Nike verliert Mbappé an On: Fußballstar wechselt Ausrüster – Aktie unter Druck

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Nike verliert am 18. September 2026 den Fußballstar Kylian Mbappé an den Schweizer Sportartikelhersteller On.
  2. Mbappé soll gemeinsam mit On Fußballschuhe und Bekleidung entwickeln und als globaler Markenbotschafter auftreten.
  3. On gewinnt vorbörslich rund 6 Prozent, während Nike etwa 1 Prozent nachgibt und die Aktie seit Jahresbeginn 39,4 Prozent verliert.
  4. Analysten haben ihre Einschätzung zu Nike zuletzt verschärft: Baird stufte die Aktie auf Neutral ab, UBS senkte das Kursziel auf 42 US-Dollar.

Marktanalyse & Details

Mbappé beendet langjährige Nike-Partnerschaft

Der französische Nationalspieler und Real-Madrid-Star Kylian Mbappé wechselt zu On. Damit endet seine langjährige Partnerschaft mit Nike, die bereits seit seiner Jugend bestand. Sein bisheriger Vertrag mit dem US-Sportartikelkonzern war im Sommer ausgelaufen.

On steigt mit dem prominenten Transfer erstmals in größerem Umfang in den globalen Fußballmarkt ein. Mbappé soll an der Entwicklung künftiger Fußballschuhe und Bekleidung mitwirken und die Marke auch über den Fußball hinaus repräsentieren. Finanzielle Details und die Laufzeit des Vertrags wurden nicht veröffentlicht.

Deutliche Reaktion an der Börse

Die Kapitalmärkte werteten den Wechsel zunächst als Vorteil für On und als Rückschlag für Nike. On-Aktien lagen in der New Yorker Vorbörse rund 6 Prozent im Plus bei etwa 29 US-Dollar. Nike verloren vorbörslich ungefähr 1 Prozent und notierten bei rund 36,11 US-Dollar.

Der in Euro angezeigte Nike-Kurs lag am 18. September um 15:48 Uhr bei 31,625 Euro. Die Tagesperformance betrug minus 0,21 Prozent, seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf minus 39,4 Prozent. Der Mbappé-Deal verstärkt damit eine bereits angeschlagene Marktstimmung, ist aber nicht allein für die schwache Jahresentwicklung verantwortlich.

Warum der Verlust für Nike strategisch relevant ist

Fußball gehört zu den wichtigsten globalen Schaufenstern für Sportartikelmarken. Nike und Adidas dominieren die Kategorie bei Trikots, Schuhen, Vereinsausrüstung und Sponsoring. Ein Spieler mit Mbappés internationaler Reichweite stärkt nicht nur die Sichtbarkeit einer Marke, sondern kann auch bei Produktentwicklung, sozialen Medien und jungen Zielgruppen Wirkung entfalten.

Eine Analystenschätzung setzt den Anteil des Fußballs am Nike-Markenumsatz auf etwa 5 Prozent beziehungsweise rund 2,1 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Das ist keine offizielle Nike-Segmentzahl, verdeutlicht aber die Größenordnung des Geschäfts. Für Nike ist der unmittelbare finanzielle Effekt des Vertragsverlusts wegen der unbekannten Konditionen kaum zu beziffern. Schwerer wiegt zunächst der mögliche Image- und Momentumverlust.

Analysten-Einordnung

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Mbappé-Wechsel vor allem als Signal für den Wettbewerb um Markenaufmerksamkeit und Innovation verstanden wird. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht automatisch einen entsprechenden Gewinnrückgang bei Nike. Entscheidend wird sein, ob On mit Mbappé tatsächlich relevante Marktanteile gewinnt oder zunächst vor allem mediale Aufmerksamkeit erzeugt.

Die jüngsten Analystenstimmen zeigen, dass der Druck auf Nike bereits vor dem Ausrüsterwechsel gestiegen war. Baird nahm die Einstufung von Outperform auf Neutral zurück und reduzierte das Kursziel von 70 auf 44 US-Dollar. Die Bank verwies auf schwächere Marktbedingungen, verhaltenere Einschätzungen des Handels zu Sportbekleidung und Vollpreisverkäufen sowie zusätzliche Herausforderungen beim Neustart des chinesischen E-Commerce-Marktplatzes. UBS senkte ihr Kursziel am 17. September von 48 auf 42 US-Dollar und blieb bei Neutral.

Gleichzeitig wird Nike weiterhin eine mehrjährige Erholung zugetraut. Der Konzern hat am 16. September Alexandre Arnault in den Verwaltungsrat berufen. Seine Erfahrung mit globalen Marken soll neue Impulse für Innovation, Markenführung und langfristige Wertschöpfung liefern. Die Personalie kann den strategischen Umbau unterstützen, ersetzt aber keine sichtbare Verbesserung bei Nachfrage, Preisen und regionalem Wachstum.

Fazit & Ausblick

Kurzfristig erhöht der Verlust von Mbappé den Druck auf Nike, insbesondere in einer Phase schwacher Kursentwicklung und kritischer Analystenstimmen. Für die weitere Bewertung sind weniger die unmittelbaren Vertragskosten als die Entwicklung der Fußballkategorie, die Resonanz auf neue Produkte und die Stabilisierung des China-Geschäfts entscheidend. Ein wichtiger Termin ist der Investorentag von On am 22. September, an dem das Unternehmen seine langfristigen Ziele für den Einstieg in den Fußball konkretisieren dürfte. Bei Nike bleiben die nächsten Quartalszahlen und die Aussagen des Managements zu Vollpreisverkäufen, China und dem Turnaround die zentralen Kurstreiber.

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