Mercedes-Benz erweitert elektrische C-Klasse: C 300 4MATIC kostet knapp 63.000 Euro
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Das Wichtigste in Kürze
- Mercedes-Benz erweitert die elektrische C-Klasse um den C 300 4MATIC mit Allradantrieb.
- Die neue Limousine kostet knapp 63.000 Euro und wird unterhalb des C 400 4MATIC positioniert.
- Einmotorige Varianten der elektrischen C-Klasse sind weiterhin nicht verfügbar.
- Die Mercedes-Benz-Aktie notiert am 16. September 2026 bei 45,48 Euro und liegt seit Jahresbeginn 24,56 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Zweite Allradversion für die elektrische C-Klasse
Mercedes-Benz bringt mit dem C 300 4MATIC eine zweite Allradversion der elektrischen C-Klasse auf den Markt. Das Modell verfügt über eine moderatere Motorisierung als der bereits erhältliche C 400 4MATIC und soll damit eine niedrigere Preisposition im Elektroangebot der Baureihe besetzen.
- Modell: Mercedes-Benz C 300 4MATIC
- Antrieb: vollelektrisch mit Allradantrieb
- Preis: knapp 63.000 Euro
- Positionierung: unterhalb des C 400 4MATIC
Die einmotorigen Varianten, die normalerweise den günstigeren Einstieg in eine Baureihe ermöglichen, lassen dagegen weiterhin auf sich warten. Damit bleibt der Einstieg in die elektrische C-Klasse zunächst auf vergleichsweise höherpreisige Allradmodelle beschränkt.
Analysten-Einordnung
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Mercedes-Benz das Elektroportfolio zunächst über höherpreisige Ausstattungen und den margenstärkeren Allradantrieb ausbaut. Die zweite Allradstufe kann die Modellabdeckung verbessern, dürfte die elektrische C-Klasse aber kurzfristig nicht zum breiten Volumenmodell machen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass vor allem die Nachfrage nach den teureren Varianten, die Profitabilität des Elektrogeschäfts und der Zeitpunkt der einmotorigen Versionen entscheidend bleiben.
Mit einem Preis von knapp 63.000 Euro spricht der C 300 4MATIC vor allem Käufer an, die Reichweite, Traktion und Premiumausstattung höher gewichten als den niedrigsten Anschaffungspreis. Der spätere Ausbau nach unten könnte daher wichtiger für die Stückzahlen sein als die Einführung einer weiteren Allradversion.
Aktie und weitere Belastungsfaktoren
Die Mercedes-Benz-Aktie lag am 16. September 2026 um 15:11 Uhr bei 45,48 Euro und verlor an diesem Tag 1,88 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 24,56 Prozent. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Tagesbewegung und der Vorstellung des neuen Modells lässt sich daraus nicht ableiten; die Kursentwicklung zeigt jedoch, wie kritisch der Markt derzeit auf die Transformation des Autobauers blickt.
Zusätzlichen Druck erzeugt der strukturelle Wandel in der deutschen Autoindustrie. Die SPD-Fraktion im baden-württembergischen Landtag fordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren für fünf Jahre zu verlängern. Die Regelung soll nach dem Vorschlag für Beschäftigte gelten, deren Stellen wegen des transformationsbedingten Personalabbaus gefährdet sind und bei denen zuvor Alternativen wie Arbeitsplatzsicherung, Qualifizierung oder Vermittlung geprüft wurden. Es handelt sich um einen politischen Vorschlag, nicht um eine bereits beschlossene Maßnahme.
Außerdem muss Mercedes-Benz weltweit 23.606 Fahrzeuge der GLE-Baureihe 167 zurückrufen, darunter 6.772 Fahrzeuge in Deutschland. Bei Diesel- und Hybridfahrzeugen aus dem Produktionszeitraum August 2022 bis September 2025 kann ein falsch montiertes Schutzblech die Kraftstoffleitung beschädigen. Mercedes-Benz will die betroffenen Fahrzeuge prüfen und gegebenenfalls nacharbeiten; der Werkstattaufenthalt soll etwa eine Stunde dauern.
Fazit & Ausblick
Der C 300 4MATIC erweitert das Angebot der elektrischen C-Klasse, verändert aber zunächst wenig an der hohen Einstiegshürde. Für die weitere Marktakzeptanz wird entscheidend sein, wann Mercedes-Benz die angekündigten einmotorigen Varianten nachreicht und ob der Konzern damit auch größere Stückzahlen außerhalb des Premium-Allradsegments erreicht. Anleger sollten zudem die Entwicklung der Elektro-Margen, der Nachfrage und der laufenden Kosten des Modellhochlaufs beobachten.
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