EyePoint Aktie: Jefferies senkt auf Hold, Kursziel fällt nach LUCIA-Rückschlag auf 1 Dollar
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Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- Duravyu verfehlte in der Phase-3-Studie LUCIA bei feuchter AMD den primären Wirksamkeitsendpunkt.
- Jefferies stufte EyePoint von Buy auf Hold herab und senkte das Kursziel von 8 auf 1 US-Dollar.
- EyePoint will rund 53 Prozent der Stellen abbauen und die Entwicklung auf das DME-Programm konzentrieren.
- Die Phase-3-Daten zu DME werden für das vierte Quartal 2027 erwartet.
Marktanalyse & Details
Studienrückschlag verändert die Perspektive für Duravyu
EyePoint teilte am 19. Oktober mit, dass Duravyu in LUCIA den primären Endpunkt der statistischen Nichtunterlegenheit bei der Sehschärfe gegenüber Aflibercept nicht erreicht hat. Die Studie umfasste 475 Patienten. Auch die erste zulassungsrelevante Phase-3-Studie LUGANO hatte ihren primären Endpunkt verfehlt.
Beide Studien zeigten laut Unternehmen dennoch Verbesserungen beim Sehvermögen sowie Vorteile bei sekundären Kriterien wie Behandlungsbelastung, Nachdosierungsfreiheit, anatomischer Kontrolle und Sicherheit. Diese Ergebnisse ändern jedoch nichts daran, dass der entscheidende primäre Wirksamkeitsnachweis in den beiden Studien ausblieb. EyePoint will die Studiendaten weiter auswerten, beendet die pivotalen Studien zu feuchter AMD aber vorzeitig, ohne das zweite Studienjahr vollständig abzuschließen.
Jefferies senkt Rating und Kursziel deutlich
Jefferies stufte die Aktie von Buy auf Hold zurück und reduzierte das Kursziel von 8 auf 1 US-Dollar. Die Einschätzung begründet sich mit den wiederholten Fehlschlägen beim primären Endpunkt, begrenzter finanzieller Reichweite und der langen Wartezeit bis zu den nächsten wichtigen DME-Daten. Zum Ende des dritten Quartals verfügte EyePoint über 118 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln, entsprechend nach Unternehmensangabe 1,36 US-Dollar je Aktie.
Die Aktie notierte am 19. Oktober im angegebenen EUR-Handel bei 0,45 Euro und lag damit an diesem Tag 83,08 Prozent im Minus. Der heftige Einbruch spiegelt die Neubewertung der Erfolgsaussichten des wichtigsten klinischen Programms wider; Wechselkurse und Handelsplätze können Kursangaben beeinflussen.
Stellenabbau und Fokus auf diabetisches Makulaödem
EyePoint plant, etwa 53 Prozent der Belegschaft abzubauen. Der Großteil der Maßnahmen soll im vierten Quartal 2026 erfolgen, der Abschluss ist für die erste Hälfte 2027 vorgesehen. Der Konzern erwartet dadurch jährliche Einsparungen von rund 30 Millionen US-Dollar und rechnet mit einmaligen Kosten von etwa 9 Millionen US-Dollar.
Die frei werdenden Ressourcen sollen vor allem in Duravyu zur Behandlung des diabetischen Makulaödems (DME) fließen. Für die laufenden Phase-3-Studien COMO und CAPRI erwartet EyePoint erste Topline-Daten im vierten Quartal 2027. Positive Phase-2-Ergebnisse aus VERONA bilden die bisherige klinische Grundlage für diesen Entwicklungspfad, ersetzen aber keinen erfolgreichen Phase-3-Nachweis.
Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass sich die Investmentthese von EyePoint vorerst von einer möglichen Zulassung bei feuchter AMD auf einen einzelnen, deutlich späteren klinischen Meilenstein bei DME verlagert. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung ein erhöhtes Ausführungs- und Finanzierungsrisiko: Die verfügbaren Mittel müssen eine längere Entwicklungsphase tragen, während die erwarteten Einsparungen erst schrittweise wirksam werden. Die genannten Cash-Daten allein belegen keine ausreichende Finanzierung bis zu den DME-Ergebnissen.
Fazit & Ausblick
Der nächste zentrale Termin für EyePoint sind die erwarteten Phase-3-Topline-Daten zu DME im vierten Quartal 2027. Bis dahin dürften die weitere Auswertung von LUCIA und LUGANO, die Umsetzung des Stellenabbaus und die Entwicklung der Liquidität im Mittelpunkt stehen. Ein belastbarer neuer Ausblick für Duravyu bei feuchter AMD hängt davon ab, ob die zusätzlichen Analysen einen tragfähigen Weg aufzeigen.
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