Pfizer Aktie: Goldman und Citi erhöhen Kursziele nach Prognoseanhebung
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Goldman hebt das Pfizer-Kursziel von 26 auf 28 US-Dollar an und bestätigt Neutral.
- Citi erhöht das Kursziel von 27 auf 30 US-Dollar; auch hier bleibt die Einstufung Neutral.
- Pfizer steigerte im dritten Quartal den bereinigten Gewinn je Aktie auf 0,87 US-Dollar und hob die Jahresprognose an.
- Eine Pfizer-Tochter erhält im Zusammenhang mit Ralinepag eine Vorauszahlung von 525 Millionen US-Dollar.
Marktanalyse & Details
Kursziele steigen, Einstufungen bleiben neutral
Am 4. November haben Goldman und Citi ihre Kursziele für Pfizer angehoben. Goldman setzt den Zielwert nun bei 28 statt 26 US-Dollar an, Citi bei 30 statt 27 US-Dollar. Beide Häuser halten an der Einstufung Neutral fest. Die Anpassungen signalisieren damit bessere Kursannahmen, aber keinen Wechsel zu einer klar positiven Empfehlung.
Die Pfizer-Aktie notierte am Nachmittag bei 27,115 Euro und lag damit 1,27 Prozent im Plus. Der Kursanstieg des Tages fällt in eine Phase, in der Anleger die angehobene Unternehmensprognose und die neuen Analystenziele einordnen.
Quartalsergebnis stützt den Ausblick
Pfizer meldete für das dritte Quartal einen Umsatz von 16,58 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,87 US-Dollar. Beide Werte lagen über den durchschnittlichen Erwartungen. Ohne die rückläufigen Covid-Produkte wäre der Umsatz nach Unternehmensangaben im Jahresvergleich um sieben Prozent gewachsen; insgesamt blieb er nahezu stabil.
Für 2026 erwartet der Konzern nun einen Umsatz von 62 bis 64 Milliarden US-Dollar, nach zuvor 60,5 bis 62,5 Milliarden. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie stieg auf 2,95 bis 3,05 US-Dollar, gegenüber einer vorherigen Spanne von 2,80 bis 3,00 US-Dollar. Pfizer führt die robustere Entwicklung unter anderem auf die Nachfrage nach neueren Medikamenten zurück.
Ralinepag-Vereinbarung bringt Vorauszahlung
United Therapeutics vereinbarte mit Arena Pharmaceuticals, einer Pfizer-Tochter, die Ablösung sämtlicher Lizenzgebühren für Ralinepag. Dafür ist eine einmalige Vorauszahlung von 525 Millionen US-Dollar vorgesehen. Der Wirkstoff wird für pulmonale arterielle Hypertonie entwickelt; ein Zulassungsantrag wird derzeit von der US-Arzneimittelbehörde geprüft. Die Vereinbarung betrifft eine Tochtergesellschaft und ist getrennt von Pfizers operativer Jahresprognose zu betrachten.
Analysten-Einordnung: Die angehobenen Kursziele passen zur verbesserten Gewinn- und Umsatzprognose, doch die unveränderten Neutral-Ratings zeigen, dass die positiven Quartalsdaten allein noch keine einhellig optimistische Bewertung ausgelöst haben. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend bleibt, ob Pfizer das Wachstum seiner neueren Medikamente verstetigen und die rückläufigen Covid-Erlöse weiter ausgleichen kann. Die Ralinepag-Zahlung schafft einen zusätzlichen finanziellen Impuls, ist aber kein wiederkehrender Umsatzstrom.
Fazit & Ausblick
Pfizer startet mit einem besseren Quartal, angehobenen Jahreszielen und höheren Kurszielen in die weitere Neubewertung. Die nächsten wichtigen Prüfsteine sind die Umsetzung der Prognose im Schlussquartal sowie Fortschritte bei neuen Produkten und der Pipeline. Die heute bestätigten Neutral-Einstufungen unterstreichen, dass der Markt dafür belastbare Folgebelege sehen dürfte.
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