Lockheed Martin: Ducommun erhält PAC-3-Auftrag über mehr als 35 Mio. US-Dollar
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Ducommun erhält von Simmonds Precision Products einen Auftrag über mehr als 35 Mio. US-Dollar für elektronische Baugruppen der PAC-3-Raketenfamilie von Lockheed Martin.
- Die Produktion der Baugruppen erfolgt im Ducommun-Standort in Tulsa, Oklahoma, und baut auf einem bestehenden PAC-3-Geschäft auf.
- Lockheed Martin erhielt zudem einen US-Armee-Auftrag über 1,21 Mrd. US-Dollar für die Precision Strike Missile Increment 2.
- Die Lockheed-Martin-Aktie notiert am 15. September 2026 bei 459,20 Euro und liegt seit Jahresbeginn 10,74 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
Neue PAC-3-Nachfrage stärkt die Lieferkette
Ducommun hat am 15. September einen Auftrag von Simmonds Precision Products über mehr als 35 Mio. US-Dollar bekannt gegeben. Geliefert werden elektronische Baugruppen für die PAC-3-Familie von Lockheed Martin. Die Komponenten entstehen im Engineering- und Fertigungszentrum des Zulieferers in Tulsa, Oklahoma.
Für Lockheed Martin handelt es sich nicht um einen direkt ausgewiesenen neuen Konzernauftrag. Der Auftrag signalisiert jedoch, dass die industrielle Lieferkette rund um das wichtige Luftverteidigungsprogramm weiter ausgelastet wird. Ducommun bezeichnete die Vereinbarung als Ausbau seines bestehenden PAC-3-Geschäfts.
Großaufträge für Raketen und Torpedos
Der neue Zulieferauftrag folgt auf mehrere umfangreiche Vertragsmeldungen für Lockheed Martin:
- Die US-Armee vergab einen Auftrag über 1,21 Mrd. US-Dollar für die Precision Strike Missile Increment 2. Die Arbeiten sollen bis zum 13. September 2031 abgeschlossen sein.
- Die US-Luftwaffe stockte einen Vertrag für die Joint Air-to-Surface Standoff Missile und die Long Range Anti-Ship Missile um 825,98 Mio. US-Dollar auf. Der kumulierte Vertragswert steigt damit auf 10,48 Mrd. US-Dollar.
- Für das MK-48-Schwergewichtstorpedo-Programm erhielt Lockheed Martin eine Vertragsänderung über 257,28 Mio. US-Dollar. Die Arbeiten sollen bis September 2029 laufen.
Die Aufträge verteilen sich damit auf Luftverteidigung, Präzisionsraketen, weitreichende Anti-Schiffs-Waffen und maritime Systeme. Neben der US-Nachfrage sind bei einzelnen Programmen auch ausländische Kunden wie Australien beteiligt.
Analysten-Einordnung
Die Kombination aus neuen Raketenaufträgen und der anhaltenden PAC-3-Nachfrage verbessert die Visibilität für Lockheed Martins Raketensparte. Dies deutet darauf hin, dass geopolitische Spannungen und steigende europäische Verteidigungsausgaben weiterhin in konkrete Beschaffungsprogramme übersetzt werden.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Entscheidung der Europäischen Union, der Ukraine den Kauf US-amerikanischer Patriot-Systeme und PAC-3-Raketen mit neuen Finanzhilfen zu ermöglichen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung allerdings nicht automatisch einen entsprechenden Umsatzsprung bei Lockheed Martin: Der Ducommun-Auftrag wird beim Zulieferer verbucht, während Lockheed Martin von der Nachfrage über seine eigenen System- und Programmaufträge profitiert.
Die positive Markteinschätzung bleibt ein weiterer Faktor. UBS stufte die Aktie am 8. September von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 581 auf 674 US-Dollar. Bei einem Kurs von 459,20 Euro und einem bisherigen Jahresplus von 10,74 Prozent ist ein Teil der Erwartung an steigende Verteidigungsausgaben bereits im Kurs reflektiert. Entscheidend wird daher sein, ob Lockheed Martin das Auftragsmomentum in nachhaltiges Umsatz-, Margen- und Cashflow-Wachstum umsetzen kann.
Fazit & Ausblick
Der PAC-3-Auftrag von Ducommun ist vor allem ein indirektes Signal für die anhaltende Nachfrage nach Lockheed Martins Luftverteidigungssystemen. Zusammen mit dem 1,21-Mrd.-US-Dollar-Auftrag für die Precision Strike Missile und den jüngsten Vertragsaufstockungen ergibt sich ein konstruktives Bild der Auftragspipeline. Im weiteren Jahresverlauf sollten Anleger besonders auf neue Bestellungen, die Ausführung der bestehenden Programme sowie die Auswirkungen auf Umsatz, Margen und freien Cashflow achten.
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