flatexDEGIRO startet Altersvorsorgedepot: Core-Modell mit maximal 0,07 Prozent TER
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- flatexDEGIRO bringt drei Modelle für das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot auf den Markt.
- Beim Standarddepot Core entfallen Depot- und Vertragsgebühren sowie Orderprovisionen für Sparpläne und Einmalanlagen.
- flatex erstattet die Produktkosten mindestens in den ersten fünf Jahren; danach ist die TER auf 0,07 Prozent pro Jahr begrenzt.
- Plus bietet eine standardisierte ETF-Lösung, Flex erlaubt ein individuelles Portfolio mit bis zu 25 ETFs und Fonds.
Marktanalyse & Details
Drei Modelle für unterschiedliche Anleger
Mit dem neuen Angebot positioniert sich flatexDEGIRO im deutschen Markt für geförderte private Altersvorsorge. Das Standarddepot Core setzt auf möglichst niedrige Gebühren: Anleger zahlen laut Unternehmen weder Depot- noch Vertragsgebühren. Auch für Sparpläne und Einmalanlagen fallen keine Orderprovisionen an. Die Produktkosten (TER) erstattet flatex mindestens während der ersten fünf Jahre vollständig; anschließend sind sie auf höchstens 0,07 Prozent jährlich begrenzt.
Die beiden weiteren Varianten richten sich an Anleger mit anderen Präferenzen:
- Standarddepot Plus: kombiniert einen global diversifizierten Aktienbaustein mit Euro-Anleihen und Gold.
- Flex: ermöglicht die individuelle Zusammenstellung eines Portfolios aus bis zu 25 geeigneten ETFs und Fonds.
Niedrige Gebühren, aber nicht kostenfrei
Die Kostenangabe zum Core-Modell erfasst nicht sämtliche möglichen Belastungen: Marktübliche Spreads bei Wertpapiertransaktionen bleiben laut Unternehmen unberücksichtigt. Zudem sagt eine niedrige TER allein nichts über die künftige Wertentwicklung aus. Diese hängt unter anderem von der Anlageauswahl und der Entwicklung der Kapitalmärkte ab.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass flatexDEGIRO den Wettbewerb vor allem über geringe Einstiegskosten und digitale Zugänglichkeit führen will. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine niedrige ausgewiesene Gebührenhürde, aber keinen Verzicht auf den Vergleich der tatsächlichen Gesamtkosten und Anlagerisiken. Für den Anbieter kann das Modell die Attraktivität für langfristig orientierte Sparer erhöhen; ob sich daraus dauerhaft ein wirtschaftlicher Vorteil ergibt, hängt auch davon ab, wie viele Kunden das Angebot nutzen und welche Kosten außerhalb der TER anfallen.
Fazit & Ausblick
Das Core-Modell setzt mit der Erstattung der Produktkosten in den ersten fünf Jahren und einer TER-Obergrenze von 0,07 Prozent danach einen klaren Preisakzent. Entscheidend wird sein, wie die drei Varianten in der Praxis angenommen werden und welche Gesamtkosten Anleger einschließlich möglicher Spreads tragen. Konkrete Termine für den weiteren Rollout nennt die Mitteilung nicht.
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