Lam Research Aktie: Lieferengpässe und Ausblick belasten trotz starkem Quartal

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Lam Research steigerte den Umsatz im ersten Geschäftsquartal um 54 Prozent auf 8,22 Milliarden US-Dollar.
  2. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,20 US-Dollar lag knapp über der Analystenschätzung von 2,18 US-Dollar.
  3. Für das laufende Quartal stellt das Unternehmen 8,6 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht; Lieferengpässe bremsen den Ausblick.
  4. Die Aktie geriet am Donnerstag trotz der übertroffenen Quartalserwartungen deutlich unter Druck.

Marktanalyse & Details

Starke Quartalszahlen, aber kein positiver Überraschungsschub

Lam Research meldete für das im September beendete erste Geschäftsquartal einen Umsatz von 8,22 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und übertraf die Markterwartung von 8,14 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich auf 2,20 US-Dollar, verglichen mit prognostizierten 2,18 US-Dollar. Auch beim ausgewiesenen Gewinn legte der Ausrüster zu: Er betrug 2,75 Milliarden US-Dollar nach 1,57 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor.

Die operative Entwicklung war ebenfalls robust. Die bereinigte Bruttomarge stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozentpunkte auf 52,4 Prozent; die operative Marge lag bei 40,2 Prozent. Das Unternehmen führte die Nachfrage unter anderem auf den Ausbau von KI-Rechenleistung und die zunehmende Komplexität von Halbleitern zurück.

Lieferkette und China-Ausblick im Fokus

Für das laufende zweite Geschäftsquartal erwartet Lam einen Umsatz von 8,6 Milliarden US-Dollar, mit einer Spanne von plus oder minus 400 Millionen US-Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lautet die Prognose 2,33 US-Dollar, mit einer Bandbreite von 15 Cent nach oben oder unten. Die Umsatzmitte liegt damit nahe an den Markterwartungen; auch die Gewinnprognose entspricht weitgehend dem Konsens.

Der entscheidende Dämpfer für Anleger: Das Management verwies auf kurzfristige Engpässe in der Lieferkette, die das mögliche Auslieferungsvolumen begrenzen. Zudem rückte der Ausblick für das China-Geschäft in den Vordergrund. China stellte zuletzt mehr als ein Drittel des Umsatzes. Für einen Anlagenbauer ist das relevant, weil verzögerte Auslieferungen und regionale Nachfrageschwankungen unmittelbar auf den Quartalsumsatz durchschlagen können.

  • Umsatz Q1: 8,22 Milliarden US-Dollar, gegenüber 8,14 Milliarden US-Dollar erwartet
  • Bereinigtes EPS Q1: 2,20 US-Dollar, gegenüber 2,18 US-Dollar erwartet
  • Umsatzprognose Q2: 8,6 Milliarden US-Dollar plus oder minus 400 Millionen US-Dollar
  • Bereinigte Bruttomarge: 52,4 Prozent; operative Marge: 40,2 Prozent

Analysten-Einordnung: Die Zahlen zeigen, dass die KI-getriebene Nachfrage Lam derzeit kräftiges Wachstum und hohe Margen ermöglicht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung jedoch nicht automatisch, dass die Aktie weiter steigt: Entscheidend ist, ob Lam die Nachfrage zeitnah in ausgelieferte Anlagen und Umsatz umsetzen kann. Der Kursrückgang trotz übertroffener Erwartungen deutet darauf hin, dass der Markt kurzfristige Engpässe und die Nachhaltigkeit der Investitionen stärker gewichtet als den jüngsten Rückblick. Die Schwäche anderer Chipwerte verschärfte diesen Bewertungsdruck zusätzlich.

Fazit & Ausblick

Im nächsten Quartal kommt es darauf an, ob sich die Lieferkettenengpässe entspannen und Lam die erwarteten Umsätze erreichen kann. Die Prognose signalisiert weiterhin ein hohes Geschäftsvolumen, liefert gegenüber den Erwartungen aber kaum zusätzlichen Überraschungsspielraum. Für die weitere Kursentwicklung dürften deshalb sowohl die tatsächlichen Auslieferungen als auch neue Hinweise zur Investitionsbereitschaft der Halbleiterkunden maßgeblich sein.

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