NET Digital: Tochter irisnet entwickelt mit tms Drohnenabwehrsystem „perdix“
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Das Wichtigste in Kürze
- Die NET-Digital-Tochter irisnet und das Bonner Forschungsunternehmen tms entwickeln gemeinsam das Drohnenabwehrsystem „perdix“.
- Das System kombiniert KI-gestützte Drohnenerkennung mit dem raketengetriebenen Abfangflugkörper PX75.
- Ein Live-Technologiedemonstrator wird im September 2026 erstmals auf der EUDEX in Essen gezeigt.
- Die NET-Digital-Aktie notierte am 15. September um 09:12 Uhr bei 19,30 Euro und lag 2,39 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Strategische Partnerschaft für Drohnenabwehr
Die irisnet GmbH hat eine strategische Partnerschaft mit der technisch-mathematischen studiengesellschaft mbH, kurz tms, zur gemeinsamen Entwicklung von „perdix“ geschlossen. irisnet bringt dabei seine Echtzeit-KI und Computer-Vision-Technologie ein, während tms die Entwicklung des raketengetriebenen Abfangsystems verantwortet.
irisnet bietet seit 2021 Software zur Erkennung von Objekten in Bildern und Videos an. Wegen der Nachfrage von Kunden wurde die KI-Plattform um Funktionen zur Drohnenerkennung erweitert. tms begann 2025 mit der Entwicklung eines Abfangsystems gegen Drohnen. Beide Technologien wurden anschließend zu einem gemeinsamen Technologiedemonstrator zusammengeführt.
KI-Sensorik trifft auf Abfangflugkörper
„perdix“ besteht aus einer Basisstation, die Drohnen mithilfe KI-gesteuerter Sensorik erkennt und verfolgt, sowie einem intelligenten Effektor. Der mit eigener Sensorik ausgestattete PX75 soll insbesondere niedrig fliegende Angriffsdrohnen kinetisch abfangen. Das System ist als Bestandteil einer mehrschichtigen Luftverteidigung für die unterste Abwehrebene konzipiert.
- Die militärische Zielgruppe umfasst Kunden mit Bedarf an kostengünstiger Drohnenabwehr im Nahbereich.
- irisnet will seine Drohnenerkennung zusätzlich zivilen Kunden zum Schutz kritischer Infrastruktur anbieten.
- Die gemeinsame Lösung wird im September 2026 auf der EUDEX in Essen als Live-Demonstrator präsentiert.
Einordnung für die NET-Digital-Aktie
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass NET Digital die bestehende KI- und Computer-Vision-Kompetenz seiner Tochter irisnet in einen sicherheits- und verteidigungsnahen Wachstumsmarkt ausweiten will. Die Kombination aus Software, Sensorik und Abwehrkomponente könnte gegenüber einer reinen Erkennungssoftware zusätzliche Einsatzmöglichkeiten eröffnen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch zunächst einen strategischen Technologieimpuls und keinen nachgewiesenen Umsatz- oder Ergebnistreiber: Angaben zu Aufträgen, Stückzahlen, Umsätzen oder einem kommerziellen Start von „perdix“ liegen nicht vor.
Die Aktie stand zum genannten Kurszeitpunkt bei 19,30 Euro, 2,39 Prozent höher als am Vortag. Seit Jahresbeginn ergibt sich ein Plus von 11,56 Prozent. Der zeitliche Zusammenhang mit der Unternehmensmeldung ist auffällig, erlaubt allein aber keinen belastbaren Rückschluss darauf, dass die Partnerschaft die Kursbewegung verursacht hat.
Fazit & Ausblick
Der nächste sichtbare Meilenstein ist die Präsentation des Live-Demonstrators auf der EUDEX im September 2026. Entscheidend für die weitere Bewertung sind anschließend technische Erprobungen, die Gewinnung militärischer oder ziviler Kunden und erste belastbare Angaben zu Verträgen und Erlöspotenzialen. Bis dahin bleibt „perdix“ vor allem eine strategische Entwicklungsoption innerhalb des NET-Digital-Konzerns.
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