Lowe’s-Aktie: Bernstein bevorzugt Lowe’s für die Erholung trotz schwacher Heimwerkernachfrage

Lowes Companies Inc. AI Generated

Kurzüberblick

  • Bernstein erwartet für die Heimwerkernachfrage in den kommenden zwölf Monaten nur ein Wachstum von 0 bis 1 Prozent.
  • Die Analysten senken ihre Prognose für die vergleichbaren Umsätze von Lowe’s und Home Depot im Geschäftsjahr 2027 auf rund 2 Prozent.
  • Lowe’s gilt wegen der günstigeren Bewertung, Fortschritten im Pro-Geschäft und der stärkeren Ausrichtung auf größere Projekte als besser für eine spätere Erholung positioniert.
  • Die US-Notierung von Lowe’s liegt am 10. September 2026 bei 168,65 Euro und damit 18,39 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau.

Marktanalyse & Details

Heimwerkernachfrage bleibt kurzfristig unter Druck

Bernstein sieht vorerst keine klare Erholung bei Heimwerkerprojekten in den USA. Das makroökonomische Modell der Analysten signalisiert für die nächsten zwölf Monate lediglich ein Nachfragewachstum von 0 bis 1 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2027 wurden die Erwartungen an die vergleichbaren Umsätze von Lowe’s und Home Depot deshalb auf rund 2 Prozent gesenkt. Der Konsens liegt bislang etwas höher bei 2,1 bis 2,6 Prozent.

Belastend wirkt vor allem der Immobilien- und Zinsmarkt. Nach Einschätzung von Bernstein halten 78 Prozent der US-Hypothekennehmer Kredite mit Zinssätzen unter 6 Prozent. Erwartete Zinserhöhungen könnten dadurch den Wohnungswechsel und die Finanzierung größerer Renovierungen zusätzlich bremsen. Gleichzeitig ist das Durchschnittsalter selbstgenutzter Häuser auf 42 Jahre gestiegen, was langfristig für einen anhaltenden Renovierungsbedarf spricht.

Privatkunden und Handwerker verschieben Projekte

  • Der Anteil größerer Heimwerkerprojekte fiel bei Hausbesitzern auf den niedrigsten Stand seit sechs Quartalen.
  • Verschiebungen und Stornierungen erreichten bei privaten Kunden den höchsten Stand seit sechs Quartalen.
  • Nur 27 Prozent der Befragten planen, in den kommenden zwölf Monaten mehr für Heimwerkerarbeiten auszugeben – der niedrigste Wert seit zwei Jahren.
  • Bei professionellen Auftragnehmern erreichte der Anteil verschobener oder stornierter Aufträge im zweiten Quartal 2026 mit 60 Prozent einen neuen Höchststand.

Als Gründe nennen Handwerker höhere Produktkosten durch Zölle und die Energieinflation sowie einen angespannten Arbeitsmarkt. Zudem gehen die Projektanfragen zurück, während sich die Auftragsbestände von ihren Spitzen aus dem Jahr 2021 entfernen.

Warum Bernstein Lowe’s gegenüber Home Depot bevorzugt

Im Wettbewerb schneiden sowohl Lowe’s als auch Home Depot bei Beziehungen und Fachkompetenz weiterhin schwächer ab als spezialisierte Anbieter. Lowe’s hat laut Bernstein jedoch größere Fortschritte beim Treue- und Bonusprogramm für professionelle Kunden erzielt. Das zeigt sich in einer verbesserten Zufriedenheit der Handwerker. Home Depot punktet dagegen mit verbesserten Möglichkeiten für Handelskredite.

Ein wesentlicher Faktor ist die Bewertung: Lowe’s wird derzeit mit einem Abschlag von rund 4,5-fachen Bewertungsmultiplikatoren gegenüber Home Depot gehandelt. Der langfristige durchschnittliche Abstand liegt laut Bernstein bei etwa drei Multiplikatoren. Nach der bisherigen Underperformance und gesenkten Prognosen seien die Erwartungen an Lowe’s für die zweite Jahreshälfte bereits weitgehend reduziert.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Bernstein bei Lowe’s weniger auf eine sofortige Nachfragewende als auf ein asymmetrisches Chancen-Risiko-Verhältnis setzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Aktie bleibt kurzfristig vom Zinsumfeld, der Konsumstimmung und weiteren Projektstornierungen abhängig. Sollte sich der Renovierungsmarkt jedoch stabilisieren, könnte Lowe’s wegen seiner stärkeren Ausrichtung auf größere, aufschiebbare Projekte überproportional profitieren.

Aktienentwicklung signalisiert bereits erhöhte Skepsis

Die Lowe’s-Aktie notierte am 10. September 2026 um 17:15 Uhr bei 168,65 Euro. Im Tagesverlauf gab sie 1,09 Prozent nach; seit Jahresbeginn summiert sich der Rückgang auf 18,39 Prozent. Die schwache Kursentwicklung stützt die Einschätzung, dass ein Teil der negativen Erwartungen bereits eingepreist sein könnte. Sie ist jedoch kein Beleg für eine unmittelbar bevorstehende Erholung.

Fazit & Ausblick

Bernstein sieht bei Lowe’s aktuell keinen schnellen Aufschwung, aber die bessere Ausgangsposition gegenüber Home Depot. Entscheidend bleiben die Entwicklung der Hypothekenzinsen, die Ausgabenbereitschaft der Hausbesitzer, die Auftragspipelines der Handwerker und die Wirkung des Pro-Treueprogramms. Eine nachhaltige Erholung dieser Indikatoren wäre der wichtigste Katalysator für die Lowe’s-Aktie.

Hinweise zu diesem Inhalt AI Modified — Inhalt mit Unterstützung von KI erstellt

Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.

Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.

Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

Goldesel Community

Jetzt kostenlos der Goldesel Community beitreten

  • Sichere dir kostenlosen Zugang zu täglichen Börseninfos
  • Deutschlands beste Trading-Community - Sei ein Teil von uns