Hornbach-Aktie zieht nach Q2-Zahlen an: Umsatz +7,3%, EBIT +12,8%, Prognose bestätigt

Hornbach Holding AG & Co. KGaA AI Generated

Kurzüberblick

  • Hornbach Holding steigerte den Nettoumsatz im zweiten Quartal 2026/27 um 7,3% auf 1.813,7 Mio. EUR.
  • Das bereinigte EBIT legte trotz anhaltenden Kostendrucks um 12,8% auf 124,6 Mio. EUR zu.
  • Robuste Kundennachfrage und 1,3 zusätzliche Verkaufstage stützten die Quartalsentwicklung.
  • Die Aktie erreichte im nachbörslichen Handel bis zu 85 EUR, während Hornbach die Jahresprognose bestätigte.

Marktanalyse & Details

Umsatz und Ergebnis wachsen schneller

Hornbach Holding hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 vom 1. Juni bis zum 31. August vorläufig 1.813,7 Mio. EUR umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahresquartal mit 1.689,9 Mio. EUR entspricht das einem Anstieg von 7,3%. Der Konzern begründet die Entwicklung mit einer robusten Kundennachfrage und einem positiven Kalendereffekt von 1,3 zusätzlichen Verkaufstagen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich von 110,5 Mio. EUR auf 124,6 Mio. EUR. Mit einem Plus von 12,8% wuchs das operative Ergebnis damit deutlich stärker als der Umsatz. Hornbach verweist auf das daraus resultierende Rohertragswachstum, der Kostendruck blieb jedoch bestehen. Rechnerisch verbesserte sich die bereinigte EBIT-Marge im Quartal von rund 6,5% auf 6,9%.

Halbjahreszahlen über Vorjahr

Für die ersten sechs Monate vom 1. März bis zum 31. August meldet Hornbach einen Nettoumsatz von 3.816,2 Mio. EUR. Das entspricht einem Wachstum von 6,0% gegenüber 3.599,1 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBIT stieg um 4,9% von 272,2 Mio. EUR auf 285,6 Mio. EUR.

  • Der Umsatz liegt nach sechs Monaten klar über dem Vorjahresniveau.
  • Das bereinigte Halbjahres-EBIT übertrifft bereits den bereinigten Gesamtjahreswert 2025/26 von 264,7 Mio. EUR.
  • Der Vergleich ist wegen der saisonalen Struktur des Baumarktgeschäfts nicht als sichere Jahresprognose zu verstehen.

Jahresprognose bleibt unverändert

Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet Hornbach weiterhin einen Nettoumsatz auf oder leicht über dem Vorjahresniveau von 6.433,9 Mio. EUR. Beim bereinigten EBIT rechnet der Konzern mit einem Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres von 264,7 Mio. EUR. Als Risiken nennt das Unternehmen unter anderem geopolitische Unsicherheiten, eine mögliche Belastung der Konsumstimmung sowie höhere Beschaffungs- und Logistikkosten.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass Hornbach die Nachfrage im Frühjahr und Sommer trotz des schwierigen Kostenumfelds in überproportionales Ergebniswachstum umwandeln konnte. Der Kalendereffekt relativiert den Umsatzanstieg zwar teilweise, die stärkere EBIT-Entwicklung spricht dennoch für eine bessere operative Hebelwirkung im zweiten Quartal. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung zunächst einen positiven Ergebnistreiber, aber keine neue Jahresprognose: Das Management bleibt angesichts der Kosten- und Geopolitikrisiken vorsichtig. Entscheidend wird daher, ob die Margenverbesserung im zweiten Halbjahr Bestand hat.

Aktienreaktion im erweiterten Handel

Die vorläufigen Zahlen stützten die Hornbach-Aktie nachbörslich. Im erweiterten Handel wurden bis zu 85 EUR erreicht, rund 4% über dem Xetra-Schlusskurs. Damit näherte sich der SDAX-Wert einem Vierwochenhoch und konnte die zuletzt umkämpfte 21-Tage-Linie wieder ins Visier nehmen. Der technische Impuls ist jedoch erst dann nachhaltig, wenn die endgültigen Zahlen und der Ausblick am regulären Markt bestätigt werden.

Fazit & Ausblick

Hornbach liefert im zweiten Quartal ein solides Umsatz- und Ergebniswachstum. Der nächste wichtige Termin ist der 29. September 2026: Dann veröffentlicht der Konzern die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr und veranstaltet eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten.

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