Schneider Electric Aktie: LBBW und Bernstein senken Kursziele trotz Kaufempfehlungen

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Das Wichtigste in Kürze

  1. LBBW senkt am 21. Oktober das Kursziel für Schneider Electric von 315 auf 295 Euro und bestätigt „Kaufen“.
  2. Bernstein reduziert das Ziel von 350 auf 340 Euro, hält aber an „Outperform“ fest.
  3. Beide neuen Kursziele liegen über dem aktuellen Kurs von 247,80 Euro.
  4. Schneider hatte nach starkem Wachstum im dritten Quartal die Jahresziele für Umsatz und bereinigtes Ebita angehoben.

Marktanalyse & Details

Kurszielsenkungen bei unverändert positiven Ratings

Die LBBW und Bernstein haben ihre Kursziele für Schneider Electric am 21. Oktober zurückgenommen. Die LBBW sieht den fairen Wert nun bei 295 statt 315 Euro und bekräftigt ihre Kaufempfehlung. Bernstein senkt das Ziel auf 340 von zuvor 350 Euro und bleibt bei „Outperform“. Die Anpassungen signalisieren eine vorsichtigere Bewertung, aber keinen Wechsel in eine negative Einschätzung der Aktie.

Auch die jüngsten Einschätzungen anderer Häuser fallen nicht einheitlich aus: Barclays hatte sein Ziel am 19. Oktober auf 326 Euro von 356 Euro gesenkt und „Overweight“ bestätigt. Die Bank of America hob ihr Kursziel dagegen auf 367 Euro an; die DZ Bank erhöhte ihren fairen Wert auf 355 Euro. Beim aktuellen Kurs von 247,80 Euro liegen die genannten Ziele weiterhin deutlich höher. Der Kurs notierte am 21. Oktober im Tagesverlauf 0,96 Prozent im Plus.

Starke Nachfrage stützt den Ausblick

Die zurückhaltenderen Kurszielanpassungen treffen auf ein operativ starkes Umfeld. Schneider Electric meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 11,5 Milliarden Euro, ein Plus von 18 Prozent; organisch und bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Wachstum bei rund 17 Prozent. Der Umsatz im Geschäft mit Rechenzentren mehr als verdoppelte sich.

Für 2026 erwartet der Konzern nun ein organisches Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent. Beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Ebita) lautet das Ziel auf ein organisches Plus von 18 bis 21 Prozent. Zuvor hatte Schneider 10 bis 13 Prozent Umsatzwachstum und 14 bis 19 Prozent Ebita-Zuwachs in Aussicht gestellt.

Analysten-Einordnung: Bewertung und Finanzierung im Blick

Die Kurszielsenkungen trotz beibehaltener positiver Ratings deuten darauf hin, dass einzelne Analysten nach dem jüngsten Lauf oder angesichts neuer Risiken vorsichtiger kalkulieren, ohne die Wachstumsthese grundsätzlich aufzugeben. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die starken Aussichten für Rechenzentren zwar eine zentrale Stütze bleiben, aber nicht automatisch weitere Kurszielanhebungen auslösen. Zusätzlich steht die Finanzierung der geplanten Übernahme des US-Softwareanbieters PTC im Fokus: Schneider kündigte dafür eine Kapitalerhöhung von rund sechs Milliarden Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts an. Die Übernahme ist mit 22,6 Milliarden US-Dollar beziffert. Eine solche Ausgabe neuer Aktien kann bestehende Beteiligungen verwässern; zugleich soll die Transaktion die Position des Konzerns bei Produktdesign, Konstruktion und Datenmanagement stärken.

Fazit & Ausblick

Im Mittelpunkt stehen nun die Umsetzung der angehobenen Jahresziele und die Finanzierung sowie Integration der PTC-Übernahme. Für die weitere Einschätzung der Aktie wird entscheidend sein, ob die Nachfrage aus dem Rechenzentrumsbereich anhält und sich das erwartete Wachstum in den Ergebnissen niederschlägt. Ein nächster konkreter Veröffentlichungstermin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

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