Lumentum peilt 40 US-Dollar Gewinnkraft für 2028 an – Optikgeschäft treibt Ausblick
Kurzüberblick
- Lumentum-Chef Michael Hurlston stellte auf einer Technologiekonferenz für das Geschäftsjahr 2028 eine Gewinnkraft von 40 US-Dollar in Aussicht.
- Ein deutlich höheres Auftragsbuch und steigende Auftragseingänge stärken laut Hurlston das Vertrauen in eine neue Unternehmensprognose.
- Das Optikgeschäft gilt wegen seiner attraktiven Margen als zentraler Treiber der angehobenen Gewinnperspektive.
- Die Lumentum-Aktie lag zum letzten verfügbaren Kurszeitpunkt bei 804 Euro, 0,85 Prozent im Minus und seit Jahresbeginn 154,59 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
CEO stellt neue Gewinnperspektive für 2028 vor
Michael Hurlston, CEO von Lumentum, hat am 27. August 2026 auf einer Technologiekonferenz eine deutlich höhere mittelfristige Zielgröße genannt. Das Unternehmen könne im Geschäftsjahr 2028 eine Gewinnkraft von 40 US-Dollar erreichen, erklärte Hurlston. Die Aussage ist als Zukunftsperspektive zu verstehen und nicht als bereits erzielter Gewinn.
Als Begründung verwies der Lumentum-Chef auf einen starken Anstieg des Auftragsbuchs und der Auftragseingänge. Diese Entwicklung gebe dem Management ausreichend Vertrauen, eine neue Prognose für das Unternehmen zu formulieren. Besonders stark habe sich die Einschätzung für das Optikgeschäft seit dem letzten Quartalsbericht verbessert.
Optikgeschäft rückt als Wachstumsmotor in den Mittelpunkt
Die Bedeutung der optischen Produkte geht über das reine Umsatzwachstum hinaus. Hurlston hob ausdrücklich das Margenprofil des Bereichs hervor. Steigende Optikumsätze könnten damit überproportional zur Gewinnentwicklung beitragen, sofern Lumentum die Nachfrage bedienen und die Fertigung ohne größere Verzögerungen ausweiten kann.
- Das Unternehmen verzeichnet nach eigenen Angaben einen deutlichen Anstieg bei Auftragseingängen und Auftragsbestand.
- Die Gewinnperspektive für 2028 basiert insbesondere auf einer stärkeren Entwicklung im Optikgeschäft.
- Eine höhere Auslastung der Fertigung könnte den operativen Hebel zusätzlich verstärken.
Jahresbericht liefert weitere Hinweise auf Expansion
Bereits die Analyse des jüngsten Jahresberichts hatte auf eine beschleunigte Expansion hingedeutet. Lumentum beschäftigte zum Geschäftsjahresende 13.757 Vollzeitkräfte – 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Davon entfielen 11.916 Beschäftigte auf die Fertigung. Gleichzeitig beliefen sich die gesamten kurzfristigen und langfristigen Einkaufsverpflichtungen auf 2,596 Milliarden US-Dollar, wobei 2,354 Milliarden US-Dollar innerhalb eines Jahres fällig wurden. Das Volumen lag damit 45 Prozent über dem Vorjahreswert.
Wolfe Research bestätigte vor diesem Hintergrund die Einstufung Outperform. Die Analyse verwies außerdem auf neue Formulierungen im Jahresbericht zu möglichen Übernahmen sowie auf den Verkauf zweier Gebäude am Hauptsitz in San Jose an Super Micro Computer. Der Verkauf passt zum Fokus des Managements auf die Kostenstruktur und die Konzentration von Mitarbeitern auf ein Gebäude, ist für ein stark wachsendes Unternehmen aber zugleich ein ungewöhnliches Signal.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Lumentum seine mittelfristige Investmentstory zunehmend mit konkreten operativen Kapazitäten und nicht nur mit einer allgemeinen KI-Nachfrage begründet. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die entscheidende Frage nun in der Umsetzung liegt: Das hohe Auftragsvolumen muss in Umsatz, Margen und letztlich nachhaltige Gewinne umgewandelt werden. Nach einem Kursplus von 154,59 Prozent seit Jahresbeginn sind im Aktienkurs bereits hohe Erwartungen enthalten. Jede Verzögerung beim Kapazitätsausbau oder eine schwächere Optikmarge könnte deshalb überproportional auf die Bewertung und den Kurs wirken.
Fazit & Ausblick
Lumentum signalisiert für 2028 eine deutlich höhere Gewinnkraft und stellt das Optikgeschäft als wichtigsten Treiber heraus. In den nächsten Quartalsberichten sollten Anleger besonders auf die Entwicklung des Auftragsbestands, die Umwandlung der Bestellungen in Umsatz, die Optikmargen und den Ausbau der Fertigung achten. Eine belastbare Beurteilung der 40-US-Dollar-Perspektive wird erst möglich, wenn das Unternehmen die neue Prognose mit konkreten Finanzkennzahlen und einem klaren Zeitplan unterlegt.
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