PayPal bleibt bei kleinen Onlinekäufen vorn – Ratenzahlung ab 1.000 Euro wird beliebter
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- 15 Prozent der Befragten bevorzugen bei Onlinekäufen ab 1.000 Euro eine Ratenzahlung – vor knapp zwei Jahren waren es neun Prozent.
- Bei größeren Bestellungen bleibt der Rechnungskauf mit 29 Prozent die beliebteste Zahlungsart; PayPal folgt mit 21 Prozent.
- Bei kleineren Beträgen von 25 oder 100 Euro ist PayPal laut Umfrage klar vorn, Ratenzahlung wird dort selten gewählt.
- Die Zahlungspräferenzen unterscheiden sich nach Einkommen: Unter 2.000 Euro netto wählen 23 Prozent Raten, ab 4.000 Euro sind es sieben Prozent.
Marktanalyse & Details
Ratenzahlung gewinnt bei hochpreisigen Bestellungen an Zuspruch
In Deutschland steigt die Bereitschaft, größere Onlinekäufe in Teilbeträgen zu bezahlen. Bei Bestellungen im Wert von 1.000 Euro würden 15 Prozent der Befragten bevorzugt eine Ratenzahlung nutzen. Bei einer vergleichbaren Befragung vor knapp zwei Jahren lag der Anteil noch bei neun Prozent.
Die Wahl hängt auch mit dem Einkommen zusammen: Unter den Befragten mit weniger als 2.000 Euro Nettoeinkommen würden 23 Prozent in Raten zahlen. Bei einem Nettoeinkommen von mindestens 4.000 Euro sind es sieben Prozent. Die Umfrage bildet damit unterschiedliche Zahlungspräferenzen ab, sagt aber für sich genommen nichts darüber aus, ob finanzielle Gründe oder andere Motive ausschlaggebend sind.
PayPal punktet vor allem bei kleineren Beträgen
Bei Onlinekäufen ab 1.000 Euro liegt der Rechnungskauf mit 29 Prozent vorne. PayPal kommt auf 21 Prozent, Debit- und Kreditkarten zusammen beziehungsweise als genannte Kartenkategorie auf 14 Prozent. Bei kleineren Bestellungen über 25 oder 100 Euro ist PayPal laut den Umfrageergebnissen dagegen die klar beliebteste Wahl; Ratenzahlung spielt dort nur eine geringe Rolle.
Die Befragung wurde im Juli 2026 online unter 1.002 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren durchgeführt. Sie gilt den Angaben zufolge als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.
Analysten-Einordnung: Die Ergebnisse zeigen zwei unterschiedliche Nutzungssituationen: PayPal ist bei alltäglichen, kleineren Zahlungen stark, während bei hochpreisigen Käufen Rechnung und Ratenzahlung stärker ins Gewicht fallen. Dies deutet darauf hin, dass der Wettbewerb im digitalen Bezahlen nicht allein über die Bekanntheit einer Marke entschieden wird, sondern auch über passende Zahlungsoptionen für unterschiedliche Warenkörbe. Für PayPal ist die wachsende Ratenzahlungspräferenz ein relevantes Marktsignal, aber die Umfrage belegt weder einen direkten Zuwachs bei PayPals Ratenangebot noch eine Veränderung der Geschäftszahlen.
Fazit & Ausblick
Für PayPal bleibt die starke Präferenz bei kleineren Onlinekäufen ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Zugleich wächst bei größeren Bestellungen die Nachfrage nach aufgeschobener oder gestaffelter Zahlung. Entscheidend wird sein, ob Zahlungsdienste diese Bedürfnisse mit transparenten und für Kunden passenden Angeboten bedienen können. Die Umfrage liefert dazu einen Hinweis auf Verbraucherpräferenzen, aber keine Prognose für Umsatz oder Marktanteile.
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