Kroger Aktie: Neue Ziele sehen bis 2029 höhere Umsatz- und Gewinnzuwächse vor
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Kroger peilt für 2029 rund 3 % vergleichbares Umsatzwachstum ohne Kraftstoff und Apotheken an.
- Für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 erwartet der Konzern 3 bis 6 % EBITDA- und 7 bis 11 % bereinigtes EPS-Wachstum pro Jahr.
- Die neuen Langfristziele schließen die geplante Übernahme von Giant Eagle aus und ersetzen das frühere Renditeziel für Aktionäre.
- Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bleibt unverändert: Das bereinigte EPS soll 5,10 bis 5,30 US-Dollar erreichen.
Marktanalyse & Details
Neue Wachstumsziele bis 2029
Kroger hat bei einer Investorenveranstaltung am 20. Oktober einen aktualisierten Finanzrahmen vorgestellt. Für 2029 strebt der US-Lebensmittelhändler rund 3 % vergleichbares Umsatzwachstum an, wobei Kraftstoff und Apotheken ausgenommen sind. Für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 setzt das Unternehmen eine jährliche Wachstumsrate von 3 bis 6 % beim bereinigten EBITDA und 7 bis 11 % beim bereinigten Nettogewinn je Aktie (EPS) an. Sämtliche neuen Ziele berücksichtigen die ausstehende Giant-Eagle-Übernahme nicht.
Das EPS-Wachstumsziel ersetzt das bisherige Ziel einer Gesamtrendite für Aktionäre von 8 bis 11 %, das auch die Dividendenrendite einbezog. Der neue Maßstab konzentriert sich damit auf das Gewinnwachstum und bildet die Ausschüttung nicht mehr in derselben Kennzahl ab.
Geschäftsjahr 2026: Prognose bestätigt
Kroger bekräftigte zugleich seine Jahresprognose. Das bereinigte EPS soll 5,10 bis 5,30 US-Dollar betragen; die Spanne umfasst den genannten Marktkonsens von 5,18 US-Dollar. Beim vergleichbaren Umsatz ohne Kraftstoff erwartet der Konzern weiterhin ein Wachstum von 0,2 bis 0,8 %. Der freie Cashflow soll 2,7 bis 2,9 Milliarden US-Dollar erreichen, die Investitionen sind mit 3,8 bis 4,0 Milliarden US-Dollar veranschlagt.
Strategie und Analysten-Einordnung
Kroger will nach eigener Darstellung stärker in Kundenwert, E-Commerce und Kosteneffizienz investieren. Dazu zählen frische Lebensmittel, Eigenmarken und das Boost-Mitgliedschaftsprogramm, der Ausbau digitaler Verkäufe und Werbeerlöse sowie Einsparungen durch direkte Beschaffung, vereinfachte Abläufe und den Einsatz von Technologie und künstlicher Intelligenz. Die Kapitalallokation bleibt auf Wachstum, finanzielle Stärke, Dividenden vorbehaltlich der Zustimmung des Verwaltungsrats und Aktienrückkäufe ausgerichtet.
Analysten-Einordnung: Die Ziele verbinden moderates vergleichbares Umsatzwachstum mit deutlich höheren angestrebten Zuwächsen bei EBITDA und EPS. Dies deutet darauf hin, dass Kroger einen wesentlichen Teil des Gewinnwachstums über Margenverbesserungen, Kostenkontrolle und eine effizientere Umsetzung erzielen will – nicht allein über höhere Verkaufsvolumen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die Umsetzung der Einsparungen und Investitionen entscheidend wird. Zudem sollten die Kennzahlen mit Vorsicht verglichen werden: Die Langfristziele sind bereinigt und schließen Giant Eagle aus, während eine Übernahme die künftige Unternehmensgröße und Vergleichbarkeit verändern könnte.
Fazit & Ausblick
Mit der bestätigten 2026-Prognose und den neuen Zielen für 2027 bis 2029 schafft Kroger einen mehrjährigen Orientierungsrahmen, aber keine Garantie für die angestrebten Wachstumsraten. Im Fokus stehen nun die Entwicklung der vergleichbaren Verkäufe, die Umsetzung der Kostensenkungen und die Fähigkeit, daraus ein stärkeres bereinigtes Ergebnis je Aktie abzuleiten. Auch die Einordnung der Giant-Eagle-Übernahme bleibt wichtig, da sie in den neuen Zielen noch nicht enthalten ist.
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