Lowe’s senkt 2026-Umsatz- und Gewinnziel nach DIY-Druck: Aktie fällt weiter

Lowes Companies Inc. AI Generated

Kurzüberblick

Lowe’s Companies hat am 19.08.2026 seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst. Der US-amerikanische Home-Improvement-Händler reagiert damit auf Ergebnisse aus der ersten Jahreshälfte sowie auf anhaltend schwächere Nachfrage im DIY- und Renovierungsumfeld. Die Aktie notiert zur Mittagszeit bei 179,95 Euro und steht damit am Tagesschluss klar im Minus: -3,64% am 19.08.2026, während sie seit Jahresbeginn um -12,92% nachgegeben hat.

Konkret rechnet das Unternehmen bei den vergleichbaren Verkäufen für 2026 nun ohne Wachstum. Zudem erwartet Lowe’s beim bereinigten Gewinn je Aktie Adjusted EPS einen Wert am unteren Ende der bisherigen Spanne. Damit unterstreicht der Konzern, dass die schwache Entwicklung im Wohnimmobilienmarkt und zurückhaltende Konsumenten weiterhin auf Umsatz und Ergebnis wirken.

Marktanalyse & Details

Geschäftszahlen und Guidance: Gewinn bleibt flach, Erwartungen sinken

Im zweiten Quartal meldete Lowe’s einen ausgewiesenen Gewinn von 2,399 Mrd. US-Dollar bzw. 4,27 US-Dollar je Aktie. Die Quartalsumsätze lagen bei 25,96 Mrd. US-Dollar und damit unter den Erwartungen des Marktes. Für das Gesamtjahr wird das Zielbild enger gefasst: Beim bereinigten EPS sieht der Konzern 12,25 US-Dollar und ordnet sich damit klar am unteren Rand der zuvor genannten Bandbreite ein.

  • Vergleichbare Verkäufe 2026: Erwartungen jetzt ohne Wachstum (zuvor flat bis bis zu 2% Plus).
  • Adjusted EPS 2026: 12,25 US-Dollar, konkret am unteren Ende der bisherigen Spanne.
  • Q2: Gewinn 2,399 Mrd. US-Dollar; EPS 4,27 US-Dollar; Umsatz 25,96 Mrd. US-Dollar unter Markterwartungen.

Für Anleger ist vor allem der Wechsel im Nachfrageausblick entscheidend: Lowe’s signalisiert, dass das Unternehmen die Belastung durch das Ausbleiben großvolumiger Renovierungen nicht nur kurzfristig einordnet.

Treiber hinter dem Ausblick: teure Projekte und zäher Wohnungsmarkt

Als wesentliche Belastungsfaktoren nennt Lowe’s eine anhaltend vorsichtige Ausgabenbereitschaft bei kostenintensiven Renovierungen. Dazu zählen Projekte wie Küchenumbauten, Bäder und Bodeninstallationen. Hohe Hypothekenzinsen und eine begrenzte Fluktuation im Wohnungsbestand dämpfen zudem indirekt die Nachfrage, weil dadurch weniger Umzüge und Kaufentscheidungen entstehen, die typischerweise Renovierungsaktivität auslösen.

Analysten-Einordnung: Die Anpassung auf „kein Wachstum“ bei den vergleichbaren Verkäufen deutet darauf hin, dass der Konzern die Nachfragezurückhaltung eher als strukturelles, makrogetriebenes Muster begreift und nicht als einmalige Schwankung. Für Anleger bedeutet das: Das operative Risiko liegt weniger in kurzfristigen Sondereffekten, sondern in der Erwartungshaltung für 2026. Gleichzeitig kann die Spanne beim Adjusted EPS zeigen, dass Lowe’s zwar Kosten und Margen stabilisieren will, das Wachstum aber nicht durch den Markt unterstützt wird.

Branchenvergleich: Wettbewerbsdruck durch divergierende Nachfrageprofile

In der Branche zeigt sich ein gemischtes Bild: Ein Wettbewerber hat zuletzt stärker abgeschnitten, gestützt durch Nachfrage nach Reparaturen und Instandhaltung. Diese Gegenüberstellung spricht dafür, dass Konsumenten bei Haushaltsbudgets tendenziell zwischen „notwendigen“ Ausgaben und „aufgeschobenen“ Modernisierungen umschichten. Für Lowe’s liegt damit der Fokus weniger auf Impulskäufen, sondern auf der Frage, ob der Anteil der Instandhaltungskäufe den Rückgang bei teuren Renovierungen ausreichend kompensieren kann.

Fazit & Ausblick

Mit der Prognosesenkung sendet Lowe’s ein klares Signal: Solange Hypothekenzinsen hoch bleiben und der Wohnungsmarkt wenig Bewegung zeigt, dürfte das DIY-Umfeld auf absehbare Zeit anspruchsvoll bleiben. Für die nächsten Schritte sind insbesondere weitere Updates zur Nachfrageentwicklung im Renovierungs- und Projektgeschäft sowie zur Entwicklung der vergleichbaren Verkäufe entscheidend.

Der Markt wird zudem genau beobachten, ob Lowe’s die Ergebnispolitik trotz schwächerer Absatzdynamik stabil halten kann und wie sich der Wettbewerbsvorteil über die Nachfrage nach Reparatur und Wartung weiter ausprägt.

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