InMode Aktie: Steel Partners verschärft Streit um 16,75-Dollar-Übernahmeangebot
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Steel Partners bekräftigt sein Barangebot vom 9. Juli 2026, bis zu 100 Prozent der InMode-Aktien für 16,75 US-Dollar je Aktie zu erwerben.
- Der Investor kritisiert die Unabhängigkeit des InMode-Verwaltungsrats und wirft ihm vor, keinen fairen Prüfprozess sicherzustellen.
- InModes Sonderausschuss prüft weiterhin einen strategischen Vorschlag; Investorengespräche und eine Telefonkonferenz zu den Q3-Zahlen sind vorerst ausgesetzt.
- InMode stellte für Q3 vorläufig 91,8 bis 92 Millionen US-Dollar Umsatz und für 2026 insgesamt 365 bis 375 Millionen US-Dollar in Aussicht.
Marktanalyse & Details
Steel Partners erhöht den Druck auf den Verwaltungsrat
In einem offenen Brief an die Stakeholder erklärte Steel Partners, sein Übernahmevorschlag bestehe mehr als drei Monate nach der Einreichung weiterhin. Der langjährige InMode-Aktionär bietet nach eigenen Angaben 16,75 US-Dollar je Aktie in bar und will bis zu 100 Prozent der ausstehenden Aktien erwerben. Steel Partners kritisiert, bislang nicht genügend Informationen erhalten zu haben, um das Angebot voranzubringen.
Der Investor stellt zudem die Unabhängigkeit des Verwaltungsrats infrage. Er behauptet, das Gremium könne einen Vorschlag des eigenen Vorstandschefs nicht unvoreingenommen mit dem konkurrierenden Angebot eines externen Aktionärs vergleichen. Steel Partners kündigt an, den Verwaltungsrat nach Ablauf seines Angebots zur Verantwortung zu ziehen und mögliche Schritte zum Schutz der Aktionärsinteressen zu verfolgen. Das sind Vorwürfe und Forderungen des Investors; eine unabhängige Feststellung eines Fehlverhaltens liegt in den vorliegenden Angaben nicht vor.
Prüfung strategischer Vorschläge und Umsatzprognose
InMode hatte am 13. Oktober mitgeteilt, dass ein Sonderausschuss weiterhin einen strategischen Vorschlag prüft. Zugleich kündigte das Unternehmen an, im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Q3-Zahlen weder eine Telefonkonferenz noch einen Webcast abzuhalten und vorerst keine Investorentermine durchzuführen.
- Q3 2026: Der vorläufige Umsatz liegt laut InMode zwischen 91,8 und 92 Millionen US-Dollar; die Vergleichsschätzung betrug 91,59 Millionen US-Dollar.
- Geschäftsjahr 2026: InMode erwartet einen Umsatz von 365 bis 375 Millionen US-Dollar; die Vergleichsschätzung lag bei 370,27 Millionen US-Dollar.
Die Q3-Angaben sind vorläufig und ungeprüft. InMode erklärte, die Finanz- und Betriebsdaten würden noch fertiggestellt und könnten sich durch Abschlussarbeiten oder Anpassungen ändern.
Analysten-Einordnung: Der Konflikt dreht sich nicht nur um den gebotenen Preis, sondern auch um den Zugang zu Informationen und die Glaubwürdigkeit des Prüfverfahrens. Das offene Schreiben erhöht den Druck auf den Verwaltungsrat, belegt für sich genommen aber weder einen Verstoß gegen Pflichten noch den Ausgang der laufenden Prüfung. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem anhaltende Unsicherheit darüber, ob das Barangebot weiterverfolgt, verändert oder durch eine andere strategische Lösung überholt wird. Die ausgesetzten Investorentermine erschweren zugleich die unmittelbare Einordnung durch das Management.
Fazit & Ausblick
Entscheidend sind nun der Fortgang der Prüfung durch den Sonderausschuss, die Reaktion des Verwaltungsrats auf Steel Partners’ Forderungen und die endgültigen Q3-Zahlen. Ein konkreter Termin für die Veröffentlichung der finalen Ergebnisse oder eine Entscheidung über die strategischen Vorschläge ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
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