IBERDROLA Aktie: DZ Bank hebt Rating auf Halten und Kursziel auf 22 Euro
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Iberdrola erwartet für 2026 nun mindestens zehn Prozent mehr bereinigten Gewinn statt zuvor mehr als acht Prozent.
- Der bereinigte Nettogewinn stieg in den ersten neun Monaten um neun Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.
- Die DZ Bank hob ihre Einstufung von Verkaufen auf Halten und das Kursziel von 19 auf 22 Euro an.
- Das Stromnetzgeschäft trieb das operative Ergebnis; die Aktie notierte zuletzt bei 21,44 Euro.
Marktanalyse & Details
Gewinnprognose steigt nach starkem Neunmonatsergebnis
Iberdrola rechnet für das Gesamtjahr 2026 jetzt mit einem Zuwachs des bereinigten Überschusses von mindestens zehn Prozent. Zuvor hatte der spanische Energiekonzern ein Plus von mehr als acht Prozent in Aussicht gestellt. In den ersten neun Monaten erhöhte sich der bereinigte Nettogewinn im Jahresvergleich um neun Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.
Das bereinigte EBITDA legte um sieben Prozent auf 11,9 Milliarden Euro zu. Der Umsatz stieg um gut sechs Prozent auf 34,4 Milliarden Euro. Besonders das Stromnetzgeschäft unterstützte die Entwicklung. Analystenerwartungen wurden beim bereinigten Nettogewinn und beim Umsatz leicht übertroffen, während das operative Ergebnis etwas hinter den Prognosen zurückblieb.
DZ Bank sieht begrenzten Spielraum zum Kursziel
Die DZ Bank änderte ihre Empfehlung für die Iberdrola-Aktie von „Verkaufen“ auf „Halten“ und erhöhte den fairen Wert von 19 auf 22 Euro. Beim zuletzt gemeldeten Kurs von 21,44 Euro liegt das neue Kursziel nur moderat höher. Die Aktie gewann am Handelstag 1,95 Prozent und lag seit Jahresbeginn 16,21 Prozent im Plus.
Analysten-Einordnung: Die höhere Gewinnprognose und das Wachstum im Netzgeschäft stützen die Einschätzung, dass Iberdrola von anhaltendem Investitionsbedarf in Strominfrastruktur profitiert. Die Anhebung auf „Halten“ statt „Kaufen“ signalisiert zugleich, dass die DZ Bank den jüngsten Kursanstieg bereits weitgehend eingepreist sieht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die operative Perspektive verbessert sich, während das Kursziel nur noch einen überschaubaren Abstand zum aktuellen Kurs lässt.
Netzinvestitionen als Wachstumstreiber
Zusätzliche Unternehmensangaben heben Rekordinvestitionen von 10,1 Milliarden Euro hervor. Das EBITDA des Netzgeschäfts wuchs demnach um 15 Prozent. Außerdem soll die Zwischendividende um 8,7 Prozent auf 0,275 Euro je Aktie steigen. Diese Zahlen unterstreichen, dass Iberdrola Wachstum und Ausschüttung mit hohen Investitionen in die Infrastruktur verbindet.
Fazit & Ausblick
Die angehobene Gewinnprognose stärkt den operativen Ausblick für 2026, bleibt aber angesichts des bereits kräftigen Kursanstiegs kein eindeutiger Bewertungsimpuls. Entscheidend wird sein, ob Iberdrola das starke Netzgeschäft aufrechterhalten und die geplanten Investitionen in Erträge umsetzen kann. Der Kapitalmarkttag im April 2027 ist ein wichtiger nächster Termin für weitere Aussagen zur langfristigen Investitions- und Wachstumsstrategie.
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