Lam Research Aktie: Lieferengpässe und Ausblick belasten trotz Rekordquartal
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Lam Research meldete für das September-Quartal 8,22 Milliarden US-Dollar Umsatz und ein bereinigtes EPS von 2,20 US-Dollar.
- Für das laufende Quartal stellt das Unternehmen 8,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,33 US-Dollar bereinigten Gewinn je Aktie in Aussicht.
- Lieferengpässe und ein vorsichtigerer China-Ausblick dämpfen die Erwartungen an das kurzfristige Wachstum.
- Die Lam-Research-Aktie lag am 22. Oktober im Handel in Frankfurt bei 209,40 Euro und damit 4,36 Prozent im Minus.
Marktanalyse & Details
Starkes Quartal, aber begrenzter Kurstreiber
Lam Research steigerte den Umsatz im September-Quartal gegenüber dem Vorjahr um 54 Prozent auf 8,22 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 2,20 US-Dollar und lag damit leicht über den Markterwartungen. Auch die Margen verbesserten sich: Die bereinigte Bruttomarge betrug 52,4 Prozent, die operative Marge 40,2 Prozent.
Für das laufende Quartal erwartet der Chipausrüster einen Umsatz von 8,6 Milliarden US-Dollar, mit einer möglichen Abweichung von 400 Millionen nach oben oder unten. Beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Management mit 2,33 US-Dollar plus oder minus 0,15 US-Dollar. Die Prognose liegt insgesamt nahe an den Erwartungen; zugleich erklärte das Unternehmen, dass kurzfristige Einschränkungen in der Lieferkette den Umsatz begrenzen.
Lieferkette und China als zentrale Risiken
Die Börse bewertet damit weniger den Rückblick als die Frage, wie schnell Lam die Nachfrage tatsächlich bedienen kann. China machte im September-Quartal mehr als ein Drittel des Umsatzes aus; weitere wichtige Absatzmärkte waren Korea mit 20 Prozent und Taiwan mit 18 Prozent. Ein vorsichtigerer China-Ausblick trifft deshalb auf eine für Lam wesentliche Umsatzregion. Zusätzlich gerieten Chipwerte insgesamt unter Druck, nachdem Tesla seine Investitionsplanung für das laufende Jahr gesenkt hatte.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass die hohe Nachfrage nach Anlagen für die Halbleiterfertigung kurzfristig nicht automatisch in zusätzliches Lam-Wachstum mündet: Entscheidend sind Auslieferungsfähigkeit und regionale Nachfrage. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die starke Quartalsleistung zwar das strukturelle KI-Wachstum bestätigt, die kurzfristige Kursentwicklung aber stärker von Lieferketten und China abhängen kann. Die Aktie notierte trotz eines Rückgangs von 4,36 Prozent am 22. Oktober seit Jahresbeginn weiterhin 39,92 Prozent im Plus.
Fazit & Ausblick
Der nächste wichtige Prüfstein ist das laufende Quartal: Anleger dürften darauf achten, ob Lam die angekündigten Umsätze erreicht und die Lieferengpässe nachlassen. Bis dahin bleibt die Nachfrage nach Halbleiterfertigungsanlagen ein Rückenwind, während Ausführung und China-Geschäft die kurzfristigen Risiken bestimmen.
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