Moderna Aktie: Quartalsgewinn und höhere Prognose treiben Kurs nach oben

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Moderna erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 1,31 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 162 Millionen US-Dollar.
  2. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 29 Prozent; das verwässerte GAAP-Ergebnis je Aktie lag bei plus 0,38 US-Dollar.
  3. Für 2026 erwartet Moderna nun ein Umsatzwachstum von 15 bis 25 Prozent statt zuvor von höchstens 10 Prozent.
  4. Die Aktie notierte am 6. November um 13:33 Uhr bei Lang & Schwarz 5,97 Prozent höher bei 220,85 Euro.

Marktanalyse & Details

Starkes Quartal und Rückkehr in die Gewinnzone

Moderna übertraf im dritten Quartal die Markterwartungen: Der Umsatz von 1,31 Milliarden US-Dollar lag deutlich über den 1,02 Milliarden US-Dollar des Vorjahreszeitraums und auch über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 885,1 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 162 Millionen US-Dollar. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Verlust von rund 200 Millionen US-Dollar gemeldet.

Das verwässerte GAAP-Ergebnis je Aktie betrug 0,38 US-Dollar, verglichen mit einem Verlust von 0,51 US-Dollar im Vorjahresquartal. Moderna führte die bessere Entwicklung vor allem auf die Erholung der COVID-Impfstoffverkäufe außerhalb der USA sowie auf Zahlungen aus Partnerschaften zurück.

Umsatzausblick deutlich angehoben

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Moderna nun mit einem Umsatzwachstum von 15 bis 25 Prozent. Zuvor hatte die Prognose höchstens 10 Prozent Wachstum vorgesehen. Das Unternehmen erwartet weiterhin, dass ungefähr die Hälfte des Jahresumsatzes aus den USA und die andere Hälfte aus internationalen Märkten stammt.

Auch die erwartete Liquiditätsposition zum Jahresende wurde angehoben: Moderna plant nun mit 8,1 bis 8,3 Milliarden US-Dollar an Zahlungsmitteln und Anlagen, nach zuvor 4,7 bis 5,2 Milliarden US-Dollar. Als Gründe nannte das Unternehmen eine bessere operative Umsetzung und Erlöse aus einer Wandelanleihenfinanzierung. Die noch verfügbare Kreditlinie von rund 0,9 Milliarden US-Dollar ist in dieser Prognose nicht berücksichtigt.

Neue Produkte sollen die Abhängigkeit vom COVID-Geschäft verringern

Die höheren Erwartungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Moderna sein Geschäft breiter aufstellen will. Die Grippeimpfung mFlusiva wurde im August in den USA für Erwachsene ab 50 Jahren zugelassen. Für die Saison 2026/27 ist dort zunächst ein begrenzter Marktstart vorgesehen, da die Impfstoffverträge für die Saison bereits vor der Zulassung abgeschlossen waren.

Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt dem individualisierten Krebsimpfstoffkandidaten intismeran autogene. In einer Phase-3-Studie senkte die Kombination mit Mercks Keytruda das Risiko eines Melanom-Rückfalls oder Todes um 42 Prozent. Die Unternehmen rechnen mit einer möglichen Markteinführung 2027. Moderna erwartet außerdem weitere Daten zu intismeran sowie entscheidende Studiendaten zu Propionazidämie und zusätzliche regulatorische Entscheidungen.

Analysten-Einordnung: Der Quartalsbericht verbessert kurzfristig die Umsatz- und Gewinnperspektive, doch der entscheidende Test bleibt, ob Moderna die erhöhte Prognose mit nachhaltigeren Erlösen außerhalb des COVID-Impfstoffgeschäfts untermauern kann. Die höheren internationalen Verkäufe und die angehobene Jahresprognose sind klare operative Fortschritte; Partnerschaftszahlungen und eine Finanzierung über Wandelanleihen erklären jedoch ebenfalls einen Teil der verbesserten Lage. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung: Die Pipeline und die neuen Produkte gewinnen an Bedeutung, müssen aber erst noch dauerhaft relevante Umsätze liefern. Der starke Kursanstieg seit Jahresbeginn erhöht zugleich die Erwartungen an weitere positive Nachrichten.

Fazit & Ausblick

Moderna geht mit einem kräftigen Quartal und einer deutlich angehobenen Umsatzprognose in die kommenden Monate. Im Blick stehen die Entwicklung der internationalen COVID-Impfstoffverkäufe, der begrenzte US-Start von mFlusiva sowie weitere Studiendaten zu intismeran und Propionazidämie. Für den Krebsimpfstoff bleibt eine mögliche Markteinführung 2027 ein wichtiger, aber noch ausstehender Meilenstein.

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