NIKE 'B' Aktie: Adidas erhöht Gewinnziel – Nike bleibt Turnaround-Wette
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Adidas hob nach einem Rekordquartal seine Gewinnprognose für 2026 an und verschärft damit den Vergleichsdruck auf Nike.
- Nike notierte am 21. Oktober bei rund 33,67 Euro und lag seit Jahresbeginn 35,5 Prozent im Minus.
- Investor Larry McDonald sieht Nike als mögliche Turnaround-Wette, verweist aber auf einen langen Anlagehorizont bis 2028.
- Anta-Manager Dennis Tao übernahm den Vorsitz im Puma-Aufsichtsrat – ein weiterer Hinweis auf den wachsenden Einfluss chinesischer Sportkonzerne.
Marktanalyse & Details
Adidas liefert starken Branchenvergleich
Die jüngsten Zahlen von Adidas erhöhen den Kontrast zur schwierigen Lage bei Nike: Der deutsche Konkurrent meldete für das dritte Quartal einen vorläufigen Umsatz von 7,25 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von rund einer Milliarde Euro. Für 2026 erwartet Adidas nun 2,5 Milliarden Euro operativen Gewinn statt der zuvor in Aussicht gestellten rund 2,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen hält zugleich an einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent fest.
Ein Teil des Gewinnsprungs beruht auf rund 200 Millionen Euro an US-Zollrückerstattungen. Auch die Bruttomarge stieg laut vorläufigen Angaben um 2,5 Prozentpunkte auf 54,3 Prozent. Der Vergleich ist deshalb nicht eins zu eins auf Nike übertragbar: Ein Sondereffekt stützte Adidas, während die Zahlen dennoch eine starke operative Entwicklung und ein besseres Vollpreisgeschäft erkennen lassen.
China wird für den Wettbewerb wichtiger
Auch Puma steht vor einem strategischen Umbruch. Nach dem Verkauf eines Anteils von 29,06 Prozent an Anta Sports übernahm Anta-Manager Dennis Tao den Vorsitz im Puma-Aufsichtsrat; Jeanne Huang zog ebenfalls in das Gremium ein. Die Bestellungen gelten bis zur Hauptversammlung im Mai 2027. Puma hofft unter anderem, über den neuen Großaktionär bessere Einblicke in den chinesischen Markt zu gewinnen.
Für Nike bedeutet das keine unmittelbar belegte Änderung der eigenen Geschäftslage, wohl aber ein intensiveres Wettbewerbsumfeld: Adidas zeigt Stärke, während Anta seinen Einfluss auf Puma ausbaut. China ist für Sportartikelhersteller wegen seiner Marktgröße und seines Wachstumspotenzials strategisch bedeutsam.
Nike: Turnaround-Chance trifft auf schwache Kursentwicklung
Zum Datenstand am 21. Oktober lag die NIKE-'B'-Aktie bei 33,67 Euro. Seit Jahresbeginn summierte sich das Minus auf 35,5 Prozent; am betreffenden Tag betrug das Plus lediglich 0,09 Prozent. Diese Entwicklung passt zum Bild einer Aktie, bei der Anleger zunächst überzeugende operative Fortschritte sehen wollen.
Der Investor Larry McDonald bezeichnete Nike als mögliche Turnaround-Wette und verwies auf den freien Cashflow sowie die Dividende als mögliche Stützen. Zugleich nannte er einen möglichen deutlichen Kursanstieg bis zu den Olympischen Sommerspielen 2028 als langfristiges Szenario, nicht als kurzfristige Prognose. In der zugrunde liegenden Einschätzung wurden für die kommenden zwölf Monate 1,36 US-Dollar freier Cashflow je Aktie und eine jährliche Dividende von 1,64 US-Dollar je Aktie angeführt. Auf dieser Basis läge die Dividende über dem erwarteten freien Cashflow je Aktie – ein Punkt, den Anleger bei der Beurteilung der Ausschüttungsdeckung beachten sollten.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die Nike-Anlage derzeit vor allem eine Wette auf eine erfolgreiche operative Wende ist. Die Dividende und der freie Cashflow können das Investment stützen, ersetzen aber nicht die nötigen Belege für eine Erholung bei Nachfrage, Margen und Marktanteilen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass starke Wettbewerberzahlen allein kein Kaufsignal für Nike sind; entscheidend bleibt, ob Nike selbst wieder nachhaltiges Wachstum und eine robuste Profitabilität zeigt.
Fazit & Ausblick
Der Branchenvergleich fällt kurzfristig anspruchsvoll für Nike aus: Adidas hebt sein Gewinnziel an, während Puma unter dem Einfluss von Anta neu ausgerichtet werden könnte. Die ausführlichen Adidas-Zahlen sind für den 29. Oktober angekündigt, Pumas Neunmonatszahlen für den 30. Oktober. Sie dürften weitere Hinweise auf Nachfrage, Rabatte und Margen im Sportartikelmarkt liefern. Für Nike bleibt die zentrale Frage, wann das Unternehmen eigene Fortschritte vorlegt; ein konkreter nächster Nike-Termin ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.