Nvidia-Aktie: Jensen Huang erwartet Verdoppelung des Chipabsatzes im kommenden Jahr
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Nvidia-Chef Jensen Huang erwartet, dass der Konzern in den nächsten zwölf Monaten doppelt so viele Chips verkauft.
- Die Nachfrage wird laut Huang durch den breiten Einsatz künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Volkswirtschaften angetrieben.
- Nvidias aktuelle Finanzprognose sieht für das Geschäftsjahr bis Januar 2028 zunächst ein Umsatzwachstum von 70 Prozent vor.
- Die Nvidia-Aktie notierte am 18. September 2026 bei 191,34 Euro, lag 0,18 Prozent im Plus und gewann seit Jahresbeginn 19,41 Prozent.
Marktanalyse & Details
Huang stellt Nachfrage in den Mittelpunkt
Jensen Huang rechnet damit, dass Nvidia im kommenden Jahr doppelt so viele Chips verkaufen wird wie im laufenden Jahr. Der Vorstandschef begründet die Erwartung mit der zunehmenden Nutzung von KI in zahlreichen Branchen und Ländern. Nvidia liefert die Beschleuniger, die für das Training und den Betrieb moderner KI-Systeme benötigt werden.
Die Aussage geht über die zuletzt veröffentlichte Unternehmensprognose hinaus, ist aber nicht mit einer formalen Umsatzguidance gleichzusetzen. Nvidia erwartet für das Geschäftsjahr bis Januar 2028 bislang ein Umsatzplus von rund 70 Prozent. Bei einer vollständigen Aufhebung von Lieferengpässen wäre laut den vorliegenden Angaben sogar eine Umsatzverdoppelung möglich.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Stückzahl und Umsatz
Für die Einordnung müssen Anleger zwischen verkauften Chips und erzieltem Umsatz unterscheiden. Eine Verdoppelung der Stückzahlen würde nicht automatisch zu einer Verdoppelung der Erlöse führen, da Produktmix, Preise und die Entwicklung eigener Beschleuniger bei großen Cloud-Anbietern eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig zeigt die Prognose, dass Nvidia die Investitionswelle rund um Rechenzentren und generative KI noch nicht als ausgereizt betrachtet.
Der Markt bleibt jedoch nicht ohne Risiken. Kundenspezifische Chips der Hyperscaler, zusätzliche Wettbewerber und mögliche Verzögerungen bei Rechenzentrumsprojekten könnten das Wachstum bremsen. Auch die Debatte über sichere und verantwortungsvolle KI-Software kann langfristig Einfluss darauf haben, wie schnell Unternehmen neue Systeme ausrollen.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Nvidia kurzfristig vor allem auf weiter steigende Volumina und eine anhaltend hohe Investitionsbereitschaft der Kunden setzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung Rückenwind für die Umsatzperspektive, aber auch eine hohe Erwartungslast: Entscheidend wird sein, ob Nvidia die benötigten Kapazitäten liefern und die Margen trotz wachsender Konkurrenz verteidigen kann. Die Verdoppelungsprognose sollte daher als ambitioniertes Nachfrage-Szenario und nicht als sichere Gewinn- oder Kursprognose verstanden werden.
Fazit & Ausblick
Huang signalisiert für die kommenden zwölf Monate weiterhin außergewöhnliche Nachfrage nach Nvidia-Chips. Im Fokus stehen nun die nächsten Quartalszahlen, die Entwicklung der Lieferfähigkeit und Aussagen der großen Cloud-Kunden zu ihren KI-Investitionen. Bestätigen sich Volumenwachstum und Margenstabilität, könnte Nvidia seine führende Position im KI-Rechenzentrumsmarkt weiter festigen.
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