LAIQON-Aktie erhält BUY-Rating: Analyse sieht Kursziel bei 8,50 Euro

Laiqon AG AI Generated

Kurzüberblick

  • Eine am 31. August 2026 veröffentlichte Analyse bestätigt die Kaufempfehlung BUY für die LAIQON-Aktie und setzt das Zwölfmonatskursziel auf 8,50 Euro.
  • LAIQON erzielte im zweiten Quartal ein positives EBITDA von 1,08 Mio. Euro nach einem EBITDA-Verlust von 1,37 Mio. Euro im ersten Quartal.
  • Die Brutto-Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr um 63,4 Prozent auf 23,15 Mio. Euro, während das EBITDA noch bei minus 0,29 Mio. Euro lag.
  • Die Assets under Management erreichten zum 25. August 11,5 Mrd. Euro, die Digital-Wealth-AuM stiegen auf 1,5 Mrd. Euro.

Marktanalyse & Details

Kursziel signalisiert deutliches Aufwärtspotenzial

Die aktuelle Analyse bestätigt die Einstufung der LAIQON-Aktie mit BUY und nennt für die kommenden zwölf Monate ein Kursziel von 8,50 Euro. Beim aktuellen Kurs von 4,82 Euro, festgestellt am 31. August 2026 um 09:05 Uhr, entspricht dies einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von rund 76 Prozent. Die Aktie lag am Morgen 2,55 Prozent im Plus, notiert seit Jahresbeginn jedoch noch 5,12 Prozent niedriger.

Das Kursziel basiert auf einem Discounted-Cashflow-Modell. Es stellt keine Garantie für die Kursentwicklung dar, macht aber deutlich, dass die Analyse eine wesentliche Neubewertung erwartet, wenn LAIQON die operative Verbesserung nachhaltig bestätigt.

Profitabilität erreicht im zweiten Quartal einen Wendepunkt

Im ersten Halbjahr 2026 steigerte LAIQON die Brutto-Umsatzerlöse um 63,4 Prozent auf 23,15 Mio. Euro. Das EBITDA verbesserte sich trotz Restrukturierungsaufwendungen von 1,02 Mio. Euro auf minus 0,29 Mio. Euro. Entscheidend für die operative Entwicklung war das zweite Quartal: Der Umsatz wuchs gegenüber dem ersten Quartal um 23 Prozent auf 12,8 Mio. Euro, während das EBITDA auf 1,08 Mio. Euro drehte.

Bereinigt um den Restrukturierungsaufwand von rund 1 Mio. Euro und einen positiven M&A-Effekt von 0,7 Mio. Euro lag das Quartals-EBITDA laut Analyse bei etwa 1,4 Mio. Euro. Das entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 11 Prozent. Die Entwicklung spricht dafür, dass die nach der MainFirst-Übernahme vergrößerte Plattform zunehmend besser ausgelastet wird.

Asset Management liefert die Ertragsbasis

Das Segment Asset Management verfügte zum Halbjahresstichtag über rund 8,2 Mrd. Euro verwaltetes Vermögen und erwirtschaftete 3,4 Mio. Euro EBITDA bei einer Marge von etwa 22 Prozent. Damit bildet der Bereich den stabileren Ergebniskern des Konzerns. Zusätzlich besteht Potenzial für erfolgsabhängige Vergütungen, sofern sich die Fondsperformance bis zum Jahresende entsprechend entwickelt.

Als konkretes Beispiel gilt die Anteilklasse WHC Super-I mit einem verwalteten Vermögen von 239 Mio. Euro. Ihr Nettoinventarwert lag zuletzt rund 11 Prozent über dem Wert zum Start im März 2025. Die Anteilklasse sieht eine erfolgsabhängige Vergütung von 20 Prozent oberhalb einer Hurdle Rate von 4 Prozent und unter Berücksichtigung der High-Water-Mark vor. Die erste Gebührenperiode endet im Dezember 2026. Performance Fees sind allerdings von der weiteren Wertentwicklung abhängig und daher nicht sicher planbar.

Digital Wealth wächst schneller

Im Digital-Wealth-Segment stiegen die Assets under Management seit Jahresbeginn nahezu auf das Doppelte und erreichten zum 25. August 1,5 Mrd. Euro. Das White-Label-Geschäft von LAIC kam bereits zum Halbjahr auf 600 Mio. Euro. Im Juli überstiegen die Bruttozuflüsse 100 Mio. Euro und lagen damit im erwarteten monatlichen Wachstumstempo des dritten Quartals.

