Mercedes-Benz Aktie: Konzern will Tausende Leiharbeiter in Deutschland abbauen
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Mercedes-Benz will Berichten zufolge im Zuge seines Sparprogramms die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland um einige Tausend reduzieren.
- Mit einer Produktivitätsoffensive plant der Autobauer jährliche Einsparungen von 800 Millionen Euro.
- Ein Abbau der Stammbelegschaft wird derzeit nicht erwogen; die Beschäftigungssicherung gilt bis Ende 2034.
- Ein neues Abfindungsprogramm für Beschäftigte soll voraussichtlich im Dezember starten.
Marktanalyse & Details
Sparziel setzt vor allem bei flexibler Beschäftigung an
Mercedes-Benz will seine Kosten in Deutschland weiter senken. Berichten zufolge könnte der Konzern die Zahl der Leiharbeiter um einige Tausend verringern. In den Werken Sindelfingen, Bremen und Rastatt sind demnach derzeit rund 3.000 Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Zu den konkreten Plänen äußerte sich eine Unternehmenssprecherin nicht. Sie verwies darauf, dass Zeitarbeitnehmer die Stammbelegschaft ergänzten und nicht ersetzten.
Die mögliche Reduzierung ist Teil einer Produktivitätsoffensive, mit der Mercedes-Benz jährlich 800 Millionen Euro einsparen will. Arbeitsverträge von Leiharbeitern sind befristet; bei geringerem Personalbedarf können sie auslaufen oder nicht verlängert werden. Damit lässt sich die Kapazität kurzfristiger an die Auslastung anpassen als bei der Stammbelegschaft.
Stammbelegschaft und Abfindungsprogramm
Ein Abbau der Stammbelegschaft wird vom Management derzeit nicht erwogen. Zudem gilt in Deutschland eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2034. Parallel will Mercedes-Benz voraussichtlich im Dezember ein Abfindungsprogramm für Beschäftigte neu auflegen. Die Sparpläne haben bereits eine Debatte über Arbeitsbedingungen und mögliche Mehrarbeit ausgelöst; Betriebsrat und IG Metall wehren sich gegen Einschnitte.
Analysten-Einordnung: Die Konzentration auf Leiharbeit kann kurzfristig helfen, Personalkosten und Kapazitäten flexibler zu steuern, ohne die formale Beschäftigungssicherung für die Stammbelegschaft anzutasten. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht automatisch, dass das Einsparziel von 800 Millionen Euro erreicht wird: Entscheidend sind auch die tatsächliche Auslastung der Werke und die Umsetzung der Produktivitätsmaßnahmen. Zugleich können Spannungen mit Beschäftigten und Gewerkschaft die Umsetzung erschweren.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt steht nun, wie Mercedes-Benz die angekündigte Produktivitätsoffensive konkret umsetzt und welche Auswirkungen sie auf die Zahl der Leiharbeiter hat. Das Abfindungsprogramm soll voraussichtlich im Dezember beginnen. Bis dahin bleiben Umfang und Zeitplan der möglichen Reduzierung von Zeitarbeit offen; konkrete Angaben des Unternehmens dazu liegen bislang nicht vor.
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