Evonik Industries Aktie: BASF soll Übernahmeangebot auf 24 Euro je Aktie erhöhen
Aktien im Artikel
Goldesel Kompakt
Das Wichtigste in Kürze
- BASF soll Evonik laut informierten Kreisen nun 24 Euro je Aktie bieten.
- Die Offerte würde den Spezialchemiekonzern mit mehr als 11 Milliarden Euro bewerten.
- Zuvor waren 22,15 Euro je Aktie im Gespräch; Evonik-Aktien legten am Freitag zu.
- Eine Bestätigung oder Stellungnahme der Unternehmen zum berichteten Angebot lag zunächst nicht vor.
Marktanalyse & Details
Höhere Offerte im Übernahmekampf
BASF hat sein Angebot für Evonik offenbar von zuvor kolportierten 22,15 auf rund 24 Euro je Aktie angehoben. Das entspräche insgesamt einem Unternehmenswert von mehr als 11 Milliarden Euro. Die Angaben beruhen auf Informationen aus Kreisen; eine offizielle Bestätigung des neuen Angebots lag zunächst nicht vor. Ein Sprecher von Evonik äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht, BASF war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.
Am Donnerstag hatte BASF-Chef Markus Kamieth bereits mit weitreichenden Jobgarantien für eine mögliche Übernahme geworben. Damit versucht der Konzern offenbar, neben den Aktionären auch Beschäftigte für den Zusammenschluss zu gewinnen. Ob und unter welchen Bedingungen Evonik beziehungsweise seine Anteilseigner auf die neue Offerte eingehen, ist offen.
Aktienkurs und Einordnung
Die Evonik-Aktie notierte am 23. Oktober um 16:44 Uhr bei 21,22 Euro und lag damit 3,21 Prozent über dem Vortag. Der Kurs blieb zugleich unter dem in den Berichten genannten Angebotspreis von 24 Euro. Der Abstand ist jedoch kein sicherer Übernahmegewinn: Solange das Gebot nicht bestätigt und ein Abschluss nicht absehbar ist, kann sich der Kurs mit neuen Informationen verändern.
Analysten-Einordnung: Die höhere Offerte signalisiert, dass BASF bereit sein könnte, für Evonik mehr aufzuwenden, nachdem der erste Vorschlag offenbar nicht ausgereicht hatte. Für Anleger bedeutet diese Entwicklung vor allem eine größere mögliche Übernahmeprämie, aber keine Gewissheit über einen Abschluss. Entscheidend sind nun die offizielle Ausgestaltung des Angebots, die Reaktion von Evonik und seinen Aktionären sowie mögliche Prüfungen und Bedingungen für den Zusammenschluss.
Fazit & Ausblick
Im Mittelpunkt stehen die Bestätigung des kolportierten Angebots und die Antwort von Evonik. Bis dazu belastbare Angaben vorliegen, bleibt der genannte Preis von 24 Euro je Aktie eine berichtete Offerte und kein gesicherter Auszahlungsbetrag. Auch der weitere Zeitplan eines möglichen Übernahmeprozesses ist bislang offen.
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