NVIDIA-Chef Huang erwartet Verdopplung der Chipverkäufe im kommenden Jahr
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- NVIDIA-Chef Jensen Huang erwartet, dass sich die Chipverkäufe des Konzerns im kommenden Jahr verdoppeln.
- Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach Beschleunigern für Rechenzentren und KI-Systeme weltweit an.
- NVIDIA prognostiziert für das kommende Geschäftsjahr bereits ein Umsatzwachstum von 70 Prozent; bei gelösten Lieferengpässen wäre laut Huang mehr möglich.
- Die NVIDIA-Aktie steigt am 18. September 2026 um 0,6 Prozent auf 192,14 Euro und liegt seit Jahresbeginn 19,91 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Huang sieht anhaltenden KI-Boom
Jensen Huang rechnet damit, dass NVIDIA innerhalb der kommenden zwölf Monate doppelt so viele Chips verkaufen kann wie im laufenden Geschäftsjahr. Der Vorstandschef begründet den Ausblick mit der rasch wachsenden Verbreitung künstlicher Intelligenz in Unternehmen und zahlreichen Wirtschaftssektoren.
Im Mittelpunkt stehen KI-Beschleuniger, die für das Training und den Betrieb moderner KI-Systeme benötigt werden. Die Nachfrage übersteigt nach den vorliegenden Angaben weiterhin das verfügbare Angebot. NVIDIA hatte zuletzt für das kommende Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von rund 70 Prozent in Aussicht gestellt. Eine vollständige Auflösung der Lieferengpässe könnte das Wachstum zusätzlich beschleunigen.
Aktie reagiert verhalten positiv
Die NVIDIA-Aktie notiert im europäischen Handel bei 192,14 Euro und gewinnt 0,6 Prozent. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf 19,91 Prozent. Die Kursreaktion fällt damit deutlich verhaltener aus als die von Huang in Aussicht gestellte Absatzdynamik. Das zeigt, dass Anleger neben dem Nachfragepotenzial auch die hohe Bewertung, die Produktionskapazitäten und die Nachhaltigkeit des KI-Investitionszyklus berücksichtigen.
Analysten-Einordnung
Dies deutet darauf hin, dass NVIDIA seine führende Position im Markt für KI-Hardware kurzfristig weiter ausbauen kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht automatisch eine Verdopplung des Umsatzes oder des Gewinns: Entscheidend sind die verfügbare Fertigungskapazität, die Lieferfähigkeit der gesamten Lieferkette und die Zahlungsbereitschaft der großen Rechenzentrumsbetreiber.
Die Aussage zum Chipvolumen ist deshalb von der Umsatzprognose zu unterscheiden. Mehr verkaufte Chips können das Wachstum stützen, müssen sich aber nicht im gleichen Verhältnis auf den Umsatz auswirken. Zudem könnten steigende Investitionen der Kunden, regulatorische Risiken und ein möglicher Wettbewerb durch eigene KI-Chips großer Cloud-Anbieter die Dynamik begrenzen.
Fazit & Ausblick
Huang liefert mit seiner Absatzprognose einen neuen positiven Impuls für die NVIDIA-Aktie und den gesamten KI-Halbleitersektor. Im Fokus stehen nun die nächsten Quartalszahlen, die Entwicklung der Lieferkapazitäten sowie Hinweise darauf, ob die Nachfrage tatsächlich in eine Verdopplung der ausgelieferten Chips mündet.
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