Nike löst Adidas 2027 als DFB-Ausrüster ab: Vertrag bis 2034

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Kurzüberblick

  • Nike löst Adidas 2027 nach mehr als 75 Jahren als Ausrüster der deutschen Nationalmannschaft ab.
  • Der Vertrag mit dem DFB läuft bis 2034 und soll Nike jährlich bis zu 100 Millionen Euro kosten.
  • Adidas verabschiedet sich zum Klopp-Debüt am 24. September in Amsterdam mit einem speziellen Abschiedstrikot.
  • Die Nike-Aktie notiert am 3. September bei 33,125 Euro und liegt seit Jahresbeginn 36,53 Prozent im Minus.

Marktanalyse & Details

Nike übernimmt eine der wichtigsten Fußballpartnerschaften

Ab 2027 wird Nike neuer Ausrüster des Deutschen Fußball-Bundes und beendet damit eine mehr als drei Viertel Jahrhunderte währende Partnerschaft zwischen Adidas und dem DFB. Der Vertrag soll bis 2034 laufen. Als jährliches Volumen werden bis zu 100 Millionen Euro genannt. Die Formulierung bis zu macht deutlich, dass es sich um eine Obergrenze und nicht zwingend um eine feststehende Zahlung handelt.

Für Nike ist die Vereinbarung vor allem ein langfristiges Marken- und Vertriebssignal. Die deutsche Nationalmannschaft bietet eine hohe Sichtbarkeit bei internationalen Turnieren und eröffnet Potenzial für Trikotverkäufe, Fanartikel und digitale Aktivierung. Zugleich verschärft der Deal den direkten Wettbewerb mit Adidas auf einem Kernmarkt des deutschen Sportartikelherstellers.

Adidas plant den Abschied mit Klopp-Trikot

Beim Debüt von Bundestrainer Jürgen Klopp am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande soll die deutsche Mannschaft ein spezielles Adidas-Abschiedstrikot tragen. Das Design ist bislang nicht bekannt. Danach folgen weitere Nations-League-Partien gegen Griechenland und Serbien, bevor der Ausrüsterwechsel 2027 wirksam wird.

Auch Klopps persönliche Verbindung zu Adidas läuft aus: Sein Werbevertrag mit dem Unternehmen endet nach den vorliegenden Angaben zum Jahresende. Damit markiert die bevorstehende DFB-Übergabe nicht nur einen Wechsel bei der Nationalmannschaft, sondern auch einen sichtbaren Einschnitt in der bisherigen Adidas-Kommunikation rund um das Team.

Analysten-Einordnung

Dies deutet darauf hin, dass Nike die DFB-Partnerschaft als langfristige Investition in Markenpräsenz und europäische Marktanteile positioniert. Der Vertrag kann den Absatz und die Wahrnehmung der Fußballprodukte stärken, liefert aber allein noch keinen Beleg für eine kurzfristige Ergebniswende. Entscheidend wird sein, ob Nike die hohe jährliche Investition durch Trikotverkäufe, zusätzliche Kundenbindung und eine breitere Produktvermarktung amortisieren kann.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Der DFB-Deal ist strategisch positiv, dürfte die kurzfristige Bewertung der Nike-Aktie aber nur begrenzt verändern. Bei einem Kurs von 33,125 Euro und einem Jahresverlust von 36,53 Prozent bleibt der Markt vor allem auf Beweise für eine nachhaltige operative Erholung angewiesen. Die Partnerschaft verbessert die langfristige Markenposition, ersetzt jedoch keine Fortschritte bei Umsatz, Margen und Cashflow.

Fazit & Ausblick

Nike erhält ab 2027 mit dem DFB eine hochprofitable Werbeplattform und bindet sich bis 2034 an eine der bekanntesten Fußballmarken Europas. Kurzfristig steht zunächst das Adidas-Abschiedstrikot zum Klopp-Debüt im Mittelpunkt. Für Nike-Investoren wird anschließend maßgeblich sein, wie der Konzern die Partnerschaft kommerziell nutzt und ob daraus messbare Impulse für das Geschäft entstehen.

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