KKR & Aktie: EQT rückt bei Qiagen vor – KKR offenbar ebenfalls interessiert
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- EQT soll für Qiagen 46,50 Euro je Aktie bieten; eine Zustimmung des Aufsichtsrats steht Kreisen zufolge bevor.
- Eine endgültige Entscheidung oder offizielle Mitteilung lag zunächst nicht vor.
- Auch KKR wurde als Interessent genannt; einem Bericht zufolge soll der Finanzinvestor ein Angebot abgegeben haben.
- Das mögliche Geschäft würde Qiagen mit knapp zehn Milliarden Euro bewerten.
Marktanalyse & Details
EQT-Angebot könnte kurz vor Zustimmung stehen
Der schwedische Investor EQT befindet sich Kreisen zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Übernahme des Diagnostikkonzerns Qiagen. Der Aufsichtsrat dürfte einem Angebot von 46,50 Euro je Aktie in Kürze zustimmen. Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen; eine offizielle Mitteilung könnte noch am 21. Oktober erfolgen.
Qiagen hatte den Handel am Mittwoch bei 42,80 Euro nahezu unverändert beendet. Der kolportierte Angebotspreis liegt damit rund 8,6 Prozent über diesem Schlusskurs. Bei einem Transaktionswert von knapp zehn Milliarden Euro wäre es eine der größeren Übernahmen im europäischen Gesundheitssektor in diesem Jahr.
KKR als möglicher Bieter
KKR war bereits zuvor als möglicher Interessent für Qiagen gehandelt worden. Ein Bericht vom Vortag sprach zudem davon, dass KKR ebenfalls ein Angebot abgegeben haben soll. Details zu einem möglichen Gebot oder dazu, ob KKR noch im Prozess ist, sind bislang nicht bekannt. Die jüngsten Meldungen stellen EQT dagegen als Investor dar, dessen Angebot kurz vor einer möglichen Zustimmung steht.
Qiagen hatte im Frühjahr bestätigt, mithilfe von Banken strategische Optionen zu prüfen. Der Prozess soll unter dem neuen Vorstandschef Jonathan Pratt fortgesetzt werden, der Anfang September sein Amt antrat. Die seit Monaten kursierenden Verkaufsüberlegungen hatten die Qiagen-Aktie bereits gestützt; auf Sicht von sechs Monaten lag sie zuletzt fast ein Viertel im Plus.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Qiagen-Prozess in eine entscheidende Phase eintritt, während KKR möglicherweise nicht mehr die aussichtsreichste Position innehat. Für KKR-Anleger ist ein möglicher Verlust des Bieterverfahrens allein kein ausreichender Hinweis auf eine wesentliche Veränderung der Konzernperspektive: Entscheidend wären ein bestätigtes Gebot, dessen Konditionen und die finanziellen Folgen eines möglichen Erwerbs oder Rückzugs. Solange die Angaben nicht offiziell bestätigt sind, bleibt die Rolle von KKR unsicher.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt stehen nun eine mögliche Zustimmung des Qiagen-Aufsichtsrats und eine offizielle Mitteilung zu EQTs Angebot. Auch Klarheit darüber, ob KKR tatsächlich geboten hat und noch beteiligt ist, könnte den weiteren Verlauf des Bieterwettbewerbs bestimmen. Bis dahin bleiben Preis und Abschluss einer Übernahme ungesichert.
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