H&M übertrifft im dritten Quartal Gewinn- und Umsatzerwartungen – EBIT-Marge steigt auf 10,6 Prozent
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- H&M erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 57,189 Milliarden SEK und lag damit leicht über der Markterwartung.
- Der Gewinn je Aktie stieg gegenüber dem Vorjahr um 28,4 Prozent auf 2,58 SEK und übertraf die Prognose von 2,20 SEK.
- Das operative Ergebnis legte um 22,9 Prozent auf 6,037 Milliarden SEK zu; die EBIT-Marge erreichte 10,6 Prozent.
- Für September erwartet der Modekonzern ein Umsatzplus von 1 Prozent in lokalen Währungen.
Marktanalyse & Details
Gewinn wächst deutlich stärker als der Umsatz
Im dritten Quartal vom 1. Juni bis 31. August 2026 setzte H&M 57,189 Milliarden schwedische Kronen (SEK) um. Das entspricht einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 57,017 Milliarden SEK. In lokalen Währungen stiegen die Verkäufe um 1 Prozent. Der Umsatz lag knapp über der Schätzung von 57,093 Milliarden SEK.
Deutlicher fiel die Verbesserung beim Ergebnis aus: Das EBIT erhöhte sich auf 6,037 Milliarden SEK nach 4,914 Milliarden SEK im Vorjahresquartal. Die operative Marge verbesserte sich von 8,6 auf 10,6 Prozent. Der Nettogewinn stieg um 27,6 Prozent auf 4,098 Milliarden SEK. Beim Ergebnis je Aktie erreichte H&M 2,58 SEK, verglichen mit 2,01 SEK vor einem Jahr und einer Schätzung von 2,20 SEK.
Das Unternehmen führt die höhere Profitabilität unter anderem auf Einkauf, Kostenkontrolle und effizientere Abläufe zurück. Im Bericht wird außerdem ein positiver Einmaleffekt im Zusammenhang mit Zöllen und Importen ausgewiesen. Die genaue Berechnungsbasis dieses Effekts geht aus den vorliegenden Kennzahlen nicht hervor.
Neunmonatsumsatz weiterhin unter Vorjahr
Über die ersten neun Monate hinweg blieb der Umsatz mit 161,624 Milliarden SEK unter dem Vorjahreswert von 169,064 Milliarden SEK. Der Nettogewinn entwickelte sich dagegen positiv und stieg von 7,753 auf 8,765 Milliarden SEK. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 4,86 auf 5,53 SEK.
Analysten-Einordnung: Die Quartalszahlen zeigen, dass H&M die Profitabilität derzeit stärker steigert als den Umsatz. Das deutet auf Wirkung der Kosten- und Effizienzmaßnahmen hin, während das nur moderate Umsatzwachstum die Grenzen der operativen Verbesserung sichtbar macht. Der ausgewiesene Einmaleffekt mahnt zudem zur Vorsicht: Für die Nachhaltigkeit der höheren Marge kommt es darauf an, ob H&M die Ergebnisverbesserung auch ohne solche Sondereinflüsse halten kann. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein besseres Gewinnbild, aber noch keinen Beleg für eine kräftige Erholung der Nachfrage.
Im Handel am 24. September notierte die H&M-Aktie um 08:19 Uhr bei 15,185 Euro und lag 3,94 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn stand sie zu diesem Zeitpunkt dennoch 11,69 Prozent im Minus. Die Kursbewegung folgt zeitlich auf die Veröffentlichung, belegt für sich genommen aber nicht, dass der Bericht allein dafür verantwortlich war.
Fazit & Ausblick
Für September 2026 rechnet H&M mit einem Umsatzplus von 1 Prozent in lokalen Währungen. Der Konzern will sein Kundenangebot stärken und die operative Effizienz weiter verbessern. Entscheidend für die kommenden Quartale wird sein, ob daraus neben höheren Margen auch stärkeres Umsatzwachstum entsteht.
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