pferdewetten.de senkt 2025-Prognose wegen Sondereffekten: EBITDA auf minus 3,5 bis minus 3,8 Mio. Euro
Kurzüberblick
Die pferdewetten.de AG hat am 7. August 2026 ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2025 deutlich zurückgenommen. Hintergrund sind einmalige Sondereffekte, die das EBITDA voraussichtlich in Summe um rund 4,3 Mio. Euro negativ beeinflussen.
Für 2025 rechnet der Vorstand nun mit einem EBITDA von minus 3,5 bis minus 3,8 Mio. Euro statt bislang mit einem leicht positiven Wert. Für das erste Halbjahr 2026 erwartet das Unternehmen dagegen ein positives operatives, ungeprüftes EBITDA von etwa 3 Mio. Euro.
Marktanalyse & Details
Ergebnis-Update: Guidance-Knick bei 2025, Hoffnungsschimmer für 2026
- 2025: bisher gut 0,7 Mio. Euro (leicht positiv) erwartet – nun minus 3,5 bis minus 3,8 Mio. Euro
- Auslöser: erwartete einmalige Sondereffekte mit insgesamt rund 4,3 Mio. Euro negativer Wirkung auf das EBITDA
- 1. Halbjahr 2026: positives operatives, ungeprüftes EBITDA von etwa 3 Mio. Euro
Für Anleger ist entscheidend, dass die kommunizierten Zahlen einen klaren Prognosewechsel darstellen: Der Vorstand ordnet das Nichterreichen der bisherigen EBITDA-Erwartung als überwiegend wahrscheinlich ein – und verlagert den Fokus damit kurzfristig auf die Bestätigung der operativen Erholung.
Woher kommen die Sondereffekte?
Das Unternehmen nennt mehrere Posten, die im Rahmen der Abstimmung mit dem Wirtschaftsprüfer und einer rechtlichen Abwägung neu bewertet bzw. ergebniswirksam werden:
- Auf offene Forderungen aus eingestellten Geschäftsbeziehungen werden sicherheitshalber Wertberichtigungen von bis zu ca. 900 TEuro vorgenommen.
- Teile bislang aktivierter Aufwendungen aus Akquisitionen werden direkt als Aufwand erfasst (bis zu rund 200 TEuro).
- Im Zusammenhang mit einer Akquisition kann ein Schuldbeitritt im negativen Fall zu einer Inanspruchnahme von bis zu 1,1 Mio. Euro führen.
- Einmalkompensationen bei der Restrukturierung von Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern summieren sich auf gut 400 TEuro.
- Noch nicht final greifende Optimierungen der Rechnungsstruktur im IT-Bereich werden – nach rechtlicher Abwägung – neu erfasst (rund 1,3 Mio. Euro).
- Zusätzlich fallen erhöhte Prüfungsaufwendungen von gut 300 TEuro an.
Der Vorstand betont zudem, dass eine exakte Bezifferung aktuell nicht feststeht, weil Diskussionen und Evaluierungen noch laufen. Damit bleibt die Aussagekraft für die „normale“ Ertragskraft 2025 vorerst eingeschränkt.
Analysten-Einordnung
Die Struktur der Anpassungen deutet darauf hin, dass der Ergebnisbruch 2025 weniger aus einer plötzlichen operativen Schwäche, sondern vor allem aus Bewertungs- und Rechts-/Abwicklungseffekten entsteht. Das erklärt, warum das Management gleichzeitig für das erste Halbjahr 2026 ein positives operatives EBITDA in Aussicht stellt. Für Anleger bedeutet das jedoch nicht automatisch Entwarnung: Posten wie mögliche Inanspruchnahmen aus einem Schuldbeitritt (bis zu 1,1 Mio. Euro) können – je nach Ausgang der Sachverhalte – künftig auch Liquiditätsthemen berühren oder weitere Korrekturen auslösen. Positiv ist dagegen, dass das Finanzergebnis durch die Zinssatzänderung zweier Wandelanleihen von 7,50% auf 2,50% sowie durch einen einmaligen Restrukturierungseffekt in Höhe von ca. 3,4 Mio. Euro teilweise entlastet wird. Entscheidend wird daher sein, ob die operative Entwicklung 2026 nicht nur als Zwischenbild (H1) bestätigt wird, sondern auch im Gesamtjahr wieder in eine belastbare Ertragsstrecke übergeht.
Börsenkontext: Aktie bleibt stark unter Druck
Zur Einordnung: Die Aktie notiert zuletzt bei 1,93 Euro (Stand 07.08.2026, 22:55 Uhr). Seit Jahresanfang liegt die Wertentwicklung bei -29,56%, während die Tagesperformance bei 0% liegt. Damit spiegelt das Chartbild vor allem die erhöhten Unsicherheiten rund um Ergebnisqualität und Prognosefähigkeit wider.
Fazit & Ausblick
Für 2025 müssen Anleger die neue Guidance und die erklärten Sondereffekte als zentralen Bewertungsmaßstab betrachten: Das EBITDA wird nach unten korrigiert, während die operative Dynamik über 2026 (mindestens im ersten Halbjahr) weiterhin Hoffnung vermittelt. Als nächstes dürfte vor allem die Konkretisierung der offenen Sachverhalte im Rahmen der endgültigen Abschlüsse und eine belastbarere Prognose nach dem Audit-Rhythmus den Ausschlag geben – insbesondere mit Blick darauf, ob potenzielle Haftungsrisiken und IT-/Rechnungsstruktur-Themen vollständig abgeschlossen sind.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.