig integriert. Aus den vorliegenden Angaben lässt sich weder ein möglicher Kaufpreisaufschlag auf den bisherigen Börsenkurs noch der finanzielle Beitrag von Shelly zum Konzern ableiten.
Fazit & Ausblick
Der nächste entscheidende Schritt ist die Veröffentlichung und Durchführung des freiwilligen Übernahmeangebots. Ob die Transaktion zustande kommt, hängt insbesondere davon ab, ob Schneider Electric die Schwelle von 95 Prozent erreicht. Ein Zeitplan für den Abschluss ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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