Platform Group bestätigt 2026-Guidance nach Rekordjahr 2025: Umsatz +39% und bereinigtes EBITDA +65%

Kurzüberblick
Die The Platform Group SE & Co. KGaA hat am 22. April 2026 ihre finalen, testierten Jahreszahlen für 2025 vorgelegt und zugleich die Prognose für 2026 vollumfänglich bestätigt. Im Fokus stehen dabei ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis sowie eine stabile Finanzierungslage trotz erhöhter Akquisitionsaktivität.
Für Anleger kommt die Meldung zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt: Die Aktie notierte zuletzt bei 4,02 € (22.04.2026, 08:11 Uhr) und markierte +14,37% am Handelstag, während das YTD weiterhin bei -25,28% liegt. Das unterstreicht, wie stark der Markt die Geschäftsentwicklung und die Bestätigung der Ziele einordnet.
Marktanalyse & Details
2025: GMV, Umsatz und Ergebnis wachsen überproportional
Das Unternehmen steigerte sein Gross Merchandise Volume (GMV) um 44% auf 1.303 Mio. € (2024: 903 Mio. €). Der Umsatz kletterte um 39% auf 728,1 Mio. € (2024: 524,6 Mio. €).
Besonders relevant ist die Profitabilität: Das bereinigte EBITDA stieg um 65% auf 55,0 Mio. € (2024: 33,3 Mio. €). Das berichtet auch eine stärkere Ertragswirkung als beim Umsatzwachstum.
- Adjusted EBITDA: 55,0 Mio. € (+65%)
- EBITDA (reported): 71,2 Mio. €
- Ergebnis je Aktie (EPS): 2,26 € (2024: 1,60 €)
- Partnernetzwerk: 16.610 (2024: 13.521)
- Aktive Kunden: 7,2 Mio. (2024: 5,1 Mio.)
Strategie: Profitabilität vor reines Wachstum – Portfolio wird aktiv gesteuert
Im Jahr 2025 setzte die Gruppe laut Mitteilung bewusst auf Profitabilität statt reinem Wachstum. Dazu gehörten der Verkauf von drei kleineren Beteiligungen sowie die Einstellung des Car-Subscription-Geschäfts. Gleichzeitig wurden elf strategische Akquisitionen vereinbart oder gestartet.
Operativ wurde das Angebot zudem um ein fünftes Segment "Optics & Hearing" erweitert. Für Anleger ist das ein wichtiger Punkt: Neue Segmente können Wachstumstreiber sein, erhöhen aber zugleich die Komplexität in Angebot, Integrations- und Go-to-Market-Prozessen.
Cashflow & Verschuldung: Bilanzqualität verbessert, Zielkorridor eingehalten
Trotz des hohen Akquisitionsniveaus stieg die Eigenkapitalquote auf 48,4% (2024: 41,8%). Der Verschuldungsgrad (definiert als bereinigtes EBITDA im Verhältnis zur Netto-Finanzverschuldung ohne Leasingverbindlichkeiten) lag bei 2,1 und damit im konservativen Zielkorridor von 1,5 bis 2,3.
- Operativer Cashflow: 59,7 Mio. € (2025)
- Leverage: 2,1 (Zielkorridor 1,5–2,3)
Dies deutet darauf hin, dass das Wachstum nicht nur auf der Umsatzseite stattfindet, sondern auch über Cash-Generierung und eine kontrollierte Kapitalstruktur abgesichert wird.
Analysten-Einordnung: Was die Zahlen über das Geschäftsmodell aussagen
Die überproportionale Entwicklung von bereinigtem EBITDA (+65%) gegenüber dem Umsatz (+39%) spricht für eine hohe Skalierbarkeit der Plattform- und Softwarelogik. Zugleich zeigt die bessere Eigenkapitalquote, dass die Kapitalallokation trotz M&A-Tempo nicht zulasten der Bilanzqualität geht.
Für Anleger bedeutet das: Die Bestätigung der 2026-Spanne ist weniger ein reines „Durchhalten“ als vielmehr eine Fortsetzung eines profitabilitätsorientierten Wachstumsmodells. Gleichzeitig bleibt das Risikoprofil zweigeteilt: Ein großer Teil der Dynamik hängt an Akquisitionen und deren Integration – die Guidance wird zudem aktualisiert, sobald weitere Transaktionen abgeschlossen sind. Wer investiert, sollte daher neben dem operativen Fortschritt besonders den Closing-Status und die Umsetzung der Integrationspläne im Blick behalten.
2026: Guidance bestätigt – nur Update bei weiteren M&A-Volllzug
Die Gesellschaft hält an den im Januar 2026 veröffentlichten Zielwerten fest: Für 2026 werden angestrebt ein GMV von 1,7 Mrd. €, Netto-Umsatz von 1,0 Mrd. € sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 70 Mio. € und 80 Mio. €.
Für die geplante Übernahme der AEP GmbH wurde zusätzlich eine Pro-forma-Ausblickslogik genannt: GMV 3,2 Mrd. €, Netto-Umsatz 2,0 Mrd. € und bereinigtes EBITDA 90–100 Mio. € – gültig nach Abschluss der Transaktion und Erfüllung der Kaufvertragsbedingungen.
Fazit & Ausblick
Die Jahreszahlen untermauern die Strategie: starkes Wachstum 2025 bei gleichzeitiger Verbesserung der Ertragsqualität und der Bilanzstruktur – verbunden mit einer unveränderten Guidance für 2026. Der nächste Belastungstest folgt mit den Quartalskennzahlen, um zu sehen, ob die Ergebnisspur auch im laufenden Jahr ebenso robust bleibt.
- Nächster Termin: Earnings Call zur Veröffentlichung der Q1 2026-Zahlen am 27. Mai 2026.
- Wichtig fürs Tracking: Umsetzung der M&A-Integrationen und Entwicklung des operativen Cashflows im Jahresverlauf.
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