Mercedes-Benz startet Aktienrückkauf: Bis zu 58 Millionen Aktien für 1 Milliarde Euro

Mercedes-Benz Group AG

Kurzüberblick

  • Mercedes-Benz plant ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1 Milliarde Euro.
  • Der Konzern will dabei bis zu 58 Millionen eigene Aktien erwerben und anschließend einziehen.
  • Im Juni hatte Mercedes-Benz bereits ein Rückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro abgeschlossen.
  • Die Mercedes-Benz-Aktie lag zuletzt bei 46,91 Euro und notierte seit Jahresbeginn 22,19 Prozent im Minus.

Marktanalyse & Details

Neues Rückkaufprogramm stärkt Kapitalallokation

Mercedes-Benz legt ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf. Der Konzern will bis zu 58 Millionen eigene Aktien für maximal 1 Milliarde Euro erwerben und die zurückgekauften Titel anschließend einziehen. Durch die Einziehung sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien dauerhaft.

Damit setzt Mercedes-Benz die zuletzt eingeschlagene Rückkaufpolitik fort. Ein vorheriges Programm über 2 Milliarden Euro wurde im Juni abgeschlossen. Dabei erwarb der Autobauer knapp 38 Millionen Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von etwas mehr als 53 Euro.

Bewertung und mögliche Wirkung für Aktionäre

Der zuletzt ausgewiesene Kurs von 46,91 Euro liegt deutlich unter dem Durchschnittspreis des abgeschlossenen Vorgängerprogramms. Zugleich hat die Aktie seit Jahresbeginn 22,19 Prozent verloren. Der Rückkauf signalisiert daher, dass das Management den eigenen Aktienkurs beziehungsweise die Bewertung als attraktiv genug für eine weitere Kapitalmaßnahme einschätzt.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Mercedes-Benz trotz des herausfordernden Branchenumfelds über ausreichende finanzielle Spielräume verfügt und überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückgeben will. Für Anleger bedeutet die Einziehung der Aktien grundsätzlich einen positiven Effekt auf den Gewinn je Aktie, sofern das operative Ergebnis stabil bleibt oder wächst. Der Rückkauf ist jedoch kein Ersatz für eine nachhaltige Verbesserung von Absatz, Margen und Cashflow.

Chancen und Grenzen des Programms

  • Die Zahl der ausstehenden Aktien sinkt, wodurch sich Ergebnis- und Stimmrechtsanteile der verbleibenden Aktionäre rechnerisch erhöhen.
  • Ein Rückkauf kann den Aktienkurs stützen, garantiert aber keine kurzfristige Kurswende.
  • Die tatsächliche Wirkung hängt vom durchschnittlichen Kaufpreis und vom Umfang der ausgeführten Transaktionen ab.
  • Angesichts des schwachen Jahresverlaufs bleibt entscheidend, ob Mercedes-Benz die operative Ertragskraft in einem unter Druck stehenden Automobilmarkt stabilisieren kann.

Fazit & Ausblick

Das neue Programm unterstreicht den Anspruch von Mercedes-Benz, Kapital auch über Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurückzuführen. Kurzfristig dürfte der Umfang von bis zu 1 Milliarde Euro die Nachfrage nach der Aktie unterstützen. Für eine dauerhafte Neubewertung müssen jedoch vor allem die Geschäftsentwicklung, die Profitabilität und der freie Cashflow überzeugen.

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