pferdewetten.de senkt 2025-EBITDA-Prognose: erwartet (-3,5 bis -3,8 Mio. Euro) statt 0,7 Mio. Euro

Pferdewetten.de AG

Kurzüberblick

Die pferdewetten.de AG hat am 07.08.2026 ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2025 deutlich nach unten korrigiert. Der Vorstand führt einmalige Sondereffekte an, die das EBITDA im Volumen von insgesamt rund 4,3 Mio. Euro voraussichtlich klar belasten. Statt eines bislang leicht positiven Ergebnisses erwartet das Unternehmen nun ein negatives EBITDA im Bereich von (-3,5 bis -3,8 Mio. Euro).

Gleichzeitig zeigt sich für das erste Halbjahr 2026 operativ eine Erholung: Der Vorstand rechnet mit einem positiven, ungeprüften operativen EBITDA von etwa 3 Mio. Euro. An der Börse notiert die Aktie zur Mittagszeit bei 1,99 Euro (+2,58%), bleibt aber auf Jahressicht unter Druck (YTD: -27,37%).

Marktanalyse & Details

Warum pferdewetten.de 2025 das EBITDA senkt

Im Kern nennt der Vorstand Belastungen aus Bewertungs- und Umbuchungsentscheidungen sowie Kosten, die im bisherigen Prognosebild offenbar nicht in dieser Höhe bzw. zeitlichen Zuordnung enthalten waren. Dazu zählen insbesondere:

  • Erhöhte Wertberichtigungen auf offene Forderungen aus eingestellten Geschäftsbeziehungen (bis zu ca. 900 TEuro).
  • Nachträgliche Aufwandserfassung bislang teilweise aktivierter Akquisitionsaufwendungen (bis zu rund 200 TEuro).
  • Potenzielle Inanspruchnahme aus einem Schuldbeitritt im Rahmen einer Akquisition (im negativen Fall bis zu 1,1 Mio. Euro).
  • Einmalige Effekte aus der Restrukturierung von Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern (gut 400 TEuro) sowie neu erfasste IT-bezogene Optimierungen (rund 1,3 Mio. Euro).
  • Höhere Prüfungsaufwendungen (gut 300 TEuro).

Die Gesellschaft betont, dass das Nichterreichen der bislang positiven EBITDA-Prognose für 2025 auf Basis der genannten Sondereffekte als überwiegend wahrscheinlich gilt. Der exakte Umfang der negativen Anpassung sei noch nicht final, weil Diskussionen und Evaluierungen weiterlaufen.

Gegenwind 2025: Einmalige Effekte – Rückenwind im Finanzergebnis

Während die operative Sicht in 2025 durch Sondereffekte stark gedämpft wird, verweist der Vorstand auf einen positiven Finanzeffekt: Eine Zinssatzänderung der beiden Wandelanleihen von 7,50% p.a. auf 2,50% p.a. verbessert das Finanzergebnis.

Zusätzlich fällt für 2025 ein einmaliger positiver Effekt aus der Restrukturierung der beiden Wandelanleihen in Höhe von ca. 3,4 Mio. Euro an. Damit steht auf der Ergebnisrechnung ein schwieriges Bild aus operativ/sonstigen Einmaleffekten auf der einen und finanzseitigen Sondereffekten auf der anderen Seite.

Operatives Bild 2026: Erste Halbjahres-Erholung als Signal

Für 2026 zeigt sich bislang eine stabilere Entwicklung: Der Vorstand erwartet für das erste Halbjahr 2026 ein positives operatives EBITDA von etwa 3 Mio. Euro (ungeprüft). Das ist insbesondere deshalb relevant, weil die 2025-Prognoseanpassung stark durch Einmalbelastungen geprägt ist.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass das Management die Ergebnislage in 2025 vor allem durch bislang noch nicht vollständig abgeschlossene Bewertungsthemen und Umbuchungen belastet sieht, während das laufende Geschäft 2026 bislang wieder besser greifen könnte. Für Anleger bedeutet das: Der kurzfristige Ertragsschock ist zwar real, die Bewertung der Aktie dürfte aber stärker davon abhängen, ob das operative EBITDA in den Folgemonaten stabil bleibt und ob die aus Akquisitionen bzw. Schuldbeitritten resultierenden Risiken tatsächlich abschließend geklärt werden. Da die genaue Höhe der negativen Anpassungen noch nicht final ist, bleibt zudem ein Prognose- und Bewertungsrisiko für 2025 bestehen, bis die Details im Jahresabschluss transparent bestätigt sind.

Marktreaktion: Aktie reagiert – Risikoaufschlag bleibt

Mit 1,99 Euro (+2,58% am Handelstag) zeigt der Markt zwar eine gewisse Risikofreigabe. Gleichzeitig bleibt die Aktie mit -27,37% seit Jahresbeginn auf deutlich unsicherem Terrain. Das spricht dafür, dass Investoren die operative Wende zwar prüfen, aber die Einmalbelastungen und deren Abwicklung weiterhin kritisch bewerten.

Fazit & Ausblick

pferdewetten.de stellt 2025 auf ein deutlich schwächeres EBITDA-Ergebnis ein, getrieben durch verschiedene einmalige Sondereffekte. Gleichzeitig liefert das erwartete positive, ungeprüfte operative EBITDA für H1 2026 einen wichtigen Hoffnungsschimmer für die Trendwende.

Für die nächsten Schritte werden insbesondere die endgültige Bewertung der genannten Sondereffekte im Jahresabschluss sowie die Bestätigung der Halbjahreszahlen 2026 entscheidend sein. Anleger dürften zudem darauf achten, ob das Management einen belastbaren Ausblick für die weitere Ergebnisspanne im Gesamtjahr 2026 nachlegt.

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