EyePoint Aktie: LUCIA-Fehlschlag löst Abstufungen und Stellenabbau aus
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- EyePoints Duravyu verfehlte in der Phase-3-Studie LUCIA bei feuchter AMD erneut den primären Wirksamkeitsendpunkt.
- JPMorgan stufte die Aktie auf Underweight, Guggenheim auf Neutral und Jefferies auf Hold herab.
- EyePoint will rund 53 Prozent der Belegschaft abbauen und sich auf Duravyu-Studien bei diabetischem Makulaödem konzentrieren.
- Erste Phase-3-Daten aus den DME-Studien COMO und CAPRI werden für das vierte Quartal 2027 erwartet.
Marktanalyse & Details
Zweiter Rückschlag bei Duravyu gegen feuchte AMD
EyePoint teilte am 19. Oktober mit, dass Duravyu in der Phase-3-Studie LUCIA den primären Endpunkt verfehlte: Das Mittel erreichte keine statistische Nichtunterlegenheit bei der Veränderung der bestkorrigierten Sehschärfe gegenüber dem zugelassenen Aflibercept. Damit scheiterte auch die zweite entscheidende Phase-3-Studie in dieser Indikation, nachdem bereits LUGANO den primären Endpunkt verfehlt hatte. LUCIA umfasste 475, LUGANO 432 Patienten.
EyePoint zufolge zeigte Duravyu dennoch Verbesserungen beim Sehvermögen und erfüllte wichtige sekundäre Endpunkte. Dazu zählten eine geringere Behandlungslast, anhaltende supplementfreie Zeiträume, anatomische Kontrolle sowie ein günstiges Sicherheitsprofil bei erneuter Dosierung. Das ändert jedoch nichts am verfehlten Hauptziel der Studien und lässt den Einsatz bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration vorerst unsicher erscheinen.
Analysten reagieren mit Herabstufungen
Die gescheiterten Studienergebnisse führten zu mehreren Rating-Senkungen. JPMorgan wechselte von Neutral auf Underweight und verwies auf den fehlenden kurzfristigen Werttreiber sowie den Finanzierungsbedarf. Guggenheim senkte die Einstufung von Buy auf Neutral. Jefferies stufte von Buy auf Hold zurück und reduzierte das Kursziel von 8 auf 1 US-Dollar.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Anlagefall inzwischen stark von den noch ausstehenden DME-Daten abhängt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine längere Phase klinischer Unsicherheit: Die positiven sekundären Ergebnisse bei feuchter AMD reichen nach dem Scheitern des primären Endpunkts nicht aus, um den kommerziellen Wert von Duravyu in dieser Indikation zu belegen. Auch die DME-Daten liegen erst für Ende 2027 in Aussicht. Jefferies bezifferte EyePoints Barmittel zum Ende des dritten Quartals auf 118 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,36 US-Dollar je Aktie und verwies zugleich auf die begrenzte finanzielle Reichweite bis zu den Studiendaten.
Fokus auf DME, Kosten sollen sinken
EyePoint will die Entwicklung von Duravyu bei feuchter AMD zurückstellen und Ressourcen auf diabetisches Makulaödem (DME) verlagern. Die laufenden Phase-3-Studien COMO und CAPRI sollen die entscheidenden Daten im vierten Quartal 2027 liefern. Als Grundlage für den DME-Ansatz verweist das Unternehmen auf positive Phase-2-Ergebnisse aus VERONA.
- Geplanter Abbau von rund 53 Prozent der Stellen; der Großteil soll im vierten Quartal 2026 erfolgen.
- Die Maßnahmen sollen jährliche Einsparungen von etwa 30 Millionen US-Dollar ermöglichen.
- Für Abfindungen und weitere Trennungskosten rechnet EyePoint mit insgesamt rund 9 Millionen US-Dollar.
Die Einsparungen können den Mittelverbrauch verringern, ersetzen aber keinen klinischen Wirksamkeitsnachweis. Zudem stehen den erwarteten laufenden Einsparungen zunächst einmalige Restrukturierungskosten gegenüber.
Fazit & Ausblick
Für EyePoint verschiebt sich der entscheidende Bewertungsmaßstab von der feuchten AMD auf die DME-Pipeline. Bis zu den für das vierte Quartal 2027 erwarteten Phase-3-Ergebnissen dürften der finanzielle Spielraum, die Umsetzung des Stellenabbaus und weitere Studiendetails im Mittelpunkt stehen. Die jüngsten Herabstufungen spiegeln wider, dass der Markt vorerst belastbare klinische Daten abwartet.
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