EyePoint Aktie: Mizuho und JPMorgan stufen nach Duravyu-Fehlschlag herab

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Mizuho senkt EyePoint nach dem verfehlten LUCIA-Primärziel von Outperform auf Neutral und nennt ein Kursziel von 0,50 US-Dollar.
  2. JPMorgan stuft die Aktie von Neutral auf Underweight herab; auch Guggenheim und Jefferies hatten ihre Einschätzungen bereits gesenkt.
  3. Nach LUCIA verfehlte auch die Phase-3-Studie LUGANO bei Duravyu gegen feuchte AMD den primären Endpunkt.
  4. EyePoint konzentriert sich nun auf DME-Studien, deren Daten für das vierte Quartal 2027 erwartet werden, und plant einen Stellenabbau von rund 53 Prozent.

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Weitere Herabstufungen nach klinischem Rückschlag

Die negativen Phase-3-Daten zu Duravyu in der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (wAMD) lösen weitere deutliche Neubewertungen aus. Mizuho senkte EyePoint am 20. Oktober von Outperform auf Neutral und setzte das Kursziel auf 0,50 US-Dollar. JPMorgan wechselte von Neutral auf Underweight und sieht die Aktie im mittleren Zeitraum weiter unter Druck. Guggenheim hatte bereits auf Neutral abgestuft. Jefferies senkte sein Rating auf Hold und reduzierte das Kursziel von 8 auf 1 US-Dollar.

Auslöser ist, dass Duravyu in LUCIA den primären Endpunkt – die statistische Nichtunterlegenheit bei der Veränderung der Sehschärfe gegenüber Aflibercept – nicht erreichte. Damit scheiterte das Mittel in beiden zulassungsrelevanten Studien zu wAMD am primären Endpunkt: Auch LUGANO hatte dieses Ziel verfehlt. EyePoint meldete zwar Verbesserungen beim Sehen sowie positive sekundäre Ergebnisse, darunter eine geringere Behandlungslast, anhaltende Wirkung ohne Zusatzinjektionen bei einem Teil der Patienten und eine günstige Sicherheitsbilanz. Diese Resultate ändern jedoch nichts daran, dass der zentrale Wirksamkeitsnachweis in den Studien ausblieb.

Fokus auf DME und längerer Weg bis zu neuen Daten

EyePoint will seine Ressourcen nun auf Duravyu bei diabetischem Makulaödem (DME) ausrichten. Die Phase-3-Studien COMO und CAPRI laufen weiter; erste zentrale Ergebnisse erwartet das Unternehmen im vierten Quartal 2027. JPMorgan bewertet Duravyu nach den wAMD-Rückschlägen als Wirkstoffkandidaten, dessen Potenzial erst durch belastbare DME-Daten neu belegt werden müsse. Die positiven Resultate der Phase-2-Studie VERONA liefern dafür einen frühen Anhaltspunkt, ersetzen aber nicht die ausstehenden Phase-3-Ergebnisse.

Kostensenkungen und Finanzierungsrisiko

Als Teil der strategischen Neuausrichtung plant EyePoint, etwa 53 Prozent der Belegschaft abzubauen. Das Unternehmen erwartet daraus jährliche Einsparungen von rund 30 Millionen US-Dollar; zugleich veranschlagt es etwa 9 Millionen US-Dollar an einmaligen Trennungskosten. Jefferies verwies auf einen Kassenbestand von 118 Millionen US-Dollar zum Ende des dritten Quartals beziehungsweise eine rechnerische Barmittelposition von 1,36 US-Dollar je Aktie. Mizuho sieht angesichts des langen Zeitraums bis zu den DME-Daten jedoch Finanzierungsrisiken und stützt seine Bewertung stärker auf den geschätzten Kassenbestand je Aktie.

Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass sich die Bewertung von EyePoint vorerst weniger an einem möglichen wAMD-Umsatz als an Liquidität, Kostensenkungen und der Erfolgschance des DME-Programms orientiert. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine hohe Abhängigkeit von den Daten aus COMO und CAPRI: Bis zu deren erwarteter Veröffentlichung bleibt ein langer Zeitraum, in dem zusätzlicher Kapitalbedarf und die klinische Unsicherheit die Aktie belasten können. Die positiven sekundären LUCIA-Ergebnisse sind zwar ein Hinweis auf mögliche Vorteile bei Behandlungsintervallen, sie kompensieren den verfehlten primären Endpunkt aber nicht.

Fazit & Ausblick

Der nächste wichtige Termin für die Einschätzung der finanziellen Reichweite sind die für den kommenden Monat erwarteten Quartalsergebnisse. Im Mittelpunkt stehen dann Kassenbestand, Ausgaben und die Umsetzung des Stellenabbaus. Der zentrale klinische Prüfstein bleibt der Datenbericht aus den Phase-3-DME-Studien im vierten Quartal 2027; bis dahin dürfte die Entwicklung der EyePoint-Aktie stark von Finanzierungsperspektiven und dem Vertrauen in Duravyu abhängen.

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