Die Vermögensverwaltung WertAnlage wird inzwischen von mehr als 100 Genossenschaftsbanken abgedeckt. Das entspricht rund einem Viertel des relevanten Marktes und lässt weiteres Vertriebspotenzial erkennen. Der gemeinsam mit Amundi gestartete KI-ETF erweitert zudem das skalierbare Produktangebot und unterstützt die Internationalisierung der Plattform.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass LAIQON den Übergang vom kostenintensiven Plattformaufbau zu einem skalierbaren Geschäftsmodell erreicht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass künftig nicht allein das AuM-Wachstum, sondern vor allem die Umwandlung zusätzlicher Vermögen in wiederkehrende Gebühren und EBITDA zählt. Das Chancenprofil verbessert sich dadurch deutlich, bleibt aber an anhaltende Mittelzuflüsse, eine stabile Kapitalmarktentwicklung und eine erfolgreiche Kostenkontrolle gebunden.

Jahresziele erreichbar, Finanzierung bleibt Prüfstein

LAIQON bestätigt für 2026 eine Umsatzspanne von 53 bis 58 Mio. Euro und ein EBITDA-Ziel von 4,5 bis 7,5 Mio. Euro. Um selbst das untere Ende zu erreichen, muss der Konzern im zweiten Halbjahr mindestens 29,8 Mio. Euro Umsatz und 4,8 Mio. Euro EBITDA erzielen. Die Analyse hält dies angesichts der höheren AuM-Basis, der schlankeren Kostenstruktur und möglicher Performance Fees für erreichbar.

Gleichzeitig bleibt die Finanzierung ein wichtiger Risikofaktor. Zum Halbjahr standen 10,5 Mio. Euro liquide Mittel rund 17,2 Mio. Euro kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungen und Kaufpreisverpflichtungen gegenüber; Leasingverbindlichkeiten sind dabei nicht enthalten. Im Juli flossen weitere 1,5 Mio. Euro aus einer Anleihe zu. LAIQON strebt bis zum 29. September 2026 die Platzierung der verbleibenden 2,6 Mio. Euro der Anleihe 2026/31 an. Auf vereinfachter Basis müsste ein verbleibender Finanzierungsbedarf von rund 2,6 Mio. Euro aus der operativen Cash-Generierung gedeckt werden.

GROWTH 28 setzt auf weitere Skalierung

Mit der Strategie GROWTH 28 will LAIQON die Assets under Management bis 2028 auf mehr als 15 Mrd. Euro steigern. Der Konzern lag Ende August bereits bei 11,5 Mrd. Euro und damit über dem Stand von 11,0 Mrd. Euro zum Ende des zweiten Quartals. Besonders die Kombination aus Asset Management, Wealth Management und Digital Wealth soll die Plattformauslastung weiter erhöhen.

Das ausgewiesene EBIT kann durch höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus der MainFirst-Transaktion belastet bleiben. Diese PPA-Amortisationen wirken sich jedoch nicht auf EBITDA oder Cashflow aus. Für die Beurteilung der aktuellen operativen Dynamik ist daher das EBITDA aussagekräftiger, während Bilanzqualität und Liquidität weiterhin separat beobachtet werden müssen.

Fazit & Ausblick

Die positive EBITDA-Entwicklung im zweiten Quartal stärkt die Investmentstory der LAIQON-Aktie. Das BUY-Rating mit einem Kursziel von 8,50 Euro setzt voraus, dass das Digital-Wealth-Wachstum anhält, die Jahresziele erreicht werden und die Finanzierungslücke geschlossen wird. Kurzfristige Prüfsteine sind die geplante Anleiheplatzierung bis zum 29. September und die Entwicklung möglicher Performance Fees bis zum Ende des ersten Gebührenzeitraums im Dezember 2026.

Hinweise zu diesem Inhalt AI Modified — Inhalt mit Unterstützung von KI erstellt

Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.

Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.

Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.

Goldesel Community

Jetzt kostenlos der Goldesel Community beitreten

  • Sichere dir kostenlosen Zugang zu täglichen Börseninfos
  • Deutschlands beste Trading-Community - Sei ein Teil von uns