Lockheed Martin erhält 1,2-Mrd.-Dollar-Auftrag für Präzisionsrakete PrSM
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Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Armee vergibt an Lockheed Martin einen IDIQ-Vertrag mit einem Volumen von bis zu 1,2 Mrd. US-Dollar für PrSM Increment 2.
- Der zweite Flugtest im August bestätigte den Einsatz der Rakete gegen bewegliche maritime Ziele nach dem Start von einem HIMARS-System.
- Der Vertrag umfasst die Erstbeschaffung, Folgeaufträge, weitere Produktion und die laufende Entwicklung des Waffensystems.
- Lockheed Martin baut die Produktionskapazität für PrSM auf das Vierfache aus; zusätzliche Flugtests sind für 2027 geplant.
Marktanalyse & Details
Großauftrag mit langfristiger Reichweite
Die US-Armee stärkt Lockheed Martins Präzisionswaffen-Sparte mit einem Vertrag über die zweite Entwicklungsstufe der Precision Strike Missile. Der IDIQ-Rahmenvertrag hat eine Obergrenze von bis zu 1,2 Mrd. US-Dollar. Er ist damit wirtschaftlich relevant, stellt aber nicht automatisch einen sofort verbuchten Umsatz in dieser Höhe dar: Die tatsächlichen Erlöse hängen von den später abgerufenen Mengen und Einzelaufträgen ab.
Lockheed Martin beginnt nach eigenen Angaben mit der Produktion der ersten PrSM-Increment-2-Flugkörper und setzt parallel die Flugtests sowie die technische Weiterentwicklung fort. Die Arbeiten finden an Standorten des Konzerns und innerhalb der US-amerikanischen industriellen Basis statt.
Technischer Fortschritt und Produktionshochlauf
PrSM Increment 2 absolvierte den ersten Flugtest im März und den zweiten im August. Dabei wurde die Rakete von einem HIMARS-System gestartet, absolvierte die vorgesehenen Flugphasen und demonstrierte ihre Fähigkeit, ein bewegliches Ziel auf See zu bekämpfen. Technologien aus Lockheed Martins Strigo-Lösungsfamilie flossen in Teile des Lenkungspakets ein.
Der geplante Ausbau der Produktionskapazität auf das Vierfache ist ein wichtiger operativer Schritt. Er soll Lockheed Martin in die Lage versetzen, steigende Bestellungen der US-Armee zu bedienen, sobald das Programm von der Test- in eine größere Beschaffungsphase übergeht.
Einordnung für Anleger
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Lockheed Martin von der langfristigen Modernisierung der US-Raketenstreitkräfte profitieren kann. Der neue Vertrag verbessert die Sichtbarkeit für künftige Aufträge und unterstützt den Ausbau einer strategisch wichtigen Produktionslinie. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch vor allem eine Perspektive auf künftiges Wachstum und keinen unmittelbar gesicherten Umsatz von 1,2 Mrd. US-Dollar. Entscheidend bleiben die tatsächlichen Abrufe, die Kostenentwicklung beim Kapazitätsausbau und der erfolgreiche Abschluss der weiteren Flugtests.
Der Auftrag reiht sich in eine Serie jüngster Geschäftsimpulse ein. Am 18. September erhöhte die US Navy mit einer Vertragsänderung die Obergrenze eines F-35-Unterstützungsauftrags um rund 871,2 Mio. US-Dollar. Zudem erhielt Lockheed Martin eine Army-Vertragsänderung über 234,46 Mio. US-Dollar für 16 UH-60M-Black-Hawk-Hubschrauber. Das unterstreicht die breite Nachfrage über Raketen-, Luftfahrt- und Hubschrauberprogramme hinweg.
Fazit & Ausblick
Mit PrSM Increment 2 gewinnt Lockheed Martin zusätzlichen Auftrags- und Produktionsspielraum im Bereich weitreichender Präzisionswaffen. Im Fokus stehen nun die geplanten Flugtests 2027 und die Frage, wie schnell die US-Armee größere Stückzahlen abruft. Erst diese Schritte werden zeigen, wie stark sich der Rahmenvertrag in tatsächliches Umsatz- und Ergebniswachstum übersetzt.
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