Rivian Automotive A Aktie: Jefferies stuft nach starkem Quartal auf Kaufen hoch
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Jefferies hebt Rivian am 30. Oktober von „Hold“ auf „Buy“ an und bestätigt das Kursziel von 17 US-Dollar.
- Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent auf 2,155 Milliarden US-Dollar.
- Der bereinigte Verlust je Aktie verringerte sich auf 0,48 US-Dollar; Rivian lieferte 19.248 Fahrzeuge aus.
- Rivian erhöhte die Jahresprognose auf 67.000 bis 70.000 Auslieferungen, während Goldman Sachs das Kursziel auf 13 US-Dollar senkte.
Marktanalyse & Details
Jefferies sieht nach dem Rücksetzer Einstiegschance
Jefferies stuft die Rivian-Aktie von „Hold“ auf „Buy“ hoch und belässt das Kursziel bei 17 US-Dollar. Die Analysten verweisen auf die jüngste Geschäftsentwicklung und einen Kursrückgang von rund 30 Prozent innerhalb von drei Monaten. Zugleich sieht Jefferies weiteres Potenzial, wenn Rivian seine Autonomie-Technologie entwickelt und daraus zusätzliche Geschäfte macht.
Als wichtige Termine nennt Jefferies eine für den 9. Dezember angekündigte Veranstaltung zu Autonomie und künstlicher Intelligenz sowie den Start des VW ID.1 im ersten Quartal. Diese Ereignisse könnten Hinweise darauf geben, wie weit Rivian bei seiner Point-to-Point-Autonomie und möglichen weiteren Software- und Elektronikpartnerschaften ist.
Quartalsergebnis und angehobene Prognose
Rivian erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 2,155 Milliarden US-Dollar, nach 1,56 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Damit lag der Erlös auch über den Markterwartungen von rund 2 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Verlust betrug 0,48 US-Dollar je Aktie und fiel damit geringer aus als der erwartete Verlust von 0,55 US-Dollar. Der GAAP-Nettoverlust sank von 1,167 Milliarden auf 913 Millionen US-Dollar.
- Auslieferungen: 19.248 Fahrzeuge, ein Anstieg von 46 Prozent zum Vorjahr.
- Neue Auslieferungsprognose für 2026: 67.000 bis 70.000 Fahrzeuge.
- Prognostizierter bereinigter EBITDA-Verlust 2026: 1,75 bis 1,85 Milliarden US-Dollar; Rivian verbesserte den Ausblick um 100 Millionen US-Dollar.
Nach Angaben von Rivian war der R2 im dritten Quartal das meistverkaufte Modell des Unternehmens nach Stückzahl. Jefferies hebt zudem die besser als erwartete Bestellumwandlung für die höherpreisige R2-Startversion hervor. Das könnte für den geplanten Ausbau des Modells relevant sein, bleibt aber von einer erfolgreichen Produktion und anhaltender Nachfrage abhängig.
Uneinheitliche Einschätzungen an der Wall Street
Die Aufstufung durch Jefferies steht einer vorsichtigeren Einschätzung von Goldman Sachs gegenüber: Die Bank senkte ihr Kursziel von 16 auf 13 US-Dollar und bestätigte die Einstufung „Neutral“. Die Analystenmeinungen spiegeln damit unterschiedliche Gewichtungen wider: Jefferies betont die operative Entwicklung und den Kursrückgang, während Goldman ein zurückhaltenderes Kurspotenzial signalisiert.
Analysten-Einordnung: Die besseren Quartalszahlen und die angehobene Auslieferungsprognose sprechen für Fortschritte bei Absatz und Kostenkontrolle. Sie beseitigen jedoch nicht das zentrale Risiko: Rivian erwartet weiterhin einen hohen bereinigten EBITDA-Verlust. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Bewertung nicht allein von den jüngsten Umsatz- und Auslieferungszuwächsen abhängt, sondern auch davon, ob Rivian die R2-Produktion verlässlich hochfahren und den Mittelverbrauch eindämmen kann.
Fazit & Ausblick
Das Quartal liefert Jefferies Argumente für die Aufstufung, doch das gesenkte Kursziel von Goldman Sachs unterstreicht die verbleibende Unsicherheit. Im Fokus stehen nun die Umsetzung der Jahresprognose, der Hochlauf des R2 und die angekündigte Autonomie-Veranstaltung am 9. Dezember. Rivians hoher erwarteter Jahresverlust bleibt ein wesentlicher Prüfstein für die weitere Entwicklung.
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