Lululemon senkt Prognose: China-Schwäche belastet Adidas und Puma

adidas AG AI Generated

Kurzüberblick

  • Lululemon senkt nach schwachen Quartalszahlen seine Umsatz- und Gewinnprognose.
  • Der China-Umsatz fiel um 8 Prozent, obwohl der Markt ein Wachstum von 13 Prozent erwartet hatte.
  • Adidas notiert am 4. September bei 148,65 Euro und liegt seit Jahresbeginn 12,22 Prozent im Minus.
  • Adidas stehen im September mit den Innovationstagen und einem neuen DFB-Abschiedstrikot wichtige Markentermine bevor.

Marktanalyse & Details

China wird zum Belastungsfaktor für die Sportartikelbranche

Lululemon hat mit seinen Zahlen für das zweite Quartal die Erwartungen verfehlt und zugleich die Umsatz- und Gewinnprognose gesenkt. Besonders kritisch fällt der Blick auf China aus: Der Umsatz in der Region ging um 8 Prozent zurück, während Analysten ein Plus von 13 Prozent erwartet hatten.

Das Management rechnet dort nur noch mit Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Die Markterwartungen lagen zuletzt bei rund 19 Prozent. Damit verschärft sich die Sorge, dass sich die Erholung der Konsumnachfrage in China langsamer vollzieht als bislang angenommen.

Übertragung auf Adidas

Die Lululemon-Zahlen sind kein direkter Gewinnwarnungsindikator für Adidas. Produktmix, Markenpositionierung und regionale Umsatzverteilung unterscheiden sich. Dennoch liefern sie ein wichtiges Signal für die gesamte Sportartikelbranche, weil sie die Kaufbereitschaft chinesischer Konsumenten und den Wettbewerb um Premium-Sportbekleidung infrage stellen.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Anleger bei Adidas besonders sensibel auf Hinweise zur China-Nachfrage, zur Preisgestaltung und zur Dynamik im Direct-to-Consumer-Geschäft reagieren dürften. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Lululemon-Schwäche zwar den Bewertungsdruck auf Adidas erhöhen kann, aber erst unternehmensspezifische Aussagen eine belastbare Neubewertung rechtfertigen würden.

Adidas-Aktie bleibt trotz Branchendruck stabil

Der aktuelle Kurs von Adidas liegt laut Lang & Schwarz bei 148,65 Euro. Die Aktie gewinnt am 4. September bis 18:57 Uhr rund 0,2 Prozent, nachdem sie seit Jahresbeginn 12,22 Prozent verloren hat. Eine unmittelbare Verkaufswelle bei Adidas ist damit bislang nicht erkennbar.

Zusätzliche Unterstützung könnte aus der eigenen Produkt- und Markenpipeline kommen. Barclays sieht mit einem Kursziel von 210 Euro Aufwärtspotenzial und verwies auf die Innovationstage am 23. und 24. September. Dort will Adidas neue Produkte, Produktzyklen und die weitere Markenstrategie präsentieren.

Markenmoment mit dem DFB

Am 24. September soll die deutsche Nationalmannschaft beim Debüt von Bundestrainer Jürgen Klopp in Amsterdam gegen die Niederlande in einem speziellen Adidas-Abschiedstrikot antreten. Adidas verliert den Ausrüstervertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund nach mehr als 75 Jahren ab 2027 an Nike. Das Trikot liefert damit kurzfristig zusätzliche Sichtbarkeit, ändert aber nichts an der langfristigen Bedeutung des verlorenen DFB-Vertrags.

Fazit & Ausblick

Kurzfristig dürfte die China-Schwäche bei Lululemon die Stimmung im Sportartikelsektor belasten. Für Adidas werden nun die Innovationstage am 23. und 24. September entscheidend: Bestätigt das Unternehmen dort eine überzeugende Produktpipeline und stabile Nachfrageperspektiven, könnte dies dem angeschlagenen Aktienkurs entgegenwirken. Bleiben konkrete Signale für China und das Wachstum aus, dürfte der Bewertungsdruck bestehen bleiben.

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