HelloFresh senkt 2026-Prognose deutlich: Aktie verliert mehr als zehn Prozent

HelloFresh senkt 2026-Prognose deutlich: Aktie verliert mehr als zehn Prozent

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Das Wichtigste in Kürze

  1. HelloFresh erwartet 2026 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 9 bis 11 Prozent statt bislang 3 bis 6 Prozent.
  2. Das bereinigte EBITDA soll nur noch 350 bis 370 Millionen Euro erreichen; zuvor hatte der Konzern 375 bis 425 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
  3. Für das dritte Quartal rechnet HelloFresh mit einem Umsatzminus von 11 bis 12 Prozent und einem bereinigten EBITDA von 45 bis 55 Millionen Euro.
  4. Die Aktie notierte am 24. September bei 2,387 Euro und lag damit 10,63 Prozent im Minus.

Marktanalyse & Details

Schwache Neukundengewinnung belastet Ausblick

HelloFresh begründet die Prognosesenkung mit einer schwächeren Neukundengewinnung während der wichtigen Back-to-School-Periode. Nach Einschätzung des Unternehmens hängt diese Entwicklung überwiegend damit zusammen, dass die Marketingausgaben im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr stärker gekürzt wurden als im ersten Halbjahr.

Für das dritte Quartal erwartet der Kochboxenversender einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 11 bis 12 Prozent. Damit fällt die vorläufige Einschätzung deutlich schlechter aus als der vom Unternehmen angegebene Analystenkonsens von minus 6,8 Prozent. Das bereinigte EBITDA soll bei etwa 45 bis 55 Millionen Euro liegen und damit ebenfalls unter der Markterwartung von 57,2 Millionen Euro.

Jahresziele sinken stärker als erwartet

  • Umsatz 2026: währungsbereinigter Rückgang von 9 bis 11 Prozent; zuvor erwartete HelloFresh ein Minus am unteren Ende der Spanne von 3 bis 6 Prozent.
  • Bereinigtes EBITDA 2026: 350 bis 370 Millionen Euro statt zuvor 375 bis 425 Millionen Euro.

Beide Prognosen beruhen auf vorläufigen, ungeprüften Zahlen und können sich mit der Veröffentlichung der endgültigen Quartalsergebnisse noch ändern. Die Aktie verlor im Tagesverlauf 10,63 Prozent auf 2,387 Euro; seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 61,15 Prozent.

Analysten-Einordnung: Die Entwicklung zeigt einen Zielkonflikt zwischen geringeren Marketingausgaben und dem Wachstum der Kundenzahl. Die Einsparungen dürften zwar die Kosten entlasten, doch die schwächere Neukundengewinnung belastet zugleich den Umsatz und fällt in einer für das Geschäft wichtigen Saison ins Gewicht. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass nicht nur die niedrigeren Jahresziele, sondern auch die Fähigkeit des Unternehmens zur Kundengewinnung und zur Stabilisierung der Erlöse entscheidend bleiben. Die vorläufigen Quartalswerte liegen zudem unter den genannten Markterwartungen.

Fazit & Ausblick

Der nächste wichtige Termin ist der 5. November 2026: Dann will HelloFresh die Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate veröffentlichen. Anleger dürften dabei besonders auf die tatsächlichen Umsatz- und Ergebniswerte sowie auf Hinweise zur Neukundengewinnung und zur Wirkung der Marketingausgaben achten.

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