Lanxess Aktie: EBITDA-Ausblick auf 450 bis 500 Millionen Euro eingeengt

Lanxess Aktie: EBITDA-Ausblick auf 450 bis 500 Millionen Euro eingeengt

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Lanxess erwartet 2026 ein bereinigtes EBITDA von 450 bis 500 Millionen Euro und damit weniger als bisher am oberen Ende der Prognosespanne.
  2. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 9,7 Prozent auf rund 1,47 Milliarden Euro.
  3. Das bereinigte EBITDA legte um 11,2 Prozent auf 139 Millionen Euro zu.
  4. Wegen hoher Abschreibungen blieb unterm Strich ein Verlust von 70 Millionen Euro.

Marktanalyse & Details

Quartalswachstum trifft auf eingeengte Prognose

Der Spezialchemiekonzern rechnet für das Gesamtjahr 2026 nun mit einem bereinigten EBITDA am oberen Ende einer Spanne von 450 bis 500 Millionen Euro. Zuvor reichte die Prognosespanne von 450 bis 550 Millionen Euro. Die Konkretisierung ist daher nicht mit einer Anhebung des möglichen Höchstwerts gleichzusetzen: Dieser sinkt um 50 Millionen Euro, auch wenn Lanxess weiterhin das obere Ende der neuen Spanne anpeilt.

Im dritten Quartal entwickelte sich das operative Geschäft besser als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz erreichte rund 1,47 Milliarden Euro nach etwa 1,34 Milliarden Euro; das bereinigte EBITDA stieg von 125 auf 139 Millionen Euro. Unter dem Strich stand dennoch ein Nettoverlust von 70 Millionen Euro, nach einem Minus von 77 Millionen Euro vor einem Jahr. Als Grund für den erneuten Verlust nennt die Meldung hohe Abschreibungen.

Kostensenkungen helfen, Nachfrage bleibt schwach

Lanxess-Chef Matthias Zachert zufolge tragen die Kostensenkungen zur Ergebnisentwicklung bei. Zugleich sieht der Konzern in wichtigen Absatzmärkten noch keine breite und nachhaltige Nachfrageerholung. Besonders Agrochemie, Autoindustrie und Bauwirtschaft bleiben herausfordernd. Höhere Verkaufspreise stützen derzeit die Entwicklung europäischer Chemieunternehmen.

Analysten-Einordnung: Die Quartalszahlen zeigen eine operative Verbesserung, aber noch keine robuste Erholung über die Endmärkte hinweg. Dass Lanxess die Prognose am oberen Ende der engeren Spanne erwartet, ist ein positives Signal für das laufende Ergebnis; die abgesenkte Obergrenze macht jedoch deutlich, dass der Spielraum gegenüber der bisherigen Planung kleiner geworden ist. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Entscheidend bleibt, ob Kostendisziplin und Preiseffekte anhalten und sich die Nachfrage im Schlussquartal stabilisiert. Ein weiterhin negativer Nettogewinn trotz höherem EBITDA unterstreicht zudem, dass operative Fortschritte allein die Belastung durch Abschreibungen nicht beseitigen.

Fazit & Ausblick

Lanxess stellt für 2026 ein bereinigtes EBITDA am oberen Ende der neuen Spanne von 450 bis 500 Millionen Euro in Aussicht. Zudem erwartet das Unternehmen laut vorliegenden Angaben auch im vierten Quartal einen positiven Free Cashflow. Für die weitere Entwicklung sind damit vor allem die tatsächliche Nachfrage in den Kernmärkten und die Umsetzung der Kostensenkungen maßgeblich.

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