On Holding: Gründer und Co-CEOs kaufen je 60.000 Aktien – Prognose stützt die Erholung
Kurzüberblick
On Holding steht nach einer starken Marktphase erneut im Fokus: Am 15.05.2026 haben mehrere Top-Manager eigene Aktien gekauft. Konkret erwarben die Co-CEOs Caspar Coppetti und David Michael Allemann sowie der Gründer und Direktor Olivier Bernhard jeweils 60.000 On-Aktien zum durchschnittlichen Preis von 36,64 US-Dollar – das entspricht einem Volumen von rund 2,2 Mio. US-Dollar pro Person. Das Unternehmen bleibt damit auch aus Sicht der Insider ein Thema.
Die Käufe kommen wenige Tage nach dem operativen Update: Beim Q1-Bericht am 12.05.2026 lieferte On deutlich bessere Kennzahlen und hob die Finanzziele für 2026 an. Für Anleger ist das relevant, weil die Aktie zuletzt zwar zulegte, seit Jahresanfang aber weiter deutlich unter Druck steht (zuletzt 31,57 EUR, +0,32% am Tag; YTD: -21,47%).
Marktanalyse & Details
Manager-Eigenkäufe: Wie stark ist das Signal?
- Caspar Coppetti: Kauf von 60.000 Aktien zu 36,64 US-Dollar (rund 2,2 Mio. US-Dollar), danach insgesamt 2,38 Mio. Aktien.
- David Michael Allemann: Kauf von 60.000 Aktien zu 36,64 US-Dollar (rund 2,2 Mio. US-Dollar), danach insgesamt 2,84 Mio. Aktien.
- Olivier Bernhard: Kauf von 60.000 Aktien zu 36,64 US-Dollar (rund 2,2 Mio. US-Dollar), danach insgesamt 5,16 Mio. Aktien.
Solche abgestimmten bzw. zeitlich nahen Käufe durch mehrere Führungskräfte werden am Kapitalmarkt häufig als Vertrauensbeweis interpretiert. Für Außenstehende ist dabei entscheidend, dass es sich nicht um Kleinstbeträge handelt, sondern um eine Größenordnung, die persönlich spürbar ist.
Q1-Report und angehobene FY26-Leitplanken
Am 12.05.2026 meldete On für das erste Quartal 2026: Umsatz von 831,9 Mio. CHF nach 726,6 Mio. CHF im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,37 CHF gegenüber 0,21 CHF im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig verbesserte das Unternehmen seine Erwartungen für das Gesamtjahr.
- Umsatz FY26: mindestens 3,51 Mrd. CHF (zuvor mindestens 3,44 Mrd. CHF).
- Bereinigte EBITDA-Marge FY26: 19,5% bis 20,5% (zuvor 18,5% bis 19%).
- Bruttogewinnmarge FY26: mindestens 64,5% (zuvor mindestens 63%).
Begründet wurde das mit einem starken Saisonstart, weiterem Markenauftrieb über Märkte und Vertriebskanäle sowie einer Premium-Positionierung inklusive Disziplin bei der Umsetzung.
Analysten-Einordnung: Margenrisiken vs. Signalwirkung
Für Anleger deutet diese Kombination aus Insider-Käufen und erhöhter Prognosespanne darauf hin, dass On die Wachstumserzählung derzeit nicht nur steigert, sondern auch profitabel absichern kann. Genau hier lag laut Analysten zuvor der Kernkonflikt: Skepsis gab es vor allem wegen möglicher Abkühlung im Wholesale sowie der Frage, wie stark die direkte Nachfrage von bezahltem Marketing abhängt. Das ist eine relevante Beobachtung, weil bei steigender Marketingintensität zwar Umsatz wachsen kann, die Margen aber empfindlicher werden.
Mit der Anhebung von EBITDA- und Bruttogewinnmarge sendet On ein Gegensignal: Wenn die Marge tatsächlich in der erwarteten Bandbreite bleibt, reduziert das den Druck, ausschließlich über Volumen zu wachsen. Gleichzeitig bleibt der Übergang in der Unternehmensführung ein Beachtungspunkt: Im Zuge des Quartalsberichts wurden Gründer Coppetti und Allemann als Co-CEOs bestätigt, während Martin Hoffmann als CEO & CFO zurücktrat. Für die Marktkommunikation ist entscheidend, ob die Strategie-Kontinuität auch operativ im zweiten Halbjahr nachweisbar bleibt.
Fazit & Ausblick
Die jüngsten Käufe wichtiger Führungskräfte wirken wie ein Vertrauenssignal, während die angehobenen FY26-Leitplanken die operative Schlagseite stützen. Für die nächsten Wochen wird jedoch weniger die Schlagzeile zählen als die Umsetzung: Anleger sollten besonders beobachten, ob On die Margenpfade in den Folgequartalen halten kann und wie robust die Nachfrage über Marketing und Vertriebskanäle hinweg bleibt.
Ausblick: Der nächste entscheidende Schritt sind die weiteren Quartalszahlen nach dem Q1-Update, in denen sich zeigen muss, ob Wachstum und Marge im Einklang mit der neuen Spanne bleiben.
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