Evonik Industries Aktie: BASF hält an Übernahme fest – höheres Gebot gilt als möglich
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BASF soll für Evonik zunächst 22,15 Euro je Aktie geboten haben; das Angebot wurde abgelehnt.
- Die RAG-Stiftung, Evoniks größte Anteilseignerin mit rund 43 Prozent, ließ sich über BASFs Interesse informieren.
- Berichten zufolge könnte BASF mit einem höheren Gebot und Zugeständnissen weiter um Evonik werben.
- Die Evonik-Aktie notierte am 9. Oktober um 16:43 Uhr bei 21,38 Euro und lag damit rund 2 Prozent im Plus.
Marktanalyse & Details
RAG-Stiftung berät – Ergebnis bleibt vertraulich
Das Kuratorium der RAG-Stiftung befasste sich in einer Online-Sitzung mit dem Übernahmeinteresse von BASF. Konkrete Inhalte oder Beschlüsse teilte die Stiftung nicht mit. Mit ihrem Anteil von rund 43 Prozent ist sie für den Ausgang eines möglichen Angebots von besonderer Bedeutung. Zugleich muss sie dauerhaft die Folgekosten des früheren Steinkohlebergbaus finanzieren.
BASF soll zunächst 22,15 Euro je Evonik-Aktie geboten haben. Evonik lehnte die Offerte ab. Zuletzt hieß es, BASF habe die Übernahmepläne nicht aufgegeben; eine Aufstockung des Angebots und Zugeständnisse könnten mögliche nächste Schritte sein. Eine Einigung oder ein verbindliches neues Angebot ist damit jedoch nicht bestätigt. Auch die zuvor mitgeteilte Position, wonach keine Gespräche stattfänden und Ausgang sowie Fortgang der Sondierungen offen seien, ist für Anleger relevant.
Kurs unter dem zunächst genannten Angebot
Bei einem Kurs von 21,38 Euro lag die Aktie rund 0,77 Euro beziehungsweise 3,5 Prozent unter dem zunächst genannten Angebotspreis von 22,15 Euro. Das ist keine sichere Übernahmeprämie: Die Offerte wurde abgelehnt, und ein neues Angebot steht nicht fest. Die Aktie gewann am Handelstag 2 Prozent; seit Jahresbeginn beträgt das Plus laut den vorliegenden Marktdaten 60,39 Prozent. Die Übernahmefantasie dürfte dabei ein wichtiger Kurstreiber sein, der Kurs kann aber ebenso auf Änderungen der Erfolgsaussichten reagieren.
Analyst Sebastian Bray hält eine mögliche Offerte von 24 bis 25 Euro für denkbar. Das ist eine Einschätzung und kein bestätigtes Gebot. Analysten-Einordnung: Dies deutet darauf hin, dass der Markt neben dem bisherigen Angebot auch auf eine Nachbesserung setzt. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine Abwägung zwischen möglichem zusätzlichem Angebotspreis und dem Risiko, dass die Übernahme scheitert oder sich die Verhandlungen hinziehen. Die vertrauliche Beratung der RAG-Stiftung liefert bislang keinen Beleg für eine Zustimmung.
Fazit & Ausblick
Entscheidend ist, ob BASF ein verbessertes, konkretes Angebot vorlegt und ob Preis sowie Zusagen zu Standorten und Beschäftigung die maßgeblichen Beteiligten überzeugen. Bis dahin bleibt die Übernahme ungewiss; der aktuelle Kurs spiegelt Erwartungen wider, nicht den Abschluss einer Transaktion.
Hinweise zu diesem Inhalt
Diese Inhalte wurden ganz oder teilweise automatisiert unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler, Ungenauigkeiten oder unvollständige Informationen enthalten. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.
Die Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen keine individuelle, fachkundige Beratung.
Eine Haftung für Vermögensschäden oder sonstige Schäden, die aus der Nutzung der Inhalte entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.