On Holding hebt FY26-Ausblick an: Umsatz- und Margenziele steigen – Aktie profitiert von starkem Q1
Kurzüberblick
On Holding hat am 12. Mai 2026 den Blick nach vorn geschärft: Der Schweizer Laufschuhhersteller erhöhte die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und verwies dabei auf einen starken Jahresstart. Gleichzeitig legte das Unternehmen im ersten Quartal beim Umsatz deutlich zu und übertraf mit dem Ergebnis ebenfalls die Erwartungen des Marktes.
Die Aktie notierte zur Mittagszeit auf der Lang- & Schwarz Exchange bei 29,97 Euro und legte am Tag um 3,24% zu. Trotz dieser Erholung bleibt die Bilanz für 2026 insgesamt noch schwach – die YTD-Performance liegt bei minus 25,45%. Der Schritt zur Anhebung von Umsatz- und Margenzielen signalisiert vor allem: On will die Premium-Strategie weiter in margenstarkes Wachstum übersetzen – trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheit.
Marktanalyse & Details
Q1-Ergebnis: Wachstum mit Signalwirkung
Im ersten Quartal steigerte On den Umsatz auf 831,9 Mio. CHF nach 726,6 Mio. CHF im Vorjahr. Auch auf der Ergebnis-Ebene zeigt sich der Aufwärtstrend: Das Quartalsergebnis lag bei 0,37 CHF je Aktie nach 0,21 CHF im Vorjahr.
Für Anleger ist dabei entscheidend, dass das Unternehmen nicht nur Wachstum meldet, sondern mit dem Folgeausblick auch die Qualität dieses Wachstums betont: Brand- und Absatzdynamik sollen die Grundlage schaffen, um Margen nicht nur kurzfristig zu verbessern, sondern planbar auszubauen.
FY26-Ausblick: Umsatz hoch, Margenband erweitert
On hob die Prognose für das Gesamtjahr 2026 an:
- Umsatz: mindestens 3,51 Mrd. CHF statt mindestens 3,44 Mrd. CHF
- Adjusted-EBITDA-Marge: 19,5% bis 20,5% statt 18,5% bis 19%
- Bruttogewinnmarge: mindestens 64,5% statt mindestens 63%
Das Management begründet den stärkeren Ausblick mit einem „starken Start“ in 2026, weiter wachsendem Brand-Momentum über Märkte, Kanäle und Communities sowie konsequenter Ausführung bei gleichzeitigem Ausbau der Innovationspipeline. Gerade die Kombination aus mehr Umsatz und höherer Margenleitplanke wirkt dabei wie ein doppeltes Signal: Nachfrage und Kosten-/Mix-Disziplin laufen zusammen.
Analysten-Einordnung: Was die Margen-Upgrades wirklich bedeuten
Die Anhebung der Bruttogewinnmarge auf mindestens 64,5% und die Erweiterung der Adjusted-EBITDA-Marge auf 19,5% bis 20,5% deutet darauf hin, dass On die Premium-Positionierung auch im Wachstum zunehmend in Marge übersetzt. Für Anleger bedeutet das: Der Markt muss weniger davon ausgehen, dass zusätzliche Absatzimpulse „erkauft“ werden – etwa durch verstärkte Preisnachlässe oder eine dauerhafte Verwässerung der Ergebnisqualität.
Gleichzeitig sollte die aktuelle Dynamik kritisch begleitet werden: In der Vergangenheit standen bei Wachstumswerten häufig Fragen im Raum, wie nachhaltig die Nachfrage in den Vertriebskanälen ist und wie stark die Marge von Marketing- und Mix-Effekten abhängt. Der optimistischere Rahmen für 2026 liefert zwar Entwarnung, ersetzt aber nicht die Prüfung der Treiber in den nächsten Quartalen – besonders bei der Entwicklung von Wholesale versus Direct-to-Consumer und bei den Kostenhebeln.
Leadership-Übergang: Kontinuität als Kernthema
Am gleichen Tag betonte On zudem die neue Co-CEO-Rolle innerhalb der Unternehmensführung. Die Aussage, die Strategie solle unverändert fortgeführt werden, zielt erkennbar darauf ab, Unsicherheit bei Anlegern zu reduzieren: Gerade nach Führungswechseln verlangen Kapitalmärkte klare Prioritäten bei Produkt, Distribution und Margensteuerung.
Fazit & Ausblick
Mit dem angehobenen Umsatz- und Margenrahmen erhöht On die Visibilität für Anleger – und setzt ein Zeichen, dass das Unternehmen den Wachstumspfad nicht nur mengengetrieben, sondern zunehmend profitabler gestalten will. Der Kursanstieg am 12. Mai passt dazu: Marktteilnehmer preisen offenbar weniger Risiko ein als noch vor wenigen Wochen.
Für die nächsten Schritte bleibt entscheidend, ob On die Margenleitplanken in den Folgequartalen bestätigt. Anleger sollten deshalb besonders auf die Entwicklung der Bruttogewinnmarge, die Adjusted-EBITDA-Rate sowie die strategische Balance zwischen Wachstum in verschiedenen Absatzkanälen achten.
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