Globus Medical Aktie: BMO stuft nach Umsatzverfehlung auf Market Perform ab
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BMO Capital senkt Globus Medical von Outperform auf Market Perform und das Kursziel von 94 auf 78 US-Dollar.
- Der Umsatz im dritten Quartal lag mit 763,7 Millionen US-Dollar rund 29 Millionen unter den Erwartungen.
- Globus Medical senkt die Umsatzprognose für 2026 auf 3,09 Milliarden US-Dollar, bestätigt aber die bereinigte EPS-Spanne.
- BTIG hält an Neutral fest; Globus Medical erhöht zugleich die Rückkauf-Ermächtigung um 500 Millionen US-Dollar.
Marktanalyse & Details
BMO sieht Belege für Wachstumserholung fehlen
BMO-Capital-Analyst Vik Chopra stufte die Aktie am 6. November von Outperform auf Market Perform zurück. Das Kursziel sinkt von 94 auf 78 US-Dollar. Die Bank will nach eigenen Angaben klarere Hinweise sehen, dass neue Produkteinführungen und die Gewinnung von Vertriebskräften das Wachstum im US-Wirbelsäulengeschäft wieder beschleunigen können.
Auslöser für die vorsichtigere Einschätzung sind auch die jüngsten Quartalszahlen und der gekappte Ausblick: Im dritten Quartal erzielte Globus Medical 763,7 Millionen US-Dollar Umsatz, verglichen mit einem Konsens von rund 792,4 Millionen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 1,23 US-Dollar lag dagegen über der Erwartung von 1,20 US-Dollar.
Schwächerer Ausblick trotz bestätigter EPS-Spanne
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen nun 3,09 Milliarden US-Dollar Umsatz statt zuvor 3,18 bis 3,22 Milliarden. Die bereinigte EPS-Prognose bleibt bei 4,95 bis 5,05 US-Dollar. CEO Keith Pfeil verwies auf schwierige Vorjahresvergleiche im US-Wirbelsäulengeschäft, das im Quartal um 2 Prozent zulegte. Im Bereich unterstützender Technologien wuchs der Umsatz laut Unternehmen um 24 Prozent.
BTIG bekräftigte sein Neutral-Rating. Die Analysten verwiesen neben dem Umsatzrückstand auf einen Rückgang der Nevro-Umsätze gegenüber dem Vorquartal und auf einen schwierigeren Vergleich im Wirbelsäulengeschäft. Sie sehen mögliche EPS-Stützen, erwarten aber zunächst überzeugendere Anzeichen für ein über dem Markt liegendes Wachstum im muskuloskelettalen Geschäft.
Aktienrückkauf als Gegengewicht
Der Verwaltungsrat genehmigte eine Erhöhung des bestehenden Aktienrückkaufprogramms um 500 Millionen US-Dollar. Das schafft zusätzlichen Spielraum für Rückkäufe, ändert aber nichts an der gekürzten Umsatzprognose. Zum abgerufenen Marktdatenzeitpunkt notierte die Aktie bei 66,18 Euro und lag 4,23 Prozent im Minus.
Analysten-Einordnung: Die Absenkung des Kursziels und der Umsatzprognose signalisiert, dass der Markt zunächst belastbare operative Fortschritte sehen dürfte, bevor sich die Wachstumserwartungen erholen. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung, dass die bestätigte EPS-Spanne und die höhere Rückkauf-Ermächtigung zwar stützend wirken können, die zentrale Frage aber das Wachstum im US-Wirbelsäulengeschäft bleibt. Der Rückkauf ersetzt keinen Nachweis einer Trendwende.
Fazit & Ausblick
Im Fokus stehen die Umsetzung des niedrigeren Jahresumsatzziels und Anzeichen für eine Belebung des Wirbelsäulengeschäfts. BTIG sieht die Erholung frühestens im Geschäftsjahr 2027, wobei im ersten Halbjahr weiterhin anspruchsvolle Vergleichswerte anstehen. Einen konkreten Termin für die nächsten Quartalszahlen enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
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