RIO TINTO Aktie: Mongolei federt Kupferrückgang in Chile ab
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BHP senkte seine Kupferproduktion im ersten Geschäftsquartal um 19 Prozent auf 400.700 Tonnen.
- Wartungsarbeiten und extreme Wetterbedingungen belasteten die Förderung in Chile; BHP bestätigte dennoch sein Jahresziel.
- Rio Tinto meldete zuvor ebenfalls weniger Kupfer aus Chile, glich den Rückgang aber mit höheren Mengen in der Mongolei aus.
- Mehrere Banken senkten zuletzt ihre Kursziele für Rio Tinto, während die Einstufungen von neutral bis „Outperform“ reichten.
Marktanalyse & Details
Chile setzt Kupferförderung unter Druck
Die Produktionsprobleme bei BHP unterstreichen die operativen Risiken in Chile, einem zentralen Kupferstandort der Branche. Im Quartal bis Ende September förderte der Konzern 400.700 Tonnen Kupfer – 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Neben planmäßigen Wartungsarbeiten führten extreme Wetterbedingungen zu Störungen in den Minen. BHP hielt gleichwohl an seinem Jahresziel fest.
Der Rückgang ist auch für Rio Tinto relevant, allerdings nicht als unmittelbarer Maßstab für dessen eigene Produktion. Rio hatte in der Vorwoche ebenfalls eine schwächere Kupferförderung an chilenischen Standorten gemeldet. Höhere Mengen aus der Mongolei glichen diese Belastung nach Unternehmensangaben jedoch aus. BHP erzielte im Quartal einen Kupferpreis von 7,01 US-Dollar je Pfund, gut 50 Prozent mehr als ein Jahr zuvor; die Eisenerzproduktion stieg leicht auf 66,5 Millionen Tonnen.
Kursziele zuletzt gesenkt
Auch die jüngsten Analystenmeldungen zeigen eine vorsichtigere Bewertung: ODDO BHF reduzierte am 19. Oktober das Kursziel von 6.700 auf 6.500 Pence und bestätigte „Outperform“. UBS senkte am 15. Oktober das Ziel von 7.400 auf 7.300 Pence bei „Neutral“; JPMorgan hatte es am 13. Oktober von 8.100 auf 7.950 Pence zurückgenommen und ebenfalls „Neutral“ beibehalten.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Anleger bei Rio Tinto nicht allein auf die Kupfernachfrage schauen sollten, sondern auch auf die Zuverlässigkeit der Förderung und den Ausgleich zwischen Regionen. Die höheren Mengen in der Mongolei zeigen einen möglichen Puffer gegen Chile-Risiken; sie belegen aber nicht, dass sich solche Ausfälle dauerhaft kompensieren lassen. Gleichzeitig können höhere Kupferpreise die Wirkung sinkender Fördermengen auf die Erlöse abmildern, garantieren jedoch keinen entsprechenden Gewinnanstieg.
Fazit & Ausblick
Für die weitere Einschätzung der Rio-Tinto-Aktie kommt es darauf an, ob das Unternehmen die Produktion außerhalb Chiles stabil hält und seine Förderziele erreicht. Bei BHP bleibt das bestätigte Jahresziel trotz des schwachen Quartals ein wichtiger Vergleichspunkt. Konkrete neue Förderprognosen oder ein nächster Ergebnistermin für Rio Tinto sind in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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