Fabasoft-Aktie springt nach Rekordzahlen: Umsatz und EBIT auf Höchststand

Fabasoft AG

Kurzüberblick

Die Fabasoft AG hat am Freitag ihren Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2025/2026 vorgelegt und dabei sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (EBIT) neue Höchstwerte erzielt. Der auf digitale Souveränität und KI-gestützte Softwarelösungen spezialisierte Konzern steigerte den Umsatz auf 90,0 Millionen Euro und das EBIT auf 15,7 Millionen Euro. Die Aktie reagierte darauf am Morgen mit einem deutlichen Kursplus von über 8 Prozent.

Marktanalyse & Details

Finanzkennzahlen im Überblick

Der Softwarekonzern aus Linz konnte seine Erlöse im Vergleich zum Vorjahr (86,8 Mio. Euro) um 3,7 Prozent steigern. Besonders erfreulich entwickelten sich die wiederkehrenden Umsätze (Recurring Revenues), die um 12,5 Prozent auf 54,9 Millionen Euro zulegten. Ihr Anteil am Gesamtumsatz kletterte von 56,2 auf 61,0 Prozent – ein klares Signal für die zunehmende Stabilität des Geschäftsmodells.

Das EBITDA legte leicht auf 23,5 Millionen Euro zu (Vorjahr: 23,1 Mio. Euro), während das EBIT mit 15,7 Millionen Euro einen deutlichen Sprung von 18 Prozent verzeichnete. Die operative Marge verbesserte sich entsprechend von 15,3 auf 17,4 Prozent. Der operative Cashflow sank zwar auf 20,2 Millionen Euro (Vorjahr: 23,1 Mio. Euro), dennoch stiegen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag auf 41,8 Millionen Euro (Vorjahr: 34,3 Mio. Euro).

Strategische Ausrichtung: Hohe Investitionen in KI

Bemerkenswert ist die weiterhin hohe Forschungs- und Entwicklungsintensität. Mit Aufwendungen von 26,5 Millionen Euro lag die Forschungsquote bei 29,4 Prozent vom Umsatz. Der Fokus lag dabei auf nutzerorientierten KI-Anwendungen im Rahmen der hauseigenen Cloud-Plattform Fabasphere. CEO Helmut Fallmann betonte, dass man mit dieser Strategie die digitale Souveränität von Unternehmen und öffentlichen Institutionen sichere.

Analysten-Einordnung: Die Kombination aus zweistelligem EBIT-Wachstum, steigenden wiederkehrenden Umsätzen und einer verbesserten Marge unterstreicht die operative Stärke von Fabasoft. Dass dies trotz eines makroökonomisch schwierigen Umfelds und massiven Investitionen in KI gelang, spricht für die Resilienz des Geschäftsmodells. Für Anleger ist insbesondere der hohe Anteil an Recurring Revenues positiv, da er planbare Einnahmen für die kommenden Jahre sicherstellt.

Fazit & Ausblick

Fabasoft präsentiert sich mit den Rekordzahlen in einer soliden Verfassung. Der operative Ausblick bleibt verhalten optimistisch: Das Unternehmen sieht sich durch die hohe Forschungsintensität und die solide Finanzlage für nachhaltiges Wachstum gerüstet. Ein wichtiger Termin für Aktionäre ist die Hauptversammlung am 8. Juli 2026, auf der Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorschlagen werden.

